Handball im VfL Oldesloe
1980/81 Weibliche Jugend B
Sonntag, 1. März 1981
(mth). … Jubel gab es dagegen bei der weiblichen B-Jugend des VfL. Mit einem 6:4-Erfolg beim SV Lauenburg sicherte sich die Mannschaft endgültig den Titel eines Kreismeisters. …
STORMARNER TAGEBLATT vom 3.3.1981
Freitag, 6. März 1981
Für die weibliche B-Jugend wichtiges Spiel
(mth). … Den Titel eines Meisters in der Kreisliga hat die weibliche B-Jugend des VfL seit dem letzten Wochenende schon in der Tasche. Die Truppe von Trainer und Betreuer Dieter Kunze ist nach dem 6:4-Erfolg am letzten Wochenende bei der ersten Mannschaft des SV Lauenburg nicht mehr einzuholen. Ihre bisherige Statistik ist mit 33:1 Punkten und 285:97 Toren wirklich imponierend. Zu diesem Erfolg trugen mit Britta Börner, Franziska Wiebers, Britta Balden, Eike Fröhlich, Birte Höppner, Martina Kallikat, Antje Kette, Birgit Nasner, Sonja Plath, Susanne Pommerenke, Kerstin Steffek, Birgit Warncke und Bettina Witten 13 Spielerinnen bei. Vor dem Spiel der VfL-Herren bestreitet die Truppe von Dieter Kunze um 15.40 Uhr gegen die zweite Mannschaft des SV Lauenburg ihr letztes Punktspiel in der Kreisliga, ehe sie dann eine Woche später in die Spiele um die Bezirksmeisterschaft, für die sie sich gute Chancen ausrechnet, eingreift. …
STORMARNER TAGEBLATT vom 6.3.1981
Sonnabend, 7. März 1981
VfL-Handballer im Freudentaumel …
(mth). … Die erfolgreiche weibliche B-Jugend war nur Zuschauer. Die als Kreismeister schon feststehende Truppe von Trainer Dieter Kunze wartete vergeblich auf die zweite Mannschaft des SV Lauenburg, gegen die sie ihre Form vor der am nächsten Wochenende beginnenden Bezirksmeisterschaft zu gerne noch einmal getestet hätte. …
STORMARNER TAGEBLATT vom 10.3.1981
Freitag, 13. März 1981
Wichtige Handballentscheidungen
Für die B-Jugend geht es um alles
(mth). …Vor ganz wichtigen Aufgaben steht auch die weibliche B-Jugend des VfL, die sich ja bekanntlich überlegen den Kreismeistertitel gesichert hat. In der ersten Runde um die Bezirksmeisterschaft trifft die Truppe von Trainer Dieter Kunze am Wochenende auf den VfL Bad Schwartau. Dabei werden Hin- und Rückspiel innerhalb von nicht einmal 24 Stunden ausgetragen. Am Sonnabend um 19 Uhr ist die Stormarnhalle Schauplatz des Hinspiels, am Sonntag um 11 Uhr in der Lübecker Hansehalle steigt dann schon das Rückspiel. Die Oldesloer Mädchen rechnen sich nach ihrer Siegesserie in den Punktspielen auch für diese Spiele gute Chancen aus. …
STORMARNER TAGEBLATT vom 13.3.1981
Sonntag, 15. März 1981
(mth). … Die zweite Renommiermannschaft der VfL-Jugendhandballmannschaften, die weibliche B-Jugend, setzte sich in der ersten Runde der Bezirksmeisterschaft mit zwei 13:11-Siegen über den VfL Bad Schwartau durch, und trifft in der zweiten Runde am kommenden Wochenende nun auf Eutin 08. Die Truppe von Trainer Dieter Kunze war mit dem Ausgang des Heimspiels am Sonnabend nicht ganz zufrieden, denn ein Fünf-Tore-Vorsprung wurde in der Schlußphase des Spiels noch erheblich zusammengeschmolzen, aber Befürchtungen, dieser knappe Vorsprung würde für das Rückspiel am Sonntag nicht reichen, erwiesen sich dann gottlob als verfrüht, denn auch in der Lübecker Hansehalle siegten die Stormarnerinnen mit 13:11. …
STORMARNER TAGEBLATT vom 17.3.1981
Freitag, 20. März 1981
Wichtige Spiele für B-Jugend
(mth). … Die weibliche B-Jugend trifft in der zweiten Runde der Bezirksmeisterschaft auf Eutin 08. Wie schon am letzten Wochenende in der erfolgreiche überstandenen ersten Runde gegen VfL Bad Schwartau wird dabei der Truppe von Trainer Dieter Kunze ein Stress-Programm abverlangt, denn am Sonnabend um 18.20 Uhr steigt in Eutin das Hinspiel und schon am Sonntag um 13.10 Uhr beginnt in der Stormarnhalle das Rückspiel. …
STORMARNER TAGEBLATT vom 20.3.1981
Sonntag, 22. März 1981
Tolle Siege für die B-Jugend
(mth). … Noch nicht ganz so weit wie die A-Jugend ist die weibliche B-Jugend des VfL. Aber auch die Truppe von Trainer Dieter Kunze eilt weiter von Sieg zu Sieg, und steht nun im Finale um die Bezirksmeisterschaft. Die Oldesloer Mädchen hatten am Wochenende keinerlei Mühe, um Eutin 08 in der Vorschlußrunde auszuschalten. Am Sonnabend siegten die Stormarnerinnen in Eutin mit 15:10 und am Sonntag behielten sie in der Stormarnhalle mit 12:8 die Oberhand.
Im Endspiel treffen die Schützlinge von Trainer Dieter Kunze nun auf den SV Lauenburg, der die favorisierte Mannschaft von Riemann Eutin überraschend ausschaltete. Beide Endspiele finden am kommenden Wochenende statt (Sonnabend 19 Uhr in der Stormarnhalle und Sonntag 18.30 Uhr in Eutin). …
STORMARNER TAGEBLATT vom 24.3.1981
Freitag, 27. März 1981
VfL-B-Jugend (weiblich) greift nach der Bezirksmeisterschaft
(mth). Nur ein vergleichsweise kleines Programm gibt es am Wochenende für die Handballmannschaften des VfL Oldesloe. Darunter ist aber mit den Endspielen der weiblichen B-Jugend ein ausgesprochener Knüller.
Die Mannschaft von Trainer Dieter Kunze, die mit einer imponierenden Siegesserie Meister der Kreisliga Stormarn/Lauenburg wurde, hat bisher auch in den Spielen um die Bezirksmeisterschaft nichts anbrennen lassen, und den VfL Bad Schwartau und Eutin 08 in den ersten beiden Runden sicher ausgeschaltet.
Im Finale geht es für den VfL nun gegen den SV Lauenburg, den man schon aus den Spielen der Kreisliga gut kennt, und der am letzten Wochenende das Kunststück fertig brachte, die als Favoriten in die Bezirksmeisterschaft gegangene Vertretung von Riemann Eutin auszuschalten. Das erste Finalspiel steigt am Sonnabend um 19 Uhr in der Stormarnhalle, und in diesem Spiel wollen die Oldesloerinnen nach Möglichkeit einen guten Grundstock für den Gewinn des Bezirksmeistertitels legen, den es dann am Sonntag um 18.30 Uhr im Rückspiel – sollte das Vorhaben gelingen – zu verteidigen gilt. Die Truppe von Trainer Dieter Kunze geht mit Respekt, aber ohne Angst in die Auseinandersetzungen mit den Lauenburger Mädchen. …
STORMARNER TAGEBLATT vom 27.3.1981
Sonntag, 29. März 1981
Bezirkstitel für die VfL-B-Jugend
Wie uns die „Alten“ sungen…
Die Truppe von Trainer Dieter Kunze schlug den SV Lauenburg in beiden Endspielen
(mth). Die weibliche Handball-B-Jugend des VfL Oldesloe wandelt, ganz auf den Spuren ihrer älteren Vereinskolleginnen. Die Mannschaft von Trainer Dieter Kunze, die die gesamte Punktspielrunde ohne Niederlage überstanden hatte und auch die Vor- und Zwischenrunde um die Bezirksmeisterschaft gegen VfL Bad Schwartau und Eutin 08 sicher meisterte, blieb nun auch in den beiden Finalspielen gegen den Lauenburger SV siegreich und holte damit den Bezirksmeistertitel an die Trave.
Im Hinspiel am Sonnabend in der Stormarnhalle hatten die Oldesloerinnen in Susanne Pommerening ihre überragende Spielerin. Die kleine drahtige Kreisläuferin warf nicht weniger als sieben Tore und hatte damit entscheidenden Anteil am 9:7-Erfolg ihrer Mannschaft. Neben ihr wußte noch Torhüterin Britta Börner besonders zu gefallen, die viele gute Paraden zeigte und auch einige Siebenmeter abwehrte.
Der VfL hatte schon zur Halbzeit mit 4:2 geführt und unmittelbar danach mit 5:2 seinen größten Abstand zum Gegner erreicht. Zwischenzeitlich mußte dann aber noch um den Sieg gebangt werden, denn Mitte der zweiten Halbzeit hatte der SV Lauenburg dank massiver Schiedsrichterunterstützung auf 6:6 aufgeholt, aber am Ende hatte der VfL dank der großen Werferqualitäten von Susanne Pommerining dann doch die Oberhand behalten.
Ein wenig war man nach Ende des Spiels im VfL-Lager aber dann noch skeptisch, ob der Zwei-Tore-Vorsprung für das Rückspiel am Sonntag in Lauenburg ausreichen würde, denn immerhin hatten am Wochenende zuvor die Lauenburgerinnen gegen die favorisierte Mannschaft von Riemann Eutin eine 3:7-Niederlage im Rückspiel in eigener Halle noch wettmachen können, Aber die Befürchtungen waren unbegründet. Der VfL geriet zwar zunächst mit 0:1 in Rückstand, aber bis zur Pause hatte der VfL den Spieß umgedreht und führte seinerseits mit 3:1. In dem torarmen Spiel, was in erster Linie wohl auf die verständliche Nervosität beider Mannschaften zurückzuführen war, kamen die Gastgeberinnen dann in der zweiten Halbzeit zwar noch auf 4:4 heran, ehe der VfL mit 5:4 dann aber doch das bessere Ende für sich hatte.
Die Tore in beiden Spielen für den VfL warfen Susanne Pommerening (8), Bettina Witten (3), Eike Fröhlich (2) und Sonja Plath. Torhüterin Britta Börner bot auch in Lauenburg eine herausragende Leistung. …
STORMARNER TAGEBLATT vom 31.3.1981
Dienstag, 31. März 1981
13 muß keine Unglückszahl ein
Mit genau 13 Spielerinnen jedenfalls sicherte sich Trainer Dieter Kunze nach der Kreismeisterschaft auch die Bezirksmeisterschaft der weiblichen Handball-B-Jugend. Zu diesem großen Erfolg trugen Britta Börner, Franziska Wiebers, Antje Kotter, Eike Fröhlich, Britta Balden, Birgit Nasner, Martina Kallikat, Bettina Witten, Susanne Pommerening, Kerstin Steffek, Birgit Warncke, Birte Höppner und Sonja Plath bei.
STORMARNER TAGGEBLATT vom 31.3.1981
Freitag, 10. April 1981
Noch ein Triumpf für VfL-Handballer?
Nun greift auch die B-Jugend zum Landesmeistertitel
(mth). In der Handballabteilung des VfL Oldesloe konzentriert sich das Interesse an diesem Wochenende ganz auf die weibliche B-Jugend, die am Sonntag in Harrislee nach dem souveränen Gewinn der Kreis- und Bezirksmeisterschaft nun nach dem Landesmeistertitel greift und damit weiter in die Fußstapfen der erfolgreichen weiblichen A-Jugend des Vereins schreiten will.
Die Landesmeisterschaft wird in Turnierform zwischen den vier Bezirksmeistern des Landes Schleswig-Holstein – neben dem VfL Oldesloe sind dieses der TSV Nord Harrislee (Bezirk Nord), der MTV Herzhorn (Bezirk West) und der SC Comet Kiel (Bezirk Ost) – in einer einfachen Punktrunde „Jeder gegen Jeden“ ausgespielt. Die einzelnen Spiele gehen jeweils über zwei mal 15 Minuten.
Die Truppe von Trainer Dieter Kunze geht die schwere Aufgabe ganz locker und ohne irgendwelchen Erfolgszwang an. Die Mannschaft, die Kreis- und Bezirksmeisterschaft ohne jede Niederlage überstand, ist selbstbewußt genug, sich gute Chancen auszurechnen, fühlt sich aber keineswegs in der Favoritenrolle.
Diese schiebt man nicht zuletzt wegen des Heimvorteils dem TSV Nord Harrislee zu, der ja genau wie der VfL und der MTV Herzhorn für seine gute Arbeit beim weiblichen Handballnachwuchs bekannt ist. Der SC Comet Kiel ist in dieser Beziehung zwar eher ein unbeschriebenes Blatt, was aber keineswegs zu einer Unterschätzung verleiten sollte. Drücken wir also den tüchtigen VfL-Mädchen, die in dieser Saison schon so viel erreicht haben, die Daumen für ein erfolgreiches Abschneiden. …
STORMARNER TAGEBLATT vom 10.4.1981
Sonntag, 12. April 1981
Beim tollen Gewinn der Landesmeisterschaft:
Die VfL-Schülerinnen machten es in allen ihren Spielen sehr spannend
Die Truppe von Trainer Dieter Kunze kam immer in der Schlußphase groß heraus
(st). Nachdem die weibliche B-Jugend der Handballabteilung des VfL Oldesloe ungeschlagen Kreis- und Bezirksmeister wurde, gelang ihr das Kunststück, nun auch ungeschlagen Landesmeister zu werden. Die Spiele, die in der Sporthalle von Harrislee ausgetragen wurden, gingen über 2 mal 15 Minuten.
Im ersten Spiel traf der VfL auf SC Comet Kiel (Meister des Bezirks Ost). Diese Mannschaft sollte sich als schwerster Gegner herausstellen. Der VfL konnte zwar durch einen Tempogegenstoß durch Susanne Pommerening mit 1:0 in Führung gehen, scheiterte dann aber bei sehr guten Tormöglichkeiten an der hervorragenden Torhüterin der Kielerinnen. Der SC Comet Kiel ging zur Halbzeit dann auch mit 5:2 in Führung. Das zweite Tor für den VfL erzielte Bettina Witten durch einen verwandelten Siebenmeter beim Stande von 3:1 für die Kiele-rinnen.
Wer nun an einen klaren Erfolg der Kielerinnen glaubte, der sollte sich im Verlauf der zweiten Spielhälfte mächtig getäuscht sehen. Der VfL stellte nun seine Deckungsweise von 6:0 auf 4:2 um. Mit dieser Deckung kam der SC Comet Kiel überhaupt nicht klar, und der VfL startete nun seine große Aufholjagd. Nacheinander stellten Bettina Witten (mit 2 Toren, darunter ein verwandelter Siebenmeter) und Susanne Pommerening den Ausgleich zum 5:5 her. Die Kielerinnen gingen zwar jeweils zum 6:5 und 7:6 in Führung, doch die beiden agilen Kreisläuferinnen des VfL (Bettina Witten und Susanne Pommerening) schafften jeweils Ausgleich. Am Spielende konnte man sich zwar über das erreichte Unentschieden (7:7) im VfL-Lager nicht so recht freuen, doch es war schon sehr eindrucksvoll, mit welcher Energieleistung die VfL-Mädchen dieses Spiel noch aus dem Feuer rissen.
Unmittelbar nach diesem Spiel hatte der VfL gegen den Favoriten, den TSV Nord Harrislee, anzutreten. Da die Harrisleerinnen im ersten Spiel des Tages den MTV Herzhorn mit 10:7 sicher bezwingen konnten, mußte der VfL dieses Spiel unbedingt gewinnen, um noch eine Chance auf den Landesmeistertitel zu haben. Mit der entsprechenden Konzentration gingen die VfL-Mädchen nun auch zu Werke. Durch zwei Tore von Birgit Warncke und jeweils einem Tor von Susanne Pommerening und Kerstin Steffek führte der VfL zur Halbzeit mit 4:3, und man konnte den Eindruck gewinnen, daß der VfL seinen Gegner klar beherrschte. In der zweiten Halbzeit machte sich jedoch ein Kräfteverschleiß bemerkbar (man spielte immerhin schon 45 Minuten ununterbrochen). Nach Toren von Birgit Warncke (zum 5:3) und Sonja Plath (zum 6:5) konnte der TSV Nord Harrislee nun das Spiel ausgeglichen gestalten.
In dieser Spielphase wurde die Torfrau des VfL, Britta Börner, zum großen Rückhalt ihrer Mannschaft. Sie wehrte nicht weniger als drei Siebenmeter der Harrisleerinnen ab und brachte somit die Angreiferinnen des TSV Nord Harrislee zur Verzweiflung. Der Gastgeber konnte dann zwar noch zum 7:6 in Führung gehen, war dann jedoch mit seinem Latein am Ende, da Trainer Dieter Kunze wiederum seine Deckungsformation auf 4:2-Deckung umstellte. Einer großartig aufgelegten Susanne Pommerening war es dann vorbehalten, ihre Mannschaft wieder auf die Siegerstraße zu bringen. Innerhalb von fünf Minuten erzielte sie drei Tore und brachte die VfL-Mädchen mit 9:7 in Front. Harrislee konnte dann noch auf 9:8 verkürzen, ehe Birgit Warncke mit einem Rückraumtor den Endstand zum 10:8 herstellte.
Im letzten Spiel des Turniers mußte der VfL gegen den MTV Herzhorn antreten. Zuvor bezwang der SC Comet Kiel den MTV Herzhorn mit 4:2 und verlor gegen Harrislee 4:11, so daß der VfL unbedingt gewinnen mußte, um Landesmeister zu werden. Nun merkte man den VfL-Mädchen die große Belastung an. Durch Nervosität unterliefen ihnen viele Abspielfehler und der MTV Herzhorn (bisher ohne Sieg) bestimmte eindeutig das Spielgeschehen. Zur Halbzeit stand es dann nach Toren von Eike Fröhlich (zum 1:1) und Susanne Pommerening (zum 2:1) 2:2-Unentschieden. Bis zur Mitte der zweiten Spielhälfte war der MTV Herzhorn immer noch spielbestimmend. Zu diesem Zeitpunkt stand es nach Toren von Kerstin Steffek (zum 3:3, herausgespielt durch einen gelungenen Spielzug) und Susanne Pommerening 4:4, also immer noch ausgeglichen. Der VfL stellte fünf Minuten vor Spielende seine Deckung erneut auf ein 4:2-Abwehrsystem um und legte damit den Grundstein zum Erfolg. Wie zuvor schon der SC Comet Kiel und der TSV Nord Harrislee, kam auch der MTV Herzhorn mit der Oldesloer Deckungsweise nicht klar. Der VfL zog nun innerhalb von zwei Minuten auf 6:4 davon. Die Tore erzielten Kerstin Steffek und Bettina Witten. Die Herzhornerinnen hatten nun den VfL-Mädchen nichts mehr entgegen zusetzen, da der VfL eindeutig über die bessere Kondition verfügte. Den Schlußpunkt dieses Spiels setzte dann erneut Susanne Pommerening, die mit einem schönen Tor den Endstand von 7:4 herstellte.
Nur Sekunden später ertönte der Schlußpfiff und im VfL-Lager kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Was weder die Mannschaft noch der Trainer zu hoffen gewagt hatten, war eingetreten, der Titel des Landesmeisters wurde nach Bad Oldesloe geholt.
Von Trainer Dieter Kunze wurden folgende Spielerinnen eingesetzt (in Klammern die im Verlauf des Turniers geschlossenen Tore): Britta Börner und Franziska Wiebers im Tor; Susanne Pommerening (10 Tore), Kerstin Steffek (3 Tore), Sonja Plath (1), Eike Fröhlich (1), Antje Kotte, Birgit Warncke (4), Bettina Witten (5), Birte Höppner, Britta Balden, Martina Kallikat und Birgit Nasner.
Die Abschlußtabelle:
1. VfL Oldesloe 5:1 24:19
2. TSV Nord Harrislee 4:2 29:21
3. SC Comet Kiel 3:3 15:20
4. MTV Herzhorn 0:6 13:31
Der VfL nimmt nun an der Norddeutschen-Meisterschaft teil, die am 26. April in Malente (Kreis Ostholstein) stattfinden wird. Teilnehmer sin die Landesmeister von Schleswig-Holstein (VfL Oldesloe), Niedersachsen (Elsfleth), Bremen (noch nicht bekannt) und Hamburg (ebenfalls noch nicht bekannt).
STORMARNER TAGEBLATT vom 14.4.1981
Freitag, 24. April 1981
Ein ganz heißes Handball-Wochenende
Für den VfL stehen zwei Nordtitel und ein Aufstieg auf dem Spiel
(mth). Für die Handballabteilung des VfL Oldesloe, in der Saison 1980/81 wahrlich nicht um Erfolge verlegen, steht ein ganz besonders heißes Wochenende bevor. Die drei Renommiermannschaften des Vereins, die weibliche A-Jugend, die weibliche B-Jugend und die Herrenmannschaft, stehen durchweg vor ganz wichtigen Aufgaben. Aufgaben, die, wenn sie gelöst werden, die großartige Arbeit in der Sparte krönen können, oder doch zumindestens die Wege zu neuen Höhepunkten im Stormarner Handballgeschehen ebnen können. …
Während bei der weiblichen A-Jugend am Sonnabend erst eine Vorentscheidung über die Vergabe des Nordtitels fällt – die endgültige Entscheidung ergibt sich erst ein Wochenende später nach dem Rückspiel in Hamburg – wird die Nordmeisterschaft bei der weiblichen B-Jugend am Sonntag schon endgültig vergeben.
Die vier norddeutschen Landesmeister – neben dem VfL Oldesloe sind dieses TuS Alstertal (Hamburg), TB Elsfleth (Niedersachsen) und Werder Bremen – spielen ab 12 Uhr in Malente den Regionalmeister in Turnierform aus. Wir sind einmal gespannt, wie sich die Truppe von Trainer Dieter Kunze da aus der Affaire ziehen kann. Zuzutrauen ist auch ihr, die sie in allen Spielen um Kreis-, Bezirks- und Landesmeisterschaft ohne Niederlage blieb, alles. …
STORMARNER TAGEBLATT vom 24.4.1981
Sonntag, 26. April 1981
Zum Titelgewinn fehlte ein wenig Glück
VfL B-Jugend wurde Vize-Nordmeister
Nur der Elsflether Turnerbund konnte die Mannschaft von Dieter Kunze stoppen
(st). Die Handballmädchen des VfL Oldesloe verfehlten in Malente nur knapp den Nordtitel bei der weiblichen Jugend B. Die Meisterschaft wurde in Turnierform, bei Spielen jeder gegen jeden über zweimal 15 Minuten ausgetragen. Außer dem VfL nahmen noch die Mannschaften von TuS Alstertal (Hamburger Meister), Werder Bremen (Bremer Meister)und dem Elsflether Turnerbund (Niedersachsen-Meister) teil.
Im ersten Spiel des Turniers traf der VfL auf den Elsflether TB. In diesem Spiel mußte der VfL auf die Mannschaftsführerin Eike Fröhlich verzichten, die an diesem Tag konfirmiert wurde. Zu den nächsten Spielen kam sie jedoch nachgereist. An dieser Stelle sei nochmals allen Personen ein großes Dankeschön gesagt, die das Nachkommen von Eike Fröhlich noch ermöglichten. Doch nun zum Spielverlauf.
Das Fehlen der Oldesloer Mannschaftsführerin machte sich besonders in der Deckung bemerkbar, sie stand nicht so sicher wie gewohnt. So war es nicht weiter verwunderlich, daß der VfL bereits nach acht Minuten mit 1:3 im Rückstand lag. Bis dahin war nur Bettina Witten mit einem verwandelten Siebenmeter erfolgreich. Die VfL-Mädchen fanden in keiner Phase des Spieles ihren gewohnten Spielrhythmus, selbst die einstudierten Spielzüge blieben (fast) ohne Erfolg.
Kerstin Steffek schaffte aber trotzdem mit einem herrlichen Rückraumtor und einem Tor durch einen gelungenen Freiwurftrick den Ausgleich zum 3:3. Kurz vor der Halbzeit ging der Elsflether TB dann nochmals mit 4:3 in Führung. Im zweiten Spielabschnitt konnte der VfL das Spiel ausgeglichener gestalten. Birgit Warncke erzielte mit einem sehenswerten Treffer den 4:4 Ausgleich. Die Mädchen aus Elsfleth, sie waren dem VfL körperlich eindeutig überlegen, konnten jedoch immer wieder in Führung gehen. Kurz vor Ende des Spieles stand es aber nach Toren von Susanne Pommerening und Kerstin Steffek (wieder durch einen Freiwurfzweck ) 6:6 unentschieden.
Als nur noch eine Minute zu spielen war, hatte der VfL sogar die Möglichkeit, erstmals in Führung zu gehen. Durch einen Abspielfehler im Angriff kamen die Elsfletherinnen jedoch zu einem Tempogegenstoß, welchen sie auch zum 7:6 Siegtreffer ausnutzten. Mit ein wenig mehr Glück und besserer Konzentration hätte der VfL das Spiel aber durchaus gewinnen können.
Nun mußte der VfL gegen den SV Werder Bremen spielen, der zuvor den TuS Alstertal mit 9:8 bezwungen hatte. Die VfL-Mädchen wollten ihre erste Saisonniederlage wettmachen und gingen dementsprechend konzentriert zu Werke. Der SV Werder konnte zwar mit 1:0 und 2:1 jeweils in Führung gehen, (das 1:1 erzielte Bettina Witten durch Siebenmeter), hatte dann aber sein Pulver schon verschossen. Der VfL war die eindeutig dominierende Mannschaft und war gegenüber dem ersten Spiel wie umgewandelt. Je zwei Tore von Birgit Warncke und Bettina Witten und einem Tor von Susanne Pommerening brachte den VfL zur Halbzeit mit 6:2 in Front. Das schönste Tor des Tages erzielte dabei wohl Bettina Witten (zum 5:2), die einen Tempogegenstoß mit einem sehenswerten Heber über den gegnerischen Torwart abschloß.
Auch nach der Halbzeitpause wußte der VfL zu gefallen. Durch zwei Tore von Susanne Pommerening und je einen Treffer von Eike Fröhlich (sie kam kurz vor Spielbeginn in Malente an) und Sonja Plath erhöhte der VfL seinen Vorsprung auf 10:3. In der Schlußphase des Spiels kamen dann die vermeintlich „schwächeren“ Spielerinnen zum Einsatz, und die Bremerinnen verkürzten auf 5:10. Den Schlußpunkt machte dann wieder Bettina Witten, die mit einem erfolgreich abgeschlossenen Tempogegenstoß den Endstand von 11:5 sicherstellte.
Der nächste Gegner für den VfL war nun die Mannschaft von TuS Alstertal, die zuvor gegen Elsfleth 5:11 verloren hatte. Der VfL startete furios und lag schnell 5:0 in Führung. Die Tore erzielten Kerstin Steffek (2), Birgit Warncke, Bettina Witten und Susanne Pommerening. Nach diesem beruhigenden Vorsprung ließ der VfL die Zügel schleifen und Alstertal kam bis zur Pause auf 3:5 heran. Im zweiten Spielabschnitt gingen die VfL-Mädchen jedoch scheinbar unmotiviert zu Werke, obwohl der Nordtitel noch nicht verloren war, da Elsfleth noch gegen Bremen spielen mußte.
Der TuS Alstertal konnte dann auch zum 6:6 ausgleichen, zuvor hatte Kerstin Steffek den Vorsprung auf 6:4 für den VfL erhöht. Durch Tore von Bettina Witten und Birgit Warncke zog der VfL dann noch einmal auf 8:6 davon. Doch die Alstertalerinnen steckten nicht auf und erzielten eine Minute vor Spielende den erneuten Ausgleich zum 8:8. Einer Susanne Pommerening war es dann vorbehalten, eine Sekunde vor dem Schlußpfiff durch einen direkt verwandelten Freiwurf den glücklichen aber verdienten Endstand von 9:8 herzustellen.
Im letzten Spiel des Turniers besiegten die Mädchen vom Elsflether TB den SV Werder Bremen mit 11:4 Toren. Der VfL mußte sich damit mit der Vizemeisterschaft begnügen.
Fazit: Die VfL-Mädchen hätten zwar durchaus Nordmeister werden können, scheiterten aber im entscheidenden Spiel gegen Elsfleth an den eigenen Nerven sowie an dem Umstand, daß eine deckungsstarke Eike Fröhlich in diesem Spiel nicht zur Verfügung stand. Trotzdem hat die Mannschaft in dieser Saison viel erreicht, und auch die Vizemeisterschaft sollte als ein großer Erfolg angesehen werden.
Trainer Dieter Kunze setzte folgende Spielerinnen ein: Britta Börner und Franziska Wiebers im Tor; Susanne Pommerening (6 Tore), Kerstin Steffek (6), Sonja Plath (1), Antje Kotte, Eike Fröhlich (1), Birgit Warncke (5), Bettina Witten (7), Birte Höppner, Martina Kallikat und Britta Balden.
Die Abschlußtabelle:
1. Elsflether TB 6:0 30:16
2. VfL Oldesloe 4:2 27:21
3. Werder Bremen 2:4 18:30
4. TuS Alstertal 0:6 21:29
STORMARNER TAGEBLATT vom 28.4.1981
