Handball im VfL Oldesloe
1984/85 Frauen
Freitag, 31. August 1984
(mth). In der Damen-Oberliga starten die VfLerinnen am Sonntag um 17 Uhr in der Lübecker Hansehalle gegen die Lübecker Turnerschaft. Die Truppe um Trainer Ulli Meyer ist zwar in dieser Begegnung Favorit, doch dürfen sie die Lübeckerinnen keinesfalls unterschätzen. Beim letzten Punktspielvergleich verloren die VfLerinnen knapp mit 16:17. Vor zwei Wochen verloren sie auf einem Vorbereitungsturnier des TuS Alstertal nicht nur das Spiel gegen die LT, sondern auch noch Rückraumspielerin Antje Schütt, die sich den rechten Daumen auskugelte. Sie wird mehrere Wochen pausieren.
Ebenfalls wird Rückraumspielerin Andrea Güldenpfennig, die erst kürzlich ihre Zusage an den VfL für die nächste Saison gegeben hat, beim ersten Spiel nicht dabei sein.
Einen guten Eindruck hinterließen in der Vorbereitungszeit die beiden aus der weiblichen Jugend A aufgerückten Spielerinnen Kirstin Timm (Rückraum) und Susanne Pommerening (Kreis).
STORMARNER TAGEBLATT vom 31.8.1984
Sonntag, 2. September 1984
Lübecker Turnerschaft – VfL Oldesloe 12:26 (6:12)
Toller Sieg für die Damen des VfL…
(mth/gg). Zum Auftakt der Oberligasaison kamen die VfL-Damen zu einem „Kantersieg“ in der Lübecker Hansehalle. Mit einem imponierenden Tempospiel überrannten sie die Lübeckerinnen förmlich. Schon nach 15 Minuten hatten sie einen 7:1-Vorsprung herausgeworfen. Dabei gelangen einige herrliche Freiwurftricks und sehenswerte Spielzüge. Kirstin Timm tat sich nicht nur als Rückraumschützin hervor, sondern verwandelte auch noch zwei Siebenmeter sehr sicher. Gegenüber dem knappen Vorjahressieg (17:16) über den VfL war die LT-Mannschaft nicht wiederzuerkennen. Riesige Lücken in der Deckung und eine sehr schwache Torhüterin nutzten die VfLerinnen immer wieder aus. LT konnte lediglich in der ersten Halbzeit auf 4:7 verkürzen. Bis zur Pause zog der VfL auf 12:6 davon.
Das Spiel sollte dann noch schneller werden. Über alle Stationen wurde LT „schwindelig“ gespielt. Der Gegner war nun so entnervt, das er sogar zwei Siebenmeter in Folge vorbeiwarf. Sogar in Unterzahl (Zwei-Minuten-Strafen für Hasenberg (2), Payka und Fahrenkrog) erzielten die VfL-Damen Tore. Petra Payka wurde auf der Rechtsaußenposition einige Male so schwer gefoult, daß Trainer Ulli Meyer sie in der Schlußphase nicht mehr einsetzen konnte.
Stark verbessert zeigte sich die VfL-Deckungsreihe, Rückraumwürfe wurden gut abgeblockt. Nur bei einigen Unterarmwürfen sah sie nicht gut aus. Im VfL-Lager ist man nach dem ersten Spieltag sehr-zufrieden.
Trainer Ulli Meyer setzte folgende Spielerinnen ein: Im Tor Gudrun Fandrey (mit tollen Paraden) und Martina Pusch; im Feld: Wiebke Rickert (2 Tore), Katja Schoppenhauer (1), Susanne Peetz (2), Susanne Pommerening(3/1), Andrea Hasenberg (3), Anja Müller (4). Petra Payka, Elsbeth Fahrenkrog (5/1) und Kirstin Timm (6/2).
STORMARNER TAGEBLATT vom 4.9.1984
Freitag, 7. September 1985
Die VfL-Damen gegen den MTV Heide wieder mit Andrea Güldenpfennig
(mth). Die Damen-Handballmannschaft des VfL Oldesloe hat in der schleswig-holsteinischen Oberliga mit ihrem 26:12-Erfolg bei der Lübecker Turnerschaft am letzten Sonntag gleich die Tabellenführung übernommen und eigentlich möchte man diese Position nun nicht mehr abgeben.
Nach den Vizemeisterschaften in den beiden letzten Jahren will die Truppe von Trainer Ulli Meyer es in dieser Saison nun wirklich wissen. Meisterschaft ist das erklärte Ziel des Aushängeschildes der VfL-Handballabteilung und die Voraussetzungen, dieses Ziel zu erreichen, scheinen wirklich gut zu sein.
Durch die Hereinnahme von Kirstin Timm und Susanne Pommerening hat die Mannschaft gegenüber der letzten Saison an Schlagkraft mit Sicherheit noch gewonnen. Das zeigte sich schon in Lübeck sehr deutlich, denn dort spielte die Mannschaft groß auf, obwohl mit Andrea Güldenpfennig und Antje Schütt zwei Leistungsträgerinnen nicht zur Verfügung standen.
Auf Antje Schütt wird Trainer Ulli Meyer auch morgen um 16 Uhr im ersten Heimspiel der Saison in der Stormarnhalle noch nicht zurückgreifen können. Wenn es dort gegen den MTV Heide geht, der mit einem 16:7-Erfolg über TuS Lübeck 93 ebenfalls zu den großen Siegern des ersten Spieltages gehörte, hofft der VfL-Coach, aber Andrea Güldenpfennig wieder einsetzen zu können.
Die frühere Jugendnationalspielerin hatte in der Sommerpause lange überlegt, oh sie ihre Handballkarriere noch fortsetzen soll, aber auch einen Wechsel zu einem unterklassigen Verein ins Auge gefaßt, um nur noch ein wenig aus Spaß Handball zu spielen, um dann letztendlich aber doch dem VfL eine Zusage für eine weitere Saison zu machen. Sie wird nun zwar noch ein paar Trainingsrückstände aufweisen, aber ihr Können ist ja so groß, daß sie in jedem Fall eine Verstärkung für die Mannschaft ist.
Der VfL, der wegen einer Trainingsverletzung neben Antje Schütt auch noch Elsbeth Fahrenkrog ersetzen muß, wird den Gast aus Dithmarschen sehr ernst nehmen müssen. Kommt die Truppe aber nur in etwa so ins Spiel wie in Lübeck, müßte ihr ein erneuter doppelter Punktgewinn sicher sein.
STORMARNER TAGEBLATT vom 7.9.1984
Sonnabend, 8. September 1984
VfL Oldesloe – MTV Heide 17:15 (10:8)
Die VfL-Damen mußten um ihren ersten Heimsieg gegen MTV Heide lange bangen
(mth). Die VfL-Damen agierten in dieser Partie von Anfang bis zum Ende nervös und hektisch und konnten so die starken Gäste nie fest in den Griff kriegen. In der Anfangsphase verpaßten es sie OldesIoerinnen mehrfach, ihre dreimalige Führung (1:0; 2:1 und 3:2) auszubauen und sahen sich so unversehens in der 12. Minute mit 3:4 im Rückstand. Drei Treffer für den VfL hintereinander rückten die Verhältnisse dann zwar wieder zurecht, aber lösen konnte sich die Oldesloer Renommiermannschaft von ihrem Gegner dennoch nie.
Der Zwei-Tore-Vorsprung allerdings blieb bis zur Halbzeit bestehen. Nach dem Seitenwechsel hatte der VfL dann eine ziemliche Durststrecke zu überwinden. Den Ausgleich zum 10:10 bis zur 36. Minute konnten Andrea Güldenpfennig, die in ihrem ersten Handballspiel nach halbjähriger Pause nur sporadisch eingesetzt wurde, und Susanne Paetz zwar bis zur 40. Minute noch mit zwei Treffern kontern, aber dann erzielten die Dithmarscherinnen bis zur 49. Minute vier Treffer hintereinander und plötzlich sah es für die VfL gar nicht mehr gut aus.
In der Vergangenheit war in solchen Situationen eigentlich im-er auf Andrea Güldenpfennig Verlaß und, obwohl ihr nach der langen Pause, in der sie auch kaum trainiert hat, noch Spritzigkeit und Kondition fehlen, riß sie auch gegen Heide die Partie noch aus dem Feuer. Zwischen der 50. und 58. Minute erzielte sie nun vier Treffer in Folge und mit dem 16:14 war die Partie dann gelaufen. Die Heider konnten zwar noch auf 15:16 verkürzen, aber im Gegenangriff verwertete Andrea Hasenberg dann ein Anspiel von Andrea Güldenpfennig zum 17:15-Endstand.
Mit sechs Treffern, davon drei verwandelte Siebenmeter, war Andrea Güldenpfennig trotz ihres nur sporadischen Einsatzes erfolgreichste Torwerferin des VfL. Ihr am nächsten kam Andrea Hasenberg mit vier Treffern vom Kreis. Die weiteren Treffer erzielten Susanne Paetz, Kirstin Timm (je 2), Anja Müller, Elsbeth Fahrenkrog und Wiebke Rickert. Außerdem kamen noch Torhüterin Gudrun Fandrey, Susanne Pommerening, Petra Payka und Katja Schoppenhauer zum Einsatz.
STORMARNER TAGEBLATT vom 11.9.1984
Freitag, 21. September 1984
Die VfL-Damen dürfen auch FT Neumünster nicht unterschätzen
(mth). … Die VfL-Damen müssen am Sonntag um 16.30 Uhr in Neumünster (KSV-Halle) auf Mannschaftsführerin Anja Müller(Urlaub) und eventuell auch auf Elsbeth Fahrenkrog (verletzt) verzichten, können aber wieder auf Antje Schütt zurückgreifen. Sie sind für das Spiel gegen FT Neumünster sicherlich favorisiert, dürfen den Gegner aber nicht unterschätzen. Dieses ging vor zwei Jahren gerade gegen FT Neumünster schon einmal schief, als man nicht nur zwei Punkte, sondern, wie sich hinterher herausstellte, auch den möglichen Regionalligaaufstieg verspielte.
STORMARNER TAGEBLATT vom 21.9.1984
Sonntag, 23. September 1984
FT Neumünster – VfL Oldesloe 13:30 (7:14)
Haushoher Erfolg für die VfL-Damen
(mth). Der Gastgeber konnte nur in den ersten Minuten bis zu einem Spielstand von 9:6 für den Gast wenigstens in etwa mithalten. Dann aber machte der VfL endgültig ernst und steigerte sich in einen wahren Spielrausch. Die Truppe von Trainer Ulli Meyer spielte nun bis zum Abpfiff Tempohandball, so daß den Neumünsteranerinnen Hören und Sehen verging, und dabei wurde ein toller Angriffswirbel entfacht, bei dem Tore wie reife Früchte fielen.
Am Ende hätten dann alleine die Treffer von Andrea Hasenberg (6) und Andrea Güldenpfennig (8) gereicht, um dem Aufsteiger eine Niederlage zuzufügen. Elsbeth Fahrenkrog (3), Susanne Pommerening (4), Wiebke Rickert, (3), Kirstin Timm, Antje Schütt (je 2), Katja Schoppenhauer und Susanne Paetz teilten sich die restlichen 16 Treffer. Außerdem kamen noch Torhüterin Gudrun Fandrey und Petra Payka zum Einsatz.
STORMARNER TAGEBLATT vom 25.9.1985
Donnerstag, 27. September 1984
Morgen Schlagerspiel der Oberliga
Die VfL-Damen könnten sich bei einem Sieg etwas absetzen
(gg). Zu einem absoluten Schlagerspiel in der schleswig-holsteinischen Handball-Oberliga der Damen kommt es bereits am Freitag um 20.15 Uhr in der Oldesloer Stormarnhalle, wenn die VfL-Damen die zweite Vertretung des VfL Bad Schwartau zu Gast hat. Beide stehen mit jeweils 6:0 Punkten noch ohne Verlustpunkte auf den ersten beiden Rängen der Tabelle. Lediglich aufgrund des besseren Torverhältnisses führen dabei die Oldesloerinnen die Tabelle an.
Am Freitag jedoch haben sie im Spiel gegen Schwartau II schon die Möglichkeit, gleich für klare Verhältnisse zu sorgen. Mannschaftsführerin Anja Müller, die erst am Spieltag selbst aus dem Urlaub zurückkehrt, wird ihre Mannschaft voraussichtlich allerdings noch nicht unterstützen können, da sie sicherlich noch einiges an Trainingsrückstand aufzuholen hat.
Außerdem hat sich die Mannschaft von Trainer Ulli Meyer spätestens seit dem letzten Spiel gegen FT Neumünster bewährt, bei dem sie ja eindrucksvoll mit 30:13 Toren gewonnen hatten. Sobald sie wieder fit ist, wird Anja Müller aber sicherlich wieder eine große Verstärkung der Oldesloer Oberligadamen sein.
STORMARNER TAGEBLATT vom 27.9.1984
Freitag, 28. September 1984
VfL Oldesloe – VfL Bad Schwartau II 23:14 (10:4)
Die VfL-Damen in prächtiger Form
Nun allein noch ohne Punktverlust
(mth). In einer prächtigen Frühform befindet sich die erste Damenmannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe. Die Truppe von Trainer Ulli Meyer gewann in der Stor-marnhalle auch ihr viertes Spiel in der noch jungen Oberligaserie und führt die Tabelle souverän an. Nach dem 23:14-Erfolg über die zweite Vertretung des VfL Bad Schwartau sind die Oldesloerinnen in ihrer Klasse nun allein noch ohne Punktverlust.
Gegen den Rivalen aus der Marmeladenstadt, der vor der Partie punktgleich mit den Stormarnerinnen an der Tabellenspitze stand, benötigte die Truppe von Trainer Ulli Meyer etwa zehn Minuten, um so richtig in Schwung zu kommen. Das hatte aber nichts damit zu tun, daß der VfL etwa schlecht vorbereitet und aufgewärmt in die Spitzenpartie gegangen wäre. Vielmehr galt es, gegen die mit routinierten Spielerinnen gespickten Schwartauerinnen um kleinste Vorteile zu ringen.
Das Rezept war, es mit einer dichten und aggressiven 6:0-Deckung zu versuchen. Die Oldesloerinnen demonstrierten dieses System – vor allem bis zur Pause – in bei ihnen vermutlich noch nie gesehener Perfektion, und sie brachten die Schwartauerinnen damit zur Verzweiflung.
Zu der Sicherheit in der Deckung, zu der auch Torhüterin Gudrun Fandrey mit hervorragender Form viel beitrug, gesellte sich dann nach und nach – in den ersten zehn Minuten fielen hüben und drüben nur je ein Treffer – auch druckvolles Angriffsspiel bei den Stormarnerinnen. Großen Anteil daran hatte die agile Susanne Pommerening, die von den ersten fünf VfL-Treffern bis zur 18. Minute (Spielstand 5:2) allein vier Treffer markierte.
Aber auch Petra Payka, die die Treffer vier und sechs erzielte, und Andrea Güldenpfennig, die langsam aber sicher zu alter Form zurückfindet, und zunächst vor aller als Anspielerin brillierte, waren in prächtiger Form. Überhaupt gab es kaum Schwächen im Spiel der Oldesloerinnen und so war die Partie bei einem Halbzeitstand von 10:4 eigentlich schon entschieden.
Der Höhepunkt aber stand den gut 200 Zuschauern noch bevor. Zwischen der 38. – es stand inzwischen 12:7 – und der 49. Minute entfachte der VfL einen Sturmwirbel, der alles von der Mannschaft bisher Gesehene in den Schatten stellte. Die Truppe inszenierte tollen Tempohandball, so daß den Schwartauerinnen Hören und Sehen verging. Auf 22:8 wurde in dieser Zeitspanne der Vorsprung ausgebaut. Hätte man so bis zum Schlußpfiff weitergespielt, wären die Gäste um eine Katastrophe nicht herumgekommen.
Aber der VfL ließ es dann für die Schlußphase ruhiger angehen, schaltete mehrere Gänge zurück und ließ auch in der Konzentration etwas nach. So konnten die Schwartauerinnen dann das Endergebnis mit 23:14 noch in für sie erträglichem Rahmen halten.
Mit sieben Treffern war Andrea Güldenpfennig auch in diesem Spiel wieder erfolgreichste Torwerferin. Mit fünf Toren kam ihr Susanne Pommerening am nächsten. Die restlichen Treffer erzielten Antje Schütt, Petra Payka (je 3), Anja Müller (2), Andrea Hasenberg, Katja Schoppenhauer und Susanne Paetz. Außerdem kamen noch Kirstin Timm, Elsbeth Fahrenkrog und als zweite Torhüterin Anke Petersen, die in der 50. Minute die überragende Gudrun Fandrey ablöste, zum Einsatz.
STORMARNER TAGEBLATT vom 2.10.1984
Freitag, 5. Oktober 1984
Die Damen des VfL wollen es auch im Pokal wissen
(mth). Im Pokal sind am Wochenende die erste Damen- und die erste Herrenmannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe im Einsatz. Dabei genießt die Oldesloer Damenmannschaft gegen den Oberligakonkurrenten TuS Lubeck 93 am Sonnabend um 20 Uhr in der Stormarnhalle Heimrecht.
Die Lübeckerinnen machten dem VfL in der letzten Saison in den Punktspielen sehr zu schaffen. In der Hansestadt trotzte die Truppe, in deren Reihen die frühere VfLerin Renate Warnke mitwirkt, dem VfL einen Punkt ab, und in Bad Oldesloe behielt die Mannschaft von Trainer Ulli Meyer nach einer außerordentlich torreichen Begegnung mit 27:26 denkbar knapp die Oberhand.
Im Pokal haben die Oldesloer Damen in den letzten Jahren ja mächtig für Furore gesorgt und waren erst von Bundesligamannschaften zu stoppen. An diese Tradition soll auch in dieser Serie angeknüpft werden. Gegen TuS Lübeck 93 muß Trainer Ulli Meyer auf Susanne Pommerening verzichten, kann dafür aber Wiebke Rickert wieder einsetzen. Wird auch nur annähernd die gute Form vom letzten Freitag erreicht, dürfte einem Weiterkommen des VfL eigentlich nichts im Wege stehen.
STORMARNER TAGEBLATT vom 5.10.1984
Sonnabend, 6. Oktober 1984
VfL Oldesloe – TuS Lübeck 93 19:16 (8:6)
Pokal, 1. Runde auf Landesebene
Die Damen des VfL erreichten die nächste Pokalrunde
(mth). VfL-Trainer Ulli Meyer mußte in dieser Partie neben Susanne Pommerening – ihr Fehlen war angekündigt – auch auf Andrea Güldenpfennig verzichten. Entsprechend schwer kam seine Mannschaft in Gang. Die Lübeckerinnen, die dem VfL schon im letzten Jahr nicht sonderlich lagen, gingen bis zur 9. Minute sogar mit 2:0 in Führung, ehe Susanne Paetz per verwandeltem Siebenmeter – mit einem Strafwurf war zuvor Elsbeth Fahrenkrog gescheitert – den ersten VfL-Treffer anbringen konnte.
Der Bann war damit beim VfL aber nur soweit gebrochen, als daß Tore nun nicht mehr so lange auf sich warten ließen, und auch Rückstände nicht mehr lange hingenommen werden mußten – mit 5:4 ging der VfL in der 19. Minute erstmalig in Führung und gab diese dann nicht mehr ab –, aber spielerisch war doch weiterhin viel Sand im Getriebe.
Nur gelegentlich blitzte die Form vom vorangegangenen Wochenende auf und neben ein paar guten Einzelleistungen, bei denen sich die fünffache Torschützin Petra Payka hervortat, und seltenen gelungenen Spielzügen war eigentlich nur die Abwehrleistung befriedigend.
Dennoch geriet der VfL-Sieg eigentlich nie mehr ernsthaft in Gefahr, sieht man einmal davon ab, daß die Lübeckerinnen beim Spielstand von 12:11 für den VfL in der zweiten Halbzeit noch einmal bedrohlich nahe herankam. Das wurde aber innerhalb von drei Minuten, in denen die VfLerinnen auf 15:11 davonzogen, schnell wieder bereinigt.
Die Tore für den VfL warfen außen Petra Payka noch Andrea Hasenberg, Antje Schütt, Susanne Paetz (je 3), Kirstin Timm, Anja Müller (je 2) und Elsbeth Fahrenkrog. Außerdem kamen noch die Torhüterinnen Gudrun Fandrey und Anke Petersen sowie Wiebke Rickert und Katja Schoppenhauer zum Einsatz.
STORMARNER TAGEBLATT vom 9.10.1984
Freitag, 12. Oktober 1984
Die Damen des VfL Oldesloe müßten vor weiterem Sieg stehen
(mth). … Die Oberliga-Damen erwarten am Sonntag um 14.45 Uhr den MTV Itzehoe. Die Itzehoerinnen sind mit 5:3 Punkten noch zum weiteren Kreis der Verfolger der Truppe von Trainer Ulli Meyer, die ja mit 8:0 Punkten klar die Tabelle anführt, zu zählen.
Dementsprechend werden die Oldesloerinnen ihren Gegner sicherlich nicht auf die leichte Schulter nehmen können, zumal die Leistung am letzten Wochenende im Pokalspiel gegen TuS Lübeck 93 nicht so recht überzeugend war. Gegenüber dem Pokalspiel wird es in der VfL-Mannschaft aber eine wichtige Veränderung geben.
Andrea Güldenpfennig wird wieder mit von der Partie sein, und wie wichtig sie für die Mannschaft ist, hat man gerade da besonders gemerkt, als sie nicht zur Verfügung stand. Auf Susanne Pommerening, die Urlaub macht, muß Ulli Meyer dagegen auch Sonntag noch verzichten, doch auch ohne sie sollte ein doppelter Punktgewinn für den VfL erneut möglich sein.
STORMARNER TAGEBLATT vom 12.10.1984
Sonntag, 14. Oktober 1984
VfL Oldesloe – MTV Itzehoe 23:20 (12:10)
Die VfL-Damen spielten hektisch, gewannen aber trotzdem sicher mit 23:20 gegen MTV Itzehoe
(mth). Der VfL, bei dem Andrea Güldenpfennig wieder mitwirkte, Susanne Pommerening aber weiterhin ersetzt werden mußte, geriet in deser spannenden Partie nie in Rückstand, vermochte sich allerdings auch nie so recht entscheidend vom Gegner abzusetzen, so daß bis zum Schluß auf den Rängen eine leichte Ungewißheit über den Ausgang herrschte.
Allerdings hatte man immer das unbestimmte Gefühl, als könnte die Truppe von Trainer Ulli Meyer noch einen Zahn zulegen, wenn es denn unbedingt erforderlich gewesen wäre. Aber dieser Eindruck mag natürlich täuschen, denn die Hektik, die weite Teile dieser Partie vorherrschte und zahlreiche technische Fehler nach sich zog, wurde keineswegs nur von den Itzehoerinnen ausgelöst. Auch das VfL-Spiel war oft von Unruhe geprägt, und die ist auch im Handball stets ein schlechter Berater.
Ansonsten war die Partie auch ein Wettrennen der Torjägerinnen auf beiden Seiten – hier Güldenpfennig, dort Rimmek –‚ mit der Einschränkung allerdings, daß die Oldesloerin trotz ihrer vielen Treffer in dieser Richtung nie auf Rekordjagd geht, sondern immer betont mannschaftsdienlich spielt. Mit 11:10 behielt schließlich die Itzehoerin in diesem Einzelduell die Oberhand, was vielleicht auch darauf zurückzuführen ist, daß sie sechs (von sieben) Siebenmetern verwandelte, während Andrea „nur“ fünf (von allerdings auch nur fünf) Strafwürfe ins Tor buchtete
Das Spiel aber entschied, wie schon gesagt, der VfL mehr oder weniger sicher für sich, und darauf kam es in der Partie ja schließlich an. Außer Andrea Güldenpfennig waren für den VfL noch Andrea Hasenberg, Anja Müller, Susanne Paetz (je 3), Petra Payka (2), Kirstin Timm und Katja Schoppenhauer als Torschützen erfolgreich.
Zum Einsatz karoen dazu noch Wiebke Rickert, Antje Schütt, Elsbeth Fahrenkrog und die Torhüterinnen Gudrun Fandrey und Anke Petersen, wobei Anke Petersen die wiederum hervorragende Gudrun Fandrey nur bei ein paar Siebenmetern vertrat.
STORMARNER TAGEBLATT vom 16.10.1984
Freitag, 19. Oktober 1984
Die VfL-Damen dürfen auch die junge Truppe des TSV Jörl nicht unterschätzen
(mth). Eine Punktspielpause hatte der Spielplan der schleswig-holsteinischen Damen-Oberliga im Handball für dieses Wochenende eigentlich für den Spitzenreiter VfL Oldesloe vorgesehen. Organisatorische Gründe aber haben es nötig gemacht, für die Truppe von Trainer Ulli Meyer doch ein Spiel – und zwar erneut ein Heimspiel – anzusetzen.
Gegner des VfL ist am Sonnabend um 16.45 Uhr der TSV JörI. Dieses Spiel ist im offiziellen Spielplan erst für die Rückrunde vorgesehen, aber zu dem von der Staffelleitung vorgesehenen Termin hat der VfL die Stormarnhalle nicht zur Verfügung, so daß eine Vorverlegung vorgenommen werden mußte.
Der VfL, der am letzten Wochenende gegen den MTV Itzehoe nicht immer seine Bestform erreichte, dennoch aber sicher gewann und weiterhin ohne jeden Punktverlust in dieser Saison ist, wird gut daran tun, die junge Mannschaft aus der Nähe von Flensburg nicht zu unterschätzen. Die Jörlerinnen liegen mit 6:4 Punkten zur Zeit auf dem vierten Tabellenplatz und verloren am letzten Wochenende gegen die TS Kaltenkirchen, den wohl härtesten Konkurrenten des VfL im Kampf um die Meisterschaft, nur knapp mit 16:19.
VfL-Trainer Ulli Meyer muß auch in diesem Spiel noch auf Kreisläuferin Susanne Pommerening verzichten und wird mit dem gleichen Aufgebot wie am letzten Wochenende antreten. Vorsicht ist für die Oldesloerinnen sicherlich geboten, aber mit voller Konzentration müßte es für die Truppe um Mannschaftsführerin Anja Müller zu einem weiteren Erfolg reichen, denn schließlich will man in das Schlagerspiel gegen Kaltenkirchen, das bald danach ansteht, mit weißer West gehen.
STORMARNER TAGEBLATT vom 19.10.1984
Sonnabend, 20. Oktober 1984
VfL Oldesloe – TSV Jörl 27:19 (13:8)
Die VfL-Damen sind für das Spitzenspiel bei TS Kaltenkirchen bestens gerüstet
(mth). … Die Damenmannschaft des VfL setzte mit einem sicheren 27:19 (13:8)-Erfolg über den TSV Jörl ihre großartige Siegesserie in der schleswig-holsteinischen Oberliga fort und führt mit 12:0 Punkten weiterhin die Tabelle an.
Die Partie in der Oldesloer Stormarnhalle war praktisch schon nach neun Minuten entschieden. Der VfL war vom Anpfiff an topfit und spielte die junge Jörler Truppe mit Tempohandball „an die Wand“. 6:0 führte die Truppe von Coach Ulli Meyer nach neun Minuten und hätte man beim VfL so konzentriert und ehrgeizig weitergespielt, hätte es für den TSV Jörl ein fürchterliches Debakel geben können.
Aber bei den Stormarnerinnen legte man es darauf nicht an. Die Mannschaft ließ danach die Zügel doch erheblich schleifen und so konnte der Gast bis zur 25. Minute auf 7:9 verkürzen. In Gefahr aber geriet der VfL deshalb nie. Die Mannschaft konnte immer, wenn sie der Meinung war, es täte Not, zulegen und baute dann den Vorsprung nach Belieben aus.
Bis zur Halbzeit führten Andrea Güldenpfennig und Co. dann auch wieder sicher mit 13:8. Auch im zweiten Durchgang hatte der VfL das Heft jederzeit fest in der Hand, ohne daß etwa konzentriert durchgespielt worden wäre. Am dichtesten heran kamen die Gäste bei einem Spielstand von 12:15 in der 38. Minute, danach aber wuchs der VfL-Vorsprung bis zum 27:19-Endstand wieder in regelmäßigen Abständen an.
Mit zehn Treffern war Andrea Güldenpfennig auch in dieser Partie wieder herausragende Torwerferin der Oldesloerinnen. Mit Andrea Hasenberg (4), Susanne Paetz, Kirstin Timm (je 3), Elsbeth Fahrenkrog, Anja Müller (je 2), Petra Payka, Antje Schütt und Wiebke Rickert waren aber auch fast alle anderen VfL-Feldspielerinnen erfolgreich. Lediglich Katja Schoppenhauer ging leer aus.
Susanne Pommerening stand der Mannschaft noch nicht zur Verfügung, wird aber zum Spitzenspiel am kommenden Sonntag beim TS Kaltenkirchen (Beginn 16 Uhr), für das der VfL bestens gerüstet scheint, mit von der Partie sein. Im Tor hinterließ Gudrun Fandrey wieder einen soliden Eindruck, ohne dabei so oft glänzen zu können wie in jüngster Vergangenheit.
STORMARNER TAGEBLATT vom 23.10.1984
Freitag, 26. Oktober 1984
In Kaltenkirchen könnte für die VfL-Damen eine Vorentscheidung fallen
(mth). Wiederum nur ein kleines Programm gibt es am Wochenende für die Handballabteilung des VfL Oldesloe. Nur vier Spiele stehen am Sonntag „auf dem Zettel“. die dazu alle noch auswärts ausgetragen werden. Dennoch sehen die Oldesloer Handballfreunde dem Wochenende mit besonderer Spannung entgegen, denn in der Damen-Oberliga Schleswig-Holstein steigt ein absolutes Schlagerspiel, in dem schon so etwas wie eine kleine Vorentscheidung fallen könnte.
Die VfL-Damenmannschaft, die mit 12:0 Punkten die Tabelle nach sechs Spielen anführt, muß am Sonntag um 16 Uhr bei TS Kaltenkirchen antreten. Die Kaltenkirchenerinnen, die in der letzten Saison aus der Regionalliga abgestiegen sind und mit aller Macht dorthin zurück wollen, liegen einen Punkt hinter den Oldesloerinnen zurück.
Es gehört sicherlich nicht viel Mut dazu, um vorherzusagen, daß die beiden Mannschaften, die am Sonntag in Kaltenkirchen aufeinandertreffen, den Meistertitel in der Oberliga unter sich ausmachen werden. Die zweite Mannschaft des VfL Bad Schwartau, die zur Zeit zwei Minuspunkte hat, darf zwar noch nicht ganz aus den Rechnungen gestrichen werden, aber Augenzeugen, die den Klassenunterschied vor wenigen Wochen in der Oldesloer Stormarnhalle zwischen dem VfL und den Schwartauerinnen sahen, können nicht glauben, daß sie im Kampf um Meisterschaft und Aufstieg bis zum Saisonende ein ernsthafter Rivale der Oldesloer bleibt.
Anders dagegen die Turnerschaft aus Kaltenkirchen, die sich zum Saisonbeginn zwar einen kleinen Ausrutscher gegen den TSV Breiholz leistete, die dann aber ihre Spiele ähnlich souverän wie der VfL gewann. Stützen können sich die Kaltenkirchenerinnen dabei auf die Erfahrung und Wurfkraft ihrer Spielmacherin Gudella. Auf sie wird der VfL am Sonntag sein besonderes Augenmerk legen müssen. Gelingt es der Truppe von Trainer Ulli Meyer, ihre Kreise einzuengen, müßte die „halbe Miete“ schon eingefahren sein.
Natürlich darf man auch die anderen Spielerinnen der KaI-tenkirchener nicht außer acht lassen und natürlich wird auch viel von der eigenen Form der Oldesloer Mannschaft abhängen. In den bisherigen Spielen in dieser Saison hat der VfL in fast allen Spielen, die er ja durchweg sicher gewann, hervorragende Phasen gehabt, in denen eine Steigerung vor allem des Spielverständnisses untereinander gegenüber den Vorjahren unverkennbar war. Aber es hat ebenso regelmäßig auch schwächere Spielabschnitte gegeben. Die waren oft natürlich darauf zurückzuführen, daß die Mannschaft schon haushoch führte, dadurch in der Konzentration nachließ und zu Experimenten und Nachlässigkeiten neigte.
Ob aber die Mannschaft ein Spiel auch ohne solche Phasen abliefern kann, wird sie in Kaltenkirchen zeigen müssen. Konzentration wird von der Mannschaft über die ganze Spielzeit gefordert werden und zu Hektik darf sie sich bei aller Angespanntheit und allem Ehrgeiz nicht provozieren lassen.
Personell hat Trainer Ulli Meyer für das Spitzenspiel keinerlei Probleme. Auch Susanne Pommerening steht in Kalten-kirchen der Mannschaft wieder zur Verfügung und wird sie sicherlich noch stärken. Stormarns Handballfreunde drücken dem Team jedenfalls fest die Daumen. denn nachdem man in den letzten beiden Jahren ja jeweils knapp an einer Mannschaft scheiterte und mit dem Vize-Landesmeistertitel vorlieb nehmen mußte, soll es nun im dritten Anlauf mit Meisterschaft und Regionalligaaufstieg endlich klappen.
STORMARNER TAGEBLATT vom 26.10.1984
Sonntag, 28. Oktober 1984
Kaltenkirchener TS – VfL Oldesloe 20:18 (11:11)
Die VfL-Damen hatten einen tollen Start, führten noch fünf Minuten vor dem Abpfiff, verloren aber in Kaltenkirchen
(mth). Für die Damen-Handballmannschaft des VfL Oldesloe wird es auch in diesem Jahr in der schleswig-holsteinischen Oberliga wieder eng werden bei der Vergabe des Meistertitels und genau dieses Ziel hat sich die Mannschaft von Trainer Ulli Meyer nach zwei Vizemeisterschaften hintereinander ja gesetzt. Im Schlagerspiel der Klasse verloren die Oldesloerinnen nach einem aufregenden Kampf bei TS Kaltenkirchen mit 18:20 (11:11)und damit ging auch die Tabellenführung an die Kaltenkirchenerinnen „flöten“.
Noch haben es die Oldesloerinnen zwar in der Hand, auch ohne Schützenhilfe anderer Mannschaften und aus eigener Kraft den Titel zu holen, aber dafür dürfen sie sich nun keinerlei Ausrutscher mehr erlauben und sie müssen selbstverständlich das Rückspiel gegen Kaltenkirchen in Oldesloe gewinnen.
Ob die Mannschaft diesen Druck, der nun ohne Zweifel auf ihr lastet, die ganze Saison über aushält, bleibt abzuwarten, aber so sehr man nach der – vermeidbaren – Niederlage im Lager des VfL auch enttäuscht war, die Flinte hat man deswegen noch lange nicht ins Korn geworfen.
Für den VfL begann das Spitzenspiel mit einem Bilderbuch-start. Nach nur neun Minuten führten die Oldesloerinnen sensationell deutlich mit 5:1 und eigentlich sprach nun alles für einen Sieg der Stormarnerinnen. Nicht nur die fünf Tore und Susanne Paetz (2), Andrea Hasenberg, Andrea Gül-denpfennig und Petra Payka stimmten dabei die VfL-Fans, die unter den gut 200 Zuschauern zahlreich vertreten waren, zuversichtlich, die Oldesloer Deckung arbeitete auch einwandfrei, und Gudrun Fandrey, die beim Stande vom 4:1 sogar einen Siebenmeter von Rosemarie Gudella – einer wirklich wurfgewaltigen Spielerin, parierte, war in prächtiger Form.
Die Zuversicht dauerte im Lager der Oldesloer noch gut zwölf, 13 Minuten an, denn der Vorsprung von vier Treffern konnte, auch wenn Tore nun nicht mehr ganz so flott fielen, bis zum Stand von 10:6 gehalten werden. Der erste Bruchpunkt war dann der Ausfall durch Verletzung von Petra Payka. Die quirlige Außenstürmerin, die bis dahin schon zwei blitzsaubere Treffer erzielt hatte, konnte bis zum Schluß nicht gleichwertig ersetzt werden. Petra Payka zog sich eine Knöchelverletzung (mutmaßlich ein Bänderschaden) zu und wird ihre Truppe voraussichtlich längere Zeit nicht zur Verfügung stehen.
Die Gastgeberinnen holten nun Tor um Tor auf, während die Oldesloerinnen viele Ballverluste zu beklagen hatten, weil sie ihre Angriffe einfach zu schnell und unüberlegt abschossen. Antje Schütt, die den Treffer zum 10:6 besorgt hatte, tat sich dabei besonders hervor, aber auch Mannschaftsführerin Anja Müller warf schlecht und überhastet aus der zweiten Reihe.
Zu allem Unglück konnte beim Stande von 10:9 Andrea Güldenpfennig einen Siebenmeter nicht verwandeln – ihr Heber ging auf's statt ins Tor – und prompt kam Kaltenkirchen erstmals beim 10:10 zum Ausgleich. Rosemarie Gudella hatte sich inzwischen warm geschossen und schon fünf Tore auf ihrem Konto, so daß sich Trainer Ulli Meyer entschloß, sie durch Andrea Güldenpfennig kurz decken zu lassen.
Diese Maßnahme erfüllte insofern ihren Zweck, als die Torjägerin von da an bis zum Schlußpfiff nur noch einen Feldtreffer (dazu kamen noch zwei verwandelte Siebenmeter) erzielte, aber das Spiel ging für den VfL dennoch verloren. Das hatte besonders viel mit dem Wurfpech von Andrea Güldenpfennig (vorher drei Tore) zu tun. Sie traf von nun an überhaupt nicht mehr ins Tor, aber noch sechsmal an Pfosten oder Querlatte des Tores.
Ihr Pech führte zunächst dazu, daß der Gastgeber kurz nach der Pause mit 13:11 erstmalig sogar in Führung gehen konnte. Aber mit vier Toren in Folge (Katja Schoppenhauer, Antje Schütt, Kirstin Timm und Andrea Hasenberg) konnte der VfL noch einmal kontern, und bis fünf Minuten vor Spielschluß sah es für die Oldesloerinnen bei einem Stand von 18:16 – weitere Tore von Andrea Hasenberg, Katja Schoppenhauer und Anja Müller waren zu registrieren – wieder positiv aus, auch wenn Kirstin Timm beim Stande von 15:14 das Pech gehabt hatte, einen Siebenmeter In der Wiederholung nicht verwandeln zu können.
Fünf Minuten vor dem Abpfiff kam dann ein letzter Dollpunkt. Susanne Paetz bekam eine Zwei-Minuten-Strafe aufgebrummt und der verwandelte Siebenmeter, den es für das gleiche Foul auch noch gab, leitete den Schlußspurt der KaItenkirchenerinnen ein. Und dem hielt der VfL nervlich nicht stand. Rosemarie Gudella konnte von Andrea Güldenpfennig zwar weiter gut abgeschirmt werden, aber ansonsten taten sich in der VfL-Deckung nun plötzlich riesige Lücke auf, die noch zu drei weiteren KT-Treffern führten, ohne daß der VfL etwas entgegensetzen konnte.
STORMARNER TAGEBLATT vom 30.10.1984
Freitag, 2. November 1984
Die VfL-Damen wollen auch den Pokalwettbewerb voll ausschöpfen
(mth). … Die Damen-Oberligamannschaft des VfL Oldesloe hat eine Woche nach der bitteren Niederlage beim Meisterschaftsrivalen TS Kaltenkirchen kein Punktspiel zu bestreiten, sondern trifft am Sonntag um 14:45 Uhr in der Stormarnhalle in der zweiten Runde des DHB-Pokalwettbewerbs auf den Oberligakonkurrenten TSV Neustadt.
In Pokalspielen hat die Oldesloer Mannschaft in den letzten Jahren ja immer für besonders viel Aufsehen sorgen können. In den beiden letzten Jahren scheiterte die Truppe von Trainer Ulli Meyer ja jeweils erst an Bundesligisten, wobei sie vor zwei Jahren sogar das Kunststück fertig gebracht hatte, zunächst einen Bundesligisten – SC Union Hamburg – auszuschalten.
Auch in dieser Saison, in der man es nun auch in der Meisterschaft endlich wissen will – an dem Saisonziel „Meisterschaft“ hält die Mannschaft trotz des Rückschlags in Kaltenkirchen unbeirrt fest –, will man die Pokalspiele nicht vernachlässigen. Die Truppe ist nach einer Aussprache untereinander bereit, den „Tanz auf zwei Hochzeiten“ zu wagen.
Der Gegner am Sonntag, der TSV Neustadt, gehörte in der letzten Saison lange zur Oberligaspitzengruppe und auch der VfL tat sich gegen ihn nicht leicht. In diesem Jahr allerdings haben die Neustädterinnen offensichtlich an Leistungsstärke etwas eingebüßt, obwohl sie sich nach schlechtem Saisonstart inzwischen wieder ins Mittelfeld vorgearbeitet haben.
Hat die Niederlage in Kaltenkirchen bei der Mannschaft, was Moral und Kampfbereitschaft angeht, keine negativen Folgen hinterlassen, so trauen wir ihr ein Weiterkommen im Pokal unbedingt zu.
Nicht mit von der Partie ist am Sonntag Außenspielerin Petra Payka. Sie zog sich beim Spiel in Kaltenkirchen einen Bänderanriß am Knöchel zu und wird der Mannschaft für längere Zeit nicht zur Verfügung stehen. Wieder mit dabei aber wird Wiebke „Zwiebel“ Rickert sein.
STORMARNER TAGEBLATT vom 2.11.1984
Sonntag, 4. November 1984
VfL Oldesloe – TSV Neustadt 28:24 (17:9)
Die VfL-Damen im Pokal weiter
(mth). … Die Oldesloer Damen erreichten mit einem sicheren 28:24-Erfolg über den TSV Neustadt die dritte Runde des Pokalwettbewerbs auf Landesebene. Dort treffen sie am ersten Dezember-Wochenende auf den TSV Munkbrarup.
Die Gäste aus Neustadt konnten lediglich in den ersten Minuten dem VfL Paroli bieten. Elsbeth Fahrenkrog zeigte sich in einer glänzenden Spiellaune und erzielte bis zum 11:5 allein fünf Tore. Vor etwa 200 Zuschauern gelangen den VfLerinnen viele traumhafte Spielzüge, die Fans waren begeistert. Susanne Pommerening und Katja Schoppenhauer konnten es sich sogar leisten, je einen Siebenmeter zu verwerfen.
Zur Pause führten die Gastgeber schon haushoch mit 17:9. Als Trainer Ulli Meyer beim Stande von 19:10 sogar Torhüterin Gudrun Fandrey zum Siebenmeterwerfen beorderte, stieg die Stimmung in der Stormarnhalle auf den Höhepunkt. Bis zum 22:13 marschierten die VfL-Damen unaufhaltsam weiter.
Dann ließ die Konzentration merklich nach, es wurde in der VfL-Deckung experimentiert. Neustadt kam bedrohlich nahe bis auf 22:24 heran. Es wurde noch einmal sehr spannend. Aber in den letzten Minuten machten Andrea Güldenpfennig und Andrea Hasenberg noch einmal ernst und warfen die letzten Tore zum sicheren 28:24.
Es spielten: Gudrun Fandre'y (im Tor 1), Susanne Paetz (1), Andrea Hasenberg (6), Wiebke Rickert (1), Andrea Güldenpfennig (5), Elsbeth Fahrenkrog (5), Anja Müller (2), Katja Schoppenhauer, Antje Schütt (3) und Susanne Pommerening (4).
STORMARNER TAGEBLATT vom 6.11.1984
Freitag, 9. November 1984
(mth). … Die Oberligamannschaften der Damen und der weiblichen A-Jugend pausiert am Wochenende wegen Sichtungslehrgängen und Landesauswahlspielen, an denen auch VfL-Spielerinnen beteiligt sind. Zu dem Sichtungslehrgang der weiblichen A-Jugend in Eckernförde sind vom VfL Stefanie Bernecker und Dörte Knickrehm eingeladen worden, und am Juniorenturnier für Auswahlmannschaften der vier norddeutschen Verbände an diesem Wochenende in Lüneburg sind mit Kirstin Timm und Susanne Pommerening ebenfalls zwei VfL-Spielerinnen beteiligt.
Ein ursprünglich für dieses Wochenende geplantes Freundschaftsspiel der Damen-Oberligamannschaft gegen die Bundesligavertretung von Holstein Kiel ist wegen fehlender Hallenzeiten zu günstigen Terminen wieder abgesagt worden.
STORMARNER TAGEBLATT vom 9.11.1984
Freitag, 16. November 1984
Am Sonntag ist in der Stormarnhalle wieder ein „Großkampftag“ angesagt
(mth). Nachdem es in den letzten Wochen durchweg nur „kleine Programme“ für die Handballmannschaften des VfL Oldesloe gegeben hatte, steigt am Sonntag in der Stormarnhalle nach längerer Zeit mal wieder ein Großkampftag. Von morgens um 9 Uhr bis in den frühen Abend hinein geht es Schlag auf Schlag. …
Um 14.45 Uhr trifft die Damenmannschaft des VfL auf den TuS Lübeck 93. Nach der Niederlage vor drei Wochen in Kaltenkirchen steht die Marschroute für den VfL fest. Niederlagen oder auch nur Punktverluste darf sich die Truppe von Trainer Ulli Meyer nicht mehr erlauben, wenn die angestrebte Meisterschaft nicht aus dem Auge verloren werden soll.
Entsprechend ehrgeizig soll auch die Partie gegen die Lübeckerinnen angegangen werden. Findet der VfL gegen die Lübeckerinnen, in deren Reihen die frühere VfLerin Renate Warncke mitwirkt und die im unteren Tabellendrittel der Oberligatabelle angesiedelt sind, zu seiner Normalform, sollte ein Sieg kein allzu großes Problem sein. Bis auf Petra Payka, die mit ihrer Bänderverletzung noch geraume Zeit ausfallen wird, hat Trainer Ulli Meyer für das Spiel alle Stammspielerinnen zur Verfügung.
STORMARNER TAGEBLATT vom 16.11.1984
Sonntag, 18. November 1984
VfL Oldesloe – TuS Lübeck 93 18:13 (9:9)
Die VfL-Damen waren nicht in Hochform, aber es reichte auch so zum 18:13-Sieg
(mth). So deutlich, wie es das Ergebnis ausdrückt, beherrschte der VfL die Lübeckerinnen nun wirklich nicht. Nach gutem Beginn – nach zwölf Minuten führte der VfL mit 5:1 – ließen die Oldesloerinnen schnell die Zügel schleifen, so daß die Lübecker Mannschaft, bei der die frühere VfL-Spielerin Renate Warncke inzwischen zur Mannschaftsführung avanciert ist, nicht nur aufkommen, sondern drei Minuten vor der Halbzeit sogar mit 9:8 in Führung gehen konnte.
So sehr kam der VfL in der zweiten Spielhälfte zwar nicht mehr – ergebnismäßig – in Bedrängnis, aber seine liebe Müh' und Not hatte er bis zur 45. Minute (11:10) doch. Erst dann konnte er sich entscheidend absetzen. Die Tore für den VfL erzielten Andrea Hasenberg (5), Kirstin Timm (4), Andrea Güldenpfennig (3), Antje Schütt, Wiebke Rickert (je 2), Susanne Pommerening und Anja Müller. Außerdem kamen noch Elsbeth Fahrenkrog, Katja Schoppenhauer und Torhüterin Gudrun Fandrey zum Einsatz.
STORMARNER TAGEBLATT vom 20.11.1984
Dienstag, 20. November 1984
(mth). Vorschau. Zwei Oldesloer Mannschaften müssen auch morgen (Bußtag) zu Punktspielen antreten. … Die Oberliga-Damen treten um 15.30 Uhr beim TSV Jörl an. Die Truppe von Trainer Ulli Meyer wird dort konzentriert auftreten müssen, sonst könnte es leicht einen Ausrutscher geben und einen Punktverlust kann man sich ja nicht mehr leisten, wenn man Spitzenreiter TS Kaltenkirchen weiter auf den Fersen bleiben will.
STORMARNER TAGEBLATT vom 20.11.1984
Mittwoch, 21. November 1984
TSV Jörl – VfL Oldesloe 19:21 (8:12)
Nach dramatischem Spiel
Wichtiger Sieg für Damen der VfL-Handballabteilung
(mth). Es fing gut an für die VfL-Damen, Andrea Güldenpfennig warf nach einem Freiwurf das 1:0. Doch dann erzielte der Gastgeber drei Tore in Folge. Den Ausgleich besorgte Kirstin Timm mit zwei verwandelten Siebenmetern. Trainer Ulli Meyer beorderte sie gleich sechsmal in der ersten Halbzeit zur Vollstreckung. Kirstin verwandelte alle Strafwürfe sehr sicher.
Beim Stand von 7:5 konnte Torhüterin Gudrun Fandrey einen Siebenmeter halten. Sie hatte aber sonst einige Probleme mit Würfen von der Außenposition und vor allem in der zweiten Spielhälfte mit Rückraumwürfen. Nach dem Seitenwechsel (12:8) kamen die VfL-Damen richtig in Schwung. Kirstin Timm, Andrea Güldenpfennig und Antje Schütt (2) erhöhten mit Tempogegenstößen innerhalb weniger Minuten auf 16:9.
Doch dann riß der Faden plötzlich. Jörl verkürzte af 12:16, Antje Schütt erzielte ein Freiwurftor zum 17:12. Als Kirstin Timm eine Zwei-Minuten-Strafe absitzen mußte, warf Jörl drei weitere Treffer zum 15:17.
Es folgte eine dramatische Schlußphase. Nach Andrea Güldenpfennigs Siebenmeter zum 18:15 kam Jörl bis auf 17:18 heran. Die Zuschauer waren nun aus dem Häuschen und witterten eine Sensation. Doch Andrea Güldenpfennig warf ein Rückraumtor und schloß einen Tempoangriff zum 20:17 ab. Die Vorentscheidung fiel, als Torhüterin Gudrun Fandrey einen Siebenmeter mit einem tollen Reflex halten konnte. Im Gegenzug staubte Andrea Güldenpfennig ein zu kurzes Abspiel der Jörler Torhüterin zum 21:17 ah. Damit war das Spiel für den VfL gelaufen. In der Schlußphase erhielt Andrea Hasenberg noch eine Zeitstrafe, so konnte Jörl noch das Resultat auf 21:19 verbessern.
Es spielten: Gudrun Fandrey (im Tor), Andrea Güldenpfennig (8/1 Tore), Wiebke Rickert (2), Kirstin Timm (7/6), Antje Schütt (3), Elsbeth Fahrenkrog (1), Katja Schoppenhauer, Susanne Paetz, Andrea Hasenberg und Anja Müller.
STORMARNER TAGEBLATT vom 22.11.1984
Freitag, 23. November 1984
(mth). … Die VfL-Damen nutzen das punktspielfreie Wochenende zu einem Besuch in Berlin. Sie sind dort Gast der Sportfreunde Neukölln. Sportlich allerdings messen sie sich am Sonnabend um 19.30 Uhr mit dem Bundesligisten (Bundesliga Süd) VfL Humboldt, gegen den sie ja in der letzten Saison im Pokal erfolgreich bestanden.
STORMARNER TAGEBLATT vom 23.11.1984
Sonnabend, 24. November 1984
SV Humboldt Berlin – VfL Oldesloe 12:17 (8:8)
(mth). … Für einen Lichtblick – wenn auch nicht in einem Punktspiel – sorgte die Damenvertretung. Sie weilte zu einem Freundschaftsbesuch in Berlin und gewann ein Freundschaftsspiel gegen den VfL Humboldt Berlin (Bundesliga Gruppe Süd) mit 17:12 (8:8). Gegen den gleichen Gegner hatte die Truppe von Trainer Ulli Meyer im Frühjahr ja im Pokalwettbewerb auf Bundesebene gewonnen, jetzt gelang der beachtliche Sieg sogar ohne die stärkste Besetzung, denn in Berlin fehlte auch Andrea Güldenpfennig neben anderen wichtigen Spielerinnen.
STORMARNER TAGEBLATT vom 28.11.1984
Freitag, 30. November 1984
(mth). … Die Oldesloer Damenmannschaft tritt in der dritten Pokalrunde auf Landesebene am Sonntag um 19.15 Uhr beim TSV Munkbrarup an. Der Gastgeber ist zur Zeit Tabellenführer in der Bezirksliga Nord und wird dem VfL sicher einiges abverlangen, aber spielt die Truppe von Trainer Ulli Meyer konzentriert auf, sollte sie die erste Runde auf Regionalebene (22./23. Dezember!) erreichen können. Letzte schleswig-holsteinische Oberligamannschaft im Wettbewerb ist, sie schon jetzt.
Das ursprünglich für dieses Wochenende vorgesehene Punktspiel gegen den TSV Breiholz ist auf den kommenden Freitag (20.30 Uhr) verschoben worden.
STORMARNER TAGEBLATT vom 30.11.1984
Sonntag, 2. Dezember 1984
TSV Munkbrarup – VfL Oldesloe 12:15 (6:7)
15:12 gegen Munkbrarup
VfL-Damen jetzt auf Regionalebene
(st). Auch die dritte Pokalrunde auf Landesebene konnten die VfL-Damen ungeschlagen überstehen. Sie hatten allerdings große Schwierigkeiten beim Tabellenführer der Bezirksliga Nord.
In den ersten zehn Minuten verwarf der Gastgeber allein drei Siebenmeter und eine Reihe klarer Torgelegenheiten. So lag der VfL lediglich mit 0:2 hinten. Kirstin Timm erzielte per Siebenmeter das 1:2, konnte aber anschließend einen Strafwurf nicht verwandeln. Andrea Hasenberg und Antje Schütt mußen auf die Strafbank. Munkbrarup nutzte den Vorteil und erhöhte auf 5:3.
Mit einem energischen Zwischenspurt erreichten die VfL-Damen zur Pause einen knappen 7:6-Vorsprung. Nach dem Wechsel bekam Susanne Paetz eine Zwei-Minuten-Strafe. Munkbrarup warf den Ausgleich. Drei Tore in Folge, zweimal per Strafwurf Andrea Güldenpfennig und Antje Schütt, brachten das 10:7 für den VfL. Aber die Flensburgerinnen konnten wieder ausgleichen zum 10:10.
Die 60 zahlenden Zuschauer waren aus dem Häuschen. Doch gerade Rückraumspielerin Antje Schütt wurde immer stärker. Nach Güldenpfennig und Hasenberg (12:10) erzielte sie die Treffer 13., 14 und zum 15:12.
Die erste Pokalrunde auf Regionalebene wird am 22./23. Dezember 1984 ausgetragen. Eine unglückliche Terminplanung des DHB, während der Ferien und nur einen Tag vor Heiligabend noch Handballspiele anzusetzen. Trainer Ulli Meyer mußte in Flensburg auf die verletzten Spielerinnen Susanne Pommerening, Petra Payka und Anja Müller verzichten. Im Tor spielte Gudrun Fandrey, im Feld: Suanne Paetz (1/1), Katja Schoppenhauer, Antje Schütt (4), Andrea Güldenpfennig (5/2), Wiebke Rickert (1), Kirstin Timm (2/1), Elsbeth Fahrenkrog und Andrea Hasenberg (2).
STORMARNER TAGEBLATT vom 4.12.1984
Freitag, 7. Dezember 1984
Die VfL-Damen müssen sich auch vor Breiholz vorsehen
(mth). Nur ein kleines Programm gibt es am Wochenende für die Mannschaften der Handballabteilung des VfL Oldesloe. Angesetzt sind nur fünf Spiele, von denen nur das Spiel der VfL-Damen gegen den SV Breiholz vor eigenem Publikum (in der Stormarnhalle) stattfindet.
Dieses Spiel der schleswig-holsteinischen Oberliga hatte eigentlich schon am letzten Wochenende stattfinden sollen, war, wegen der Pokalverpflichtungen. der Oldesloerinnen in Munkbrarup aber auf den heutigen Freitag verschoben worden. VfL-Trainer Ulli Meyer muß in dieser Partie neben der noch immer verletzten Petra Payka auch auf Antje Schütt (Urlaub) verzichten, ist für das Spiel, das um 20.30 Uhr beginnt, aber dennoch klar favorisiert.
Allerdings darf die Mannschaft, die sich ja keinen Ausrutscher erlauben darf, wenn sie Spitzenreiter TS Kaltenkirchen nicht aus den Augen verlieren will, die Breiholzerinnen nicht unterschätzen. Vor zwei Jahren ging das gegen die Damen aus der Nähe von Rendsburg nämlich schon einmal schief, als man mit 6:12 die höchste Niederlage seiner Oberligazugehörigkeit kassierte.
STORMARNER TAGEBLATT vom 7.12.1984
Freitag, 7. Dezember 1984
VfL Oldesloe – TSV Breiholz 25:15 (10:6)
In dieser Form und mit dieser Einstellung könnten die VfL-Damen wieder zu kurz kommen
(mth). Die Damen-Oberligamannschaft des VfL Oldesloe konnte mit einem sicheren 25:15 (10:6)-Erfolg über den TSV Breiholz Anschluß an Spitzenreiter TS Kaltenkirchen halten, der seinerseits das Spitzenspiel gegen den Tabellendritten, MTV Heide, mit 14:10 für sich entschied. Der Kampf um den Meistertitel in der schleswig-holsteinischen Damen-Oberliga dürfte damit endgültig, auf ein Duell Kaltenkirchen/Oldesloe reduziert sein.
Die Chancen für den VfL sind dabei im Moment nicht übermäßig groß einzuschätzen. Die Truppe von Trainer Ulli Meyer befindet sich nämlich ganz offensichtlich in einer Formkrise. Schon beim Pokalsieg in Munkbrarup (15:12) war die Mannschaft bei weitem nicht in Bestform, und auch gegen den TSV Breiholz war trotz des deutlichen Erfolges wahrlich nicht alles Gold, was glänzte.
Der Mannschaft unterliefen unglaublich viele technische Fehler, im Angriff gab es nur wenige zusammenhängende Aktionen, und auch die Deckung stand phasenweise alles andere als sicher. Noch bedenklicher aber mußte den Betrachter die offensichtliche Lustlosigkeit stimmen, mit der einige der VfL-Spielerinnen die Begegnung absolvierten. Insbesondere fiel dies bei Andrea Güldenpfennig auf, die mehr gelangweilt als engagiert ihr Pensum abspulte.
Nun fiel dieses gegen den TSV Breiholz nicht so sehr in die Waagschale. Der VfL führte in Windeseile 3:0 und 6:1 und geriet nie ernsthaft in Gefahr. Schließlich wurde der Sieg mit 25:15 ja auch sicher nach Hause gebracht. Gegen stärkere Gegner aber wird der VfL mit solchen Leistungen und solcher Einstellung nicht bestehen können.
Nicht nur gegen Kaltenkirchen – das Rückspiel steht erst Ende Februar an – könnte es für den VfL dann schiefgehen, auch andere Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte könnten dann leicht zum Stolperstein für die Truppe von Trainer Ulli Meyer werden.
Und Ausrutscher darf sich der VfL, wie ein Blick auf die Tabelle klar macht, ja nicht leisten, will er weiter seine Meisterschaftschance behalten. Nun wissen wir, daß die Mannschaft und insbesondere Andrea Güldenpfennig weit mehr können, als sie gegen Breiholz zeigten. Aber darauf sollte man sich schleunigst besinnen, denn Bestform und Höchstleistung, wie sie spätestens im Januar für die Mannschaft vonnöten sein werden, lassen sich nicht einfach per Knopfdruck abrufen, sondern müssen kontinuierlich erarbeitet werden. Im Spiel gegen Breiholz waren sämtliche VfL-Spielerinnen an der Torausbeute beteiligt. Mit sechs Treffern war dabei Susanne Pommerening am erfolgreichsten. Auf je vier Tore brachten es Andrea Güldenpfenig und Elsbeth Fahrenkrog. Anja Müller, Kirstin Timm, Wiebke Rickert, Andrea Hasenberg und Katja Schoppenhauer erzielten jeweils zwei Treffer und mit einem in der Schlußsekunde verwandelten Siebenmeter trug sich schließlich auch noch Susanne Paetz in die Torschützenliste ein.
Im Tor agierte mit gewohnter Sicherheit, allerdings auch mit ein paar unglücklichen Aktionen, Gudrun Fandrey. Auf Petra Payka (verletzt) und Antje Schütt (Urlaub) hatte Coach Ulli Meyer für diese Partie verzichten müssen.
STORMARNER TAGEBLATT vom 11.12.1984
Freitag, 14. Dezember 1984
(mth). … Am Sonntagnachmittag um 16.30 Uhr erwartet die VfL-Damenmannschaft den TSV Kremperheide. Nach Tabellenstand und Papierform dürfte auch in diesem Spiel für die Oldesloer Damen eigentlich nichts schiefgehen, aber die Mannschaft muß sicherlich mehr Konzentration als beim Sieg am letzten Wochenende gegen den TSV Breiholz an den Tag legen, wenn eine Überraschung, die sich die Mannschaft nicht leisten kann, wenn sie im Kampf um die Meisterschaft weiterhin dabei sein will, ausgeschlossen werden soll.
STORMARNER TAGEBLATT vom 14.12.1984
Sonntag, 16. Dezember 1984
VfL Oldesloe – TSV Kremperheide 24:19 (10:8)
Die VfL-Damen haben in der Oberliga jetzt wieder alle Trümpfe in der Hand
(mth). Für die Damen-Handballmannschaft des VfL Oldesloe brachte der letzte Oberliga-Punktspieltag des Jahres eine freudige Überraschung. Die von Trainer Ulli Meyer selbst tat sich beim 24:19 (10:8)-Erfolg über den TSV Kremperheide zwar recht schwer und machte deutlich, daß sie noch immer nicht wieder in Bestform ist, aber da zur gleichen Zeit Spitzenreiter TS Kaltenkirchen sensationell bei Schlußlicht TS Lübeck – zuvor noch ohne einen Punktgewinn – mit 16:17 unterlag, sind die Oldesloerinnen nach Minuspunkten nun wieder beste Mannschaft der Klasse. Da Kaltenkirchen zum Rückspiel im Februar auch noch nach Oldesloe muß, hat der VfL nun wirklich wieder alle Trümpfe in der Hand.
Der VfL ging in dieser Partie schnell durch zwei Treffer von Andrea Hasenberg mit 2:0 in Führung, schaffte es aber nie, sich ganz von dem Gegner abzusetzen. Mehrfach hatte es zwar den Anschein als könnte dieses doch gelingen (7:3, 9:6), doch viele technische Fehler und unnötige Ballverluste erlaubten es der keineswegs starken Kremperheider Mannschaft, immer wieder aufzuschließen. So stand die Partie selbst vier Minuten vor Schluß bei einem Stand von 20:18 noch auf des Messers Schneide, denn für Elsbeth Fahrenkrog und Susanne Paetz gab es anschließend noch Zwei-Minuten-Zeitstrafen, aber der VfL drehte dann doch noch einmal auf und warf noch einen 24:19-Erfolg heraus, der in seiner Deutlichkeit verbirgt, wie viel Mühe man mit diesen beiden Punkten hatte.
Die Tore für den VfL, der auf Petra Payka und Susanne Pommerening verzichten mußte, erzielten Kirstin Timm, Susanne Paetz (je 5), Wiebke Rickert (4), Andrea Güldenpfennig, Andrea Hasenberg (je 3), Anja Müller (2), Katja Schoppenhauer und Elsbeth Fahrenkrog. Außerdem kam im Feld noch Kerstin Hennig zum Einsatz. Das Tor wurde, wie immer zuverlässig, von Gudrun Fandrey gehütet.
STORMARNER TAGEBLATT vom 18.12.1984
Freitag, 21. Dezember 1984
Schlagerspiel zum Jahresabschluß
Die VfL-Handballdamen rechnen sich auch gegen VfL Bad Schwartau etwas aus
(mth). Mit einem ausgesprochenen Leckerbissen verabschiedet sich am Sonnabend um 20 Uhr in der Stormarnhalle die Damen-Oberligamannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe für das Jahr 1984 von ihren Fans. In der ersten Runde des DHB-Pokalwettbewerbs auf Regionalebene trifft die Truppe von Trainer Ulli Meyer auf die Regionalligamannschaft des VfL Bad Schwartau.
Diese Partie ist zweifellos von besonderem Reiz. In der Punktrunde hat sich die Oldesloer Mannschaft ja bekanntlich mit der zweiten Schwartauer Vertretung auseinanderzusetzen. Diese spielte in der Oberliga zu Saisonbeginn eine hervorragende Rolle. Als sie Ende September in der Stormarnhalle aufkreuzte, war es das Spitzenspiel der Klasse, denn damals trafen die zu diesem Zeitpunkt einzig verlustpunktfreien Mannschaften aufeinander.
Die Oldesloerinnen zeigten dabei ihre bislang wohl beste Saisonleistung und gewannen mit 23:14. Seither allerdings hat sich die Truppe um Mannschaftsführerin Anja Müller nicht mehr steigern können, sondern ist im Gegenteil in ihren Leistungen ein wenig abgefallen. Dennoch hat sie seit dem letzten Wochenende in der Oberliga ja wieder alle Trümpfe in der Hand, und sicherlich wird sich der Auftrieb, den die Mannschaft durch die günstigen Oberligaergebnisse bekommen hat, auch für das morgige Pokalspiel positiv auswirken.
Zumal der VfL ja in den letzten Jahren eine ausgesprochene Pokalmannschaft war, die sich gerade in Spielen gegen klassenhöhere Mannschaften stets zu steigern wußte. Erst Bundesligisten waren in den beiden letzten Jahren ja Endstation für die Truppe von Trainer Ulli Meyer und Regionalligisten ließ man in Pokalwettbewerben gleich serienmäßig aussteigen.
Die vielen Erfolge sind für die VfL-Damen aber nicht nur Ansporn, sondern in gewisser Beziehung auch Belastung. Die Mannschaft weiß, daß gerade viele ihrer treuesten Anhänger nun Erfolge gegen klassenhöhere Mannschaften fast schon als selbstverständlich voraussetzen und solchermaßen unter Erfolgsdruck gesetzt könnte die Truppe leicht verkrampfen, ähnlich, wie sie in den letzten Punktspielen, in denen sie ja auch unter dem Druck spielte, nicht verlieren zu dürfen, um den Anschluß an TS Kaltenkirchen nicht zu verlieren, nicht mehr locker und gelöst aufspielte.
Bleibt zu hoffen, daß sich die Mannschaft davon am Sonnabend frei machen kann. Als Favorit jedenfalls geht sie allen übersteigerten Erwartungen zum Trotz nicht ins Rennen. Immerhin spielt der VfL Bad Schwartau in der Regionalliga eine gute Rolle, auch wenn für die Marmeladenstädterinnen nicht alle Wünsche in Erfüllung gingen.
Sie sind zur Zeit Siebenter, haben allerdings gegenüber der Konkurrenz noch Spiele nachzuholen und könnten, sollten sie diese Spiele gewinnen, auf den vierten Platz vorstoßen. Ganz oben, wie vor Saisonbeginn erhofft, allerdings können die Schwartauerinnen nicht mehr mitmischen und dafür vollen sie sich im Pokalwettbewerb gerne schadlos halten.
VfL-Trainer Ulli Meyer plagen vor der Pokalpartie einige Besetzungssorgen. Antje Schütt steht wegen ihres Urlaubs noch immer nicht zur Verfügung, ein Einsatz von Petra Payka erscheint dem VfL-Coach noch zu riskant, denn die schnelle Außenstürmerin hat nach ihrer schweren Bänderverletzung erst zweimal trainieren können und auch hinter einem Einsatz von Susanne Pommerening steht aus privaten Gründen noch ein dickes Fragezeichen.
Dennoch will sich die VfL Mannschaft natürlich so teuer wie möglich verkaufen, schon, um sich und ihren Fans ein Weihnachtsgeschenk zu machen.
STORMARNER TAGEBLATT vom 21.12.1984
Sonnabend, 22. Dezember 1984
Auf Tore von Andrea Güldenpfennig hofft die VfL-Damenmannschaft für das heutige Pokal-Schlagerspiel gegen die Regionalligavertretung des VfL Bad Schwartau. Die frühere Jugend-Nationalspielerin war in dieser Saison nicht immer In Bestform, zeigte zuletzt aber ansteigende Form. Die Oldesloer Handballfans hoffen, daß sie heute ab 20 Uhr topfit ist, denn nicht zuletzt gemessen an ihrer Leistung sinken oder steigen die Chancen ihrer Mannschaft.
STORMARNER TAGEBLATT vom 22.12.1984
Sonnabend, 22. Dezember 1984
VfL Oldesloe – VfL Bad Schwartau 20:18 (10:10)
Regionalligist VfL Bad Schwartau wurde niedergekämpft
Oldesloer Damen spielten im Pokal wie in ihren besten Tagen auf
(mth). Die Handball-Damenmannschaft des VfL Oldesloe hat am Ende der Hinrunde in der schleswig-holsteinischen Oberliga mit 20:2 Punkten zwar eine glänzende Zwischenbilanz und besitzt gute Möglichkeiten, den Traum vom Aufstieg in die Regionalliga Wirklichkeit werden zu lassen, nach guten Leistungen zu Saisonbeginn aber, hat die Mannschaft in den letzten Wochen oft nicht so recht zu überzeugen vermocht.
Für das Pokalspiel gegen den Regionalligisten VfL Bad Schwartau galten die Oldesloerinnen deshalb auch nur als mehr oder minder krasse Außenseiter. Die Handballfans in der Stormarner Kreisstadt aber bewiesen eine gute Nase. Die Sitzplätze waren schon eine halbe Stunde vor Spielbeginn längst vergriffen und Stuhlreihen wurden zusätzlich unten noch in der Halle aufgestellt, so daß am Ende gut 400 Zuschauer die Stormarnhalle füllten.
Und diese brauchten, sofern sie nicht aus Bad Schwartau gekommen waren, ihr Kommen nicht zu bereuen. Die Oldesloer Mannschaft, die noch eine Woche zuvor sich gegen den TSV Kremperheide mehr schlecht als recht verkauft hatte, konnte an Leistungen aus ihren besten Tagen anknüpfen, und gewann am Ende mit 20:18 und zog damit in die zweite Runde des Pokalwettbewerbs auf Regionalebene ein.
Der Sieg der Oldesloer Damen ist um so höher zu bewerten, als sie mit Petra Payka und Antje Schütt zwei Stammspielerinnen zu ersetzen hatten, also nicht in Bestbesetzung spielen konnten. Hinzu kam noch, daß sich der VfL Bad Schwartau als eine überaus ruppige und unfaire Mannschaft entpuppte. Sollte sie je in Bad Oldesloe Sympathien genossen haben, hat sie sich diese mit ihrem Auftritt gründlich verscherzt.
Die Spielerinnen offenbarten dabei die Gemüter von Catcherinnen, ohne diesen ja nicht gerade zarten Damen zu nahe treten zu wollen. Handball ist sicherlich auch im Damenbereich kein Sport für Mimosen, und einen Knuff wird man dabei schon in Kauf nehmen müssen. Aber so vorsätzlich auf Ausschaltung des Gegners ausgerichtet, wie es die Schwartauerinnen in Oldesloe praktizierten, ohne dabei auf den Ball zu achten, kann man diesen Sport nicht interpretieren.
Mit der Niederlage erhielten sie dafür die gerechte Strafe. Die Ursachen dafür sollte die Mannschaft am besten bei sich selbst suchen. Hätte sie sich ausschließlich auf ihre spielerischen Mittel besonnen, wäre ihre Chance, in Oldesloe erfolgreich zu bestehen, sicherlich sehr viel größer gewesen. Das zeigte sich im Verlauf des Spiels immer wieder, denn spieltechnisch war die Gäste-Mannschaft sicherlich das bessere Team.
Aber so, wie sie sich aufführte – allen voran Elke Kallweit und die Geschwister Andruleit – mußte sie sich naturgemäß mit dem ausgezeichneten Schiedsrichtergespann anlegen. Das griff, von wenigen Ausnahmen abgesehen, konsequent durch, was auch zur Folge hatte, daß die Schwartauerinnen zunehmend unsicherer wurden und gegen Ende des Spiels ganz den Faden verloren.
Zum Spielfilm: Mit zwei verwandelten Siebenmetern konnte Kirstin Timm den VfL Oldesloe in der Anfangsphase zwar zweimal in Führung bringen, aber dann dominierte der Gast aus der Marmeladenstadt für eine ganze Weile. Bis zum 7:3 konnte er nun in Führung gehen und es sah kaum danach aus, als könnte die Truppe von Trainer Ulli Meyer das Blatt noch wenden, zumal Torhüterin Gudrun Fandrey nicht ihren besten Tag hatte.
Der VfL-Coach nahm die sonst so zuverlässige Torhüterin dann auch aus dem Spiel und schickte Anke Petersen ins Feuer. Diese steigerte sich innerhalb der nächsten halben Stunde in hervorragende Form und hatte erheblichen Anteil daran, daß die Stormarnerinnen nicht nur den Rückstand aufholten, sondern mehrfach in Führung gehen konnten. In der Schlußviertelstunde kehrte dann Gudrun Fandrey zwischen die Pfosten zurück – das Spiel stand bei 13:13 noch immer auf der Kippe –‚ und auch sie konnte gleich wieder an ihre gewohnte Form anknüpfen.
Die Führungen wechselten weiterhin noch ständig, bis bei den Schwartauerinnen nach der eigenen 18:17-Führung der Faden endgültig riß. Die Oldesloerinnen dagegen hatten, inzwischen frenetisch angefeuert vom Publikum, das sich wohl wegen der Unfairness der Gegnerinnen so sehr wie sonst kaum einmal engagierte, noch zuzusetzen. Andrea Güldenpfennig, in Form wie schon lange nicht und kämpferisch ungemein stark, glich zunächst zum 18:18 aus, Susanne Paetz brachte den VfL in der 57. Minute mit 19:18 nach vorne und Andrea Hasenberg markierte 61 Sekunden vor Spielende den Schlußpunkt.
Mannschaftsführerin Anja Müller war zu diesem Zeitpunkt schon lange nicht mehr mit von der Partie. Sie mußte in der 42. Minute nach einem Zusammenstoßmit Elke Kallweit, der rüdesten Schwartauer Spielerin, mit einer böse aussehenden Kopfverletzung vorzeitig ausscheiden. Der Sieg ihrer Mannschaft, für die Andrea Güldenpfennig, Kirstin Timm (je 6), Susanne Paetz, Andrea Hasenberg, Elsbeth Fahrenkrog (je 2), Katja Schoppenhauer und sie selbst die Tore beisteuerten, aber wird der beste Balsam für ihre Wunden gewesen sein.
Außer den schon genannten Spielerinnen kamen noch Wiebke Rickert und Susanne Pommerening zum Einsatz. Andrea Struppek saß auf der Bank, wurde aber nicht eingesetzt
