Freitag, 3. April 1981
VfL-Mädchen greifen wieder nach Nordtitel
Niedersachsen-Meister MTV Wolfenbüttel erster Gegner in der Stormarnhalle
(mth). Am Sonntag um 10.30 Uhr ist es wieder soweit. Die weibliche Handball-A-Jugend des VfL Oldesloe, mit zwei Deutschen Meisterschaften, zwei Nordtiteln und vier Landesmeisterschaften in Reihenfolge zweifellos das Glanzstück des Stormarner Sports schlechthin, streckt wieder ihre Fühler nach der Norddeutschen Meisterschaft aus.
Im Hinspiel des Halbfinales treffen dabei die Schützlinge von Trainer Ulli Meyer auf den Niedersachsen-Meister MTV Wolfenbüttel. Auch in den beiden letzten Jahren hatten sich die Oldesloerinnen in dieser Runde mit den jeweiligen Meistern aus Niedersachsen auseinandersetzen müssen.
Die Erfahrungen, die die Stormarnerinnen dabei mit den besten Nachwuchsmannschaften aus dem Nachbar-Bundesland machten, waren dabei höchst unterschiedlich. 1979 war der TuS Bergen auf dem Weg zur Norddeutschen und später zur Deutschen Meisterschaft einer der härtesten Gegner. Der VfL, bei dem damals noch Andrea Hasenberg, Jeanette Müller und Renate Warncke den Ton angaben, hatte das Hinspiel in Bergen glatt für sich entschieden, mußte dann aber im Rückspiel bis zur Schlußsekunde darum bangen, diesen Vorsprung in der Stormarnhalle nicht gänzlich zu verspielen.
Im letzten Jahr dann war der TV Cloppenburg für die Oldesloerinnen um Anja Müller und Antje Schütt, um wiederum die herausragenden Spielerinnen zu nennen, die nach erfolgreicher Erringung der Titel auf Regional- und Bundesebene ausscheiden mußten, kaum mehr als ein Sparringspartner. Die Schützlinge von Trainer Ulli Meyer gewannen beide Spiele souverän und hatten sich damit für die dann dramatisch verlaufenen Finalspiele gegen TuS Alstertal qualifiziert.
Von welchem Kaliber nun in diesem Jahr der MTV Wolfen büttel ist, wird spätestens am Sonntagmittag feststehen. Trainer Ulli Meyer, der die Wolfenbüttelerinnen vor 14 Tagen bei ihrem Niedersachsen-Endspiel beim VfL Oldenburg beobachtete, das mit einem 12:12-Unentschieden endete, nachdem zuvor der MTV in eigener Halle das Hinspiel klar für sich entschieden hatte, neigt dazu, die Wolfenbüttelerinnen eher mit der Mannschaft von TuS Bergen von vor zwei Jahren zu vergleichen. Auf ihn hat der Niedersachsen-Meister einen ganz starken Eindruck hinterlassen, und er ist sich sicher, daß seine Mannschaft eine harte Nuß zu knacken hat, wenn wieder der Einzug in das Nordfinale gelingen soll.
Aber Ulli Meyer hat den Gegner schließlich studiert, und wir sind uns sicher, daß er sich für das Spiel am Sonntag etwas einfallen lassen wird. Dabei kann man getrost davon ausgehen, daß es dem VfL-Coach bei der Vorbereitung auf dieses Spiel nicht allein darauf ankommen wird, die Stärken des Gegners auszuschalten, sondern auch die eigenen Stärken hervorzukehren.
Der VfL hat schließlich keinen Grund, sich zu verstecken und nur zu reagieren statt zu agieren. Auch die VfL-Mannschaft des Jahres 1981 um Mannschaftsführerin Andrea Güldenpfennig, die ebenso wie Andrea Struppek, Susanne Paetz und Martina Pusch auch schon an den tollen Erfolgen in den beiden letzten Jahren dabei war, geht alles andere als aussichtslos in das Rennen um den Nordtitel. Immerhin hat die Truppe die ganze Saison in der schleswig-holsteinischen Oberliga, die in Fachkreisen als die stärkste Liga im weiblichen Handballnachwuchs im ganzen Bundesgebiet gilt, ohne Niederlage mit nur einem einzigen Verlustpunkt überstanden und damit ihre Vorgängerinnen, in dieser Beziehung sogar noch übertroffen.
Daraus nun allerdings den voreiligen Schluß zu ziehen, Nordtitel und anschließend die Deutsche Meisterschaft müßten nun logisch ohne viel Mühe folgen, wäre zumindest reichlich verfrüht und den Mädchen gegenüber ungerecht. Sie werden, da sind wir uns ganz sicher, wieder ihr Bestes geben und der Erfolg wird sich bei der Mannschaft um so eher einstellen, je weniger sie von den eigenen Anhängern unter Erfolgszwang gesetzt wird.
Bis auf Katja Schoppenhauer, die wegen der Verletzung aus dem Vorbereitungsspiel am Freitag letzter Woche beim MTV Elmshorn aussetzen muß, kann Trainer Ulli Meyer im Spiel gegen den MTV Wolfenbüttel, das die Zuschauer gewiß wieder in hellen Scharen in die Stormarnhalle locken wird, seine Stammformation aufbieten. Mit von der Partie werden also auch wieder Meike Schäfer und Anja Bünger sein, die in den letzten Meisterschaftsspielen wegen Verletzungen ausfielen, und auch Heike Büttner, die zuletzt einen guten Einstand in der Meisterschaft gab, gehört zum VfL-Aufgebot. …
STORMARNER TAGEBLATT vom 3.4.1981
Sonntag, 5. April 1981
Halbfinale Norddeutsche Meisterschaft
VfL Oldesloe wJA – MTV Wolfenbüttel 16:13 (8:7)
VfL-Mädchen haben für das Rückspiel noch alle Trümpfe in der Hand
Vor rund 400 Zuschauern siegte der Deutsche Meister gegen den MTV Wolfenbüttel mit 16:13 nach hartem Kampf
(mth). Die Chancen der weiblichen Handball-A-Jugend des VfL Oldesloe, auch in diesem Jahr in das Endspiel um die Norddeutsche Meisterschaft einzuziehen, sind nach dem Hinspiel des Halbfinales gegen den Niedersachsen-Meister MTV Wolfenbüttel in der Stormarnhalle nach wie vor ausgezeichnet. Durch einen 16:13-Erfolg über die Wolfenbüttlerinnen sicherten sich die Schützlinge von Trainer Ulli Meyer einen Drei-Tore-Vorsprung für das Rückspiel am Ostersonnabend und dieser Vorsprung ist gewiß eine gute Basis für ein weiteres Vordringen in der Regionalmeisterschaft.
Ein hartes Stück Arbeit allerdings wird dabei auf die Mädchen um Mannschaftsführerin Andrea Güldenpfennig ganz gewiß noch zukommen, denn ein hartes Stück Arbeit hatten sie auch schon in der mit annähernd 400 Zuschauern besetzten Stormarnhalle zu bewältigen, ehe ihr Sieg feststand. Der Niedersachsen-Meister war nämlich der erwartet starke Gegner, der dem VfL mächtig zusetzte und erst in der Schlußphase, als es konditionell bei ihm bergab ging, dem amtierenden Deutschen Meister einen entscheidenden Vorsprung überlassen mußte.
Die Begegnung war streckenweise an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten, so sehr wogte das Geschehen hin und her. Wenn es dennoch keine ausgesprochene Werbung für den Handballsport wurde, so lag das zum einen sicher an der verständlichen Nervosität der 16- bis 18jährigen jungen Mädchen in diesem wichtigen Spiel, zum anderen aber auch an der Leistung der beiden Schiedsrichter Lübcker und Richter (Lübeck), die keine glückliche Hand bewiesen und streckenweise das Spiel regelrecht zerpfiffen.
Insbesondere in der zweiten Halbzeit steigerten sie sich in eine wahre „Siebenmeterhysterie“, die dem Spiel wahrlich nicht gut tat. Insgesamt gaben die Unparteiischen 17 solcher Strafwürfe – sieben für den VfL, zehn für den MTV – ohne dabei allerdings letzte Konsequenz zu zeigen. Hätten sie die gleichen harten Maßstäbe im ganzen Spiel wie Mitte der zweiten Halbzeit angelegt, wäre wohl noch ein halbes oder gar ganzes Dutzend mehr Siebenmeter angebracht gewesen, aber dem ganzen Spiel hätte es sicher besser getan, wären viele der tatsächlichen gegebenen Strafwürfe unterblieben.
Die Wolfenbüttelerinnen hatten in der Begegnung den besseren Start und führten bis etwa zur zehnten Minute fast ständig mit einem Tor – über 1:0 und 2:1 bis zum 3:2, – ehe der VfL beim Stande von 4:3 erstmals selbst in Vorhand war. In Rückstand sollte der VfL nun im gesamten Spiel nicht mehr geraten, aber das konnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand in der Stormarnhalle ahnen, denn die Niedersachsen blieben immer hart am Mann und gestatteten dem VfL bis zur Halbzeit nie mehr als höchstens ein Tor Vorsprung.
Nach dem Seitenwechsel beim Stand von 8:7 für den VfL, hatten wieder die Gäste den besseren Anfang, denn sie kamen durch einen verwandelten Siebenmeter zunächst auf 8:8 heran, nachdem zuvor Andrea Güldenpfennig bei einem Tempogegenstoß am Pfosten gescheitert war. Aber die große Zeit der VfL-Mannschaftsführerin, die, dieses Mißgeschick offenbar arg gewurmt hatte, kam dann noch. Mit zwei Treffern hintereinander brachte sie ihre Mannschaft zum 10:8 erstmalig mit zwei Treffern in Führung, und auch die folgenden beiden Gegentore beantwortete sie mit erfolgreichen Würfen, so daß der Zwei-Tore-Vorsprung bis zum 12:10 gewahrt blieb.
Aber noch gaben sich die Wolfenbüttelerinnen keineswegs geschlagen. Seit dem Treffer zum 11:9 befand man sich im übrigen schon in einer wahren „Siebenmeterorgie“, und darin hatten die Gäste nun vorübergehend die besseren Karten, denn sie konnten mit solchen Strafwürfen auf 12:12 ausgleichen. Ein weiterer Siebenmeter, nun aber für den VfL, führte durch Andrea Güldenpfennig zur 13:12-Führung der Oldesloerinnen, die dann anschließend ihre bessere Kondition in die Waagschale warfen und durch zwei Feldtore von Wiebke Rickert und Andrea Güldenpfennig auf 15:12 davonzogen.
Noch einmal die VfL-Mannschaftsführerin mit einem verwandelten Siebenmeter erhöhte die Führung zwei Minuten vor Schluß sogar auf 16:12, aber in der Schlußminute erhielten, weil es gerade so schön war, auch die Wolfenbüttelerinnen noch einen Strafwurf zugesprochen, der dann auch zum 16:13-Endstand verwandelt wurde.
Ein Endstand, der unter den VfL-Fans nach dem Schlußpfiff dann lebhafte Diskussionen auslöste, ob er wohl für das Rückspiel reichen wird. Die Meinungen gingen da sehr auseinander. Wir neigen dabei eigentlich ein wenig mehr den Optimisten zu, wohl wissend, daß dem amtierenden Deutschen Meister noch ein schwerer Gang bevorsteht. Aber die Mannschaft hat in der Vergangenheit immer wieder bewiesen, daß sie auch auswärts mächtig auftrumpfen kann und mit drei oder mehr Toren Differenz haben die VfL-Mädchen schon lange nicht mehr und die Truppe dieses Jahres schon gar nicht verloren.
im Spiel gegen den MTV Wolfenbüttel war Andrea Güldenpfennig mit neun Treffern einmal mehr die erfolgreichste Torwerferin. Auf drei Treffer brachte es Wiebke Rickert, die ihr wohl bisher bestes Spiel im VfL-Trikot machte. Die restlichen Treffer steuerten Andrea Struppek und Anja Bünger (je 2) bei. Außerdem kamen noch Martina Pusch, die unter anderem zwei Siebenmeter abwehrte, Susanne Paetz, die in der Abwehr eine Glanzleistung bot und die anfänglich vorhandene Lücke auf der linken Deckungsseite schloß, Heinke Juds, Meike Schäfer und für einen Kurzeinsatz auch Heike Büttner zum Einsatz.
Die zweite Torhüterin Anke Petersen und Deike Eumann setzte Trainer Ulli Meyer in diesem Spiel nicht ein und auf Katja Schoppenhauer hatte er ja verzichten müssen.
Bei den Wolfenbüttelerinnen waren Bärbel Scharf, Cornelia Ringel und Sabine Fricke, die sich auch die meisten Treffer teilten, die herausragenden Kräfte. Auf sie wird auch im Rückspiel am Ostersonnabend das Hauptaugenmerk zu richten sein.
STORMARNER TAGEBLATT vom 6.4.1981
Freitag, 10. April 1981
(mth). …Die weibliche A-Jugend setzt ihre Spiele um die Norddeutsche Meisterschaft erst am Ostersonnabend mit dem Rückspiel beim MTV Wolfenbüttel fort, ist aber frei nach dem Motto „Wer rastet, der rostet!“ auch an diesem Wochenende im Einsatz. Die Mannschaft beteiligt sich, wie auch die VfL-Damenmannschaft, an einem Turnier des SC Langenhagen (Hannover). Trainer Ulli Meyer muß dabei neben Katja Schoppenhauer, die in dieser Woche das Krankenhaus in Elmshorn verlassen konnte, aber noch eine längere Pause einlegen muß, auch auf seine Mannschaftsführerin Andrea Güldenpfennig verzichten, die mit der deutschen Jugend-Nationalmannschaft seit Dienstag dieser Woche bei einem Vier-Länder-Turnier in Schweden weilt.
STORMARNER TAGEBLATT vom 10.4.1981
Sonntag, 12. April 1981
(mth). … Trainer Ulli Meyer war mit einer Rumpftruppe bei einem internationalen Turnier beim SC Langenhagen-Hannover. Obwohl der dabei für acht schwere Spiele nur sieben Spielerinnen – darunter mit Martina Pusch, Susanne Paetz, Andrea Struppek und Wiebke Rickert nur vier Spielerinnen seiner Stammformation – zzur Verfügung hatte, reichte es für seine Mannschaft zu einem dritten Rang unter 16 Mannschaften. Die einzige Niederlage (3:8) bezogen die Oldesloerinnen dabei im Halbfinale gegen eine niederländische Mannschaft aus Arnheim, die dann das Finale gegen den BTSV Berlin verlor.
Auf der gleichen Veranstaltung kam die von Holger Winkler betreute Damenmannschaft des VfL zu einem tollen Erfolg. Andrea Wöhler, Christiane Buck, Doris Kunde, Petra Kunze, Anja Müller, Petra Payka, Valerie Tonn und Sybille Winkler gewannen alle ihre Spiel überzeugend und wurden Turniersieger.
STORMARNER TAGEBLATT vom 16.4.1981
Donnerstag, 16. April 1981
VfL-Mädchen wieder in das Nordfinale?
Vor dem Rückspiel in Wolfenbüttel: Der VfL hat Respekt, aber keine Angst vor dem Gegner
Der Truppe von Trainer Ulli Meyer steht trotz des Drei-Tore-Vorsprungs ein harter Brocken ins Haus
(mth). Schafft die weibliche Handball-A-Jugend des VfL Oldesloe zum dritten Mal in Reihenfolge den Einzug in die Finalspiele um die Norddeutsche Meisterschaft? Die von wohl allen Oldesloer Sportfreunden gestellten Frage wird am Ostersonnabend um 18 Uhr beantwortet sein, denn dann ist das Rückspiel des Halbfinales beim Niedersachsen-Meister MTV Wolfenbüttel, das um 17 Uhr in der Halle an der Ravensberger Straße stattfindet, beendet.
Die Schützlinge von Trainer Ulli Meyer gehen bekanntlich mit einem Drei-Tore-Vorsprung in die Partie in Wolfenbüttel und man ist beim amtierenden Deutschen Meister eigentlich ganz zuversichtlich, daß dieser Vorsprung ausreicht.
Sicherlich, alle Augenzeugen des Hinspiels am 5. April in der Stormarnhalle, haben sich beim erst in der Schlußphase des Spiels erkämpften 16:13-Sieg der Oldesloer Mädchen davon überzeugen können, daß dem VfL ein ganz dicker Brocken ins Haus steht. Der MTV Wolfenbüttel hinterließ in der Stormarner Kreisstadt einen glänzenden Eindruck, und ihm geht der Ruf voraus, in eigener Halle noch weit stärker auftrumpfen zu können.
So sicherten sich die Wolfenbüttelerinnen beispielsweise den Niedersachsentitel vor allem wegen ihrer Heimstärke. Mit einem 19:8-Erfolg über den VfL Oldenburg, 1978 Vorgänger der Stormarnerinnen als Norddeutscher und Deutscher Meister, legten sie in eigener Halle den Grundstock zum Titelgewinn, so daß sie sich im Rückspiel in Oldenburg mit einem 12:12-Unentschieden begnügen konnten.
Diese Ergebnisse machen deutlich, was den VfL am Sonnabend in Wolfenbüttel erwartet, Die Mannschaft um Andrea Güldenpfennig, die über das letzte Wochenende mit der Deutschen Jugend-Nationalmannschaft zu einem Drei-Länderturnier in Schweden weilte, und inzwischen mit einer Fülle neuer Eindrücke und Erfolge wohlbehalten nach Oldesloe zurückgekehrt ist, hat dennoch keinerlei Grund, bei allem gebotenen Respekt etwa ängstlich oder kleinmütig die Reise zum Niedersachsen-Meister anzutreten.
Die Truppe und ihr Erfolgstrainer Ulli Meyer haben gewiß wichtige Rückschlüsse aus dem Hinspiel ziehen können – eine Position, die gleichermaßen natürlich auf für den Gegner gilt – und die in der ganzen Saison gezeigte Stärke auch und gerade in Auswärtsspielen, sollte der Mannschaft Rückhalt und Selbstvertrauen geben, auch in Wolfenbüttel, gewissermaßen der „Höhle des Löwen“, selbstbewußt aufzutreten.
Nun wollen wir die Erwartungen an die tollen Oldesloer Mädchen dabei keineswegs zu hoch schrauben. Gegen eine so starke Mannschaft, wie sie der MTV Wolfenbüttel besitzt, wäre auch ein Ausscheiden im Halbfinale um die Norddeutsche Meisterschaft keine Schande und könnte unsere Hochachtung für die auch in dieser Saison schon wieder erbrachte Leistung nicht im Entferntesten ankratzen.
Aber zu Pessimismus, wie er bei einigen Anhängern nach dem Hinspiel aufkam, weil diesen der Vorsprung von drei Toren nicht hoch genug erschien, besteht keinerlei Anlaß. Die Mannschaft hat schon ganz andere Aufgaben mit ihrer tollen Moral ohne viel Federlesens erledigt.
Erinnert sei in diesem Zusammenhang an das Finale um die Nordmeisterschaft im letzten Jahr gegen den Hamburger Meister TuS Alstertal, als die Mannschaft nach einem Hinspielsieg mit „nur“ einem Tor Vorsprung von vielen schon abgeschrieben war, ehe sie alle Pessimisten mit einem tollen 19:16-Sieg In der Hansestadt Lügen strafte.
Sollte der VfL im übrigen das Spiel in Wolfenbüttel erfolgreich überstehen, ist eine Wiederauflage des letztjährigen Nordfinales sehr wahrscheinlich. Der Hamburger Meister TuS Alstertal gewann nämlich sein Hinspiel gegen den Bremer Vertreter TV Oyten sicher mit 15:9 und sollte keine Mühe haben, im Rückspiel diesen Vorsprung zu verteidigen.
Trainer Ulli Meyer wird für das Spiel in Wolfenbüttel aller Voraussicht nach die gleiche Besetzung wie im Hinspiel aufbieten können. Katja Schoppenhauer ist inzwischen zwar von ihrer Gehirnerschütterung, die sie sich in einem Vorbereitungsspiel zugezogen hatte, genesen, hat das Training aber noch nicht wieder aufnehmen können, und wird natürlich auch beim Niedersachsen-Meister noch pausieren müssen.
Die Fahrt nach Wolfenbüttel, die am Sonnabend mit einem großen Reisebus um 11.30 Uhr an der Jugendherberge im Bürgerpark beginnt, aber wird sie schon wieder mitmachen können. Der Reisebus ist im übrigen ausgebucht. Schlachtenbummler, die die VfL-Mädchen zu ihrem schweren Spiel begleiten wollen, müssen sich um private Anreise bemühen. …
STORMARNER TAGEBLATT vom 16.4.1981
Sonnabend, 18. April 1981
Halbfinale Norddeutsche Meisterschaft
MTV Wolfenbüttel – VfL Oldesloe wJA 11:13 (5:7)
Die VfL-Mädchen sind wieder im Nordfinale
13:11-Sieg in Wolfenbüttel
Alle Skeptiker überzeugt
Der Sieg der Truppe von Trainer Ulli Meyer war nie in Gefahr
Nun geht es wie 1980 gegen TuS Alstertal (Hamburg)
(mth). Nach dem 16:13-Hinspielsieg vor gut zwei Wochen in der Stormarnhalle in Bad Oldesloe im Halbfinale um die Norddeutsche Meisterschaft der weiblichen Handball-A-Jugend zwischen dem VfL Oldesloe (Titelverteidiger und amtierender Deutscher Meister) und Niedersachsen-Meister MTV Wolfenbüttel hatte es im Kreis der Anhänger der Truppe von Trainer Ulli Meyer eine ganze Reihe von Skeptikern gegeben. Auf sie hatten die Mädchen aus Niedersachsen einen denkbar starken Eindruck hinterlassen, und da man der Heimstärke der Wolfenbüttlerinnen gehört hatte, fürchtete man um eine Fortsetzung der Erfolgsserie der VfL-Mädchen.
Wir selbst hatten für Pessimismus eigentlich keinen Anlaß gesehen, wohl wissend um die Stärken und Tugenden der VfL-Mädchen auch in dieser Saison, auch wenn ein Ausscheiden gegen einen gewiß starken Gegner durchaus mit ins Kalkül gezogen werden mußte.
Und die tolle Truppe um Mannschaftsführerin Andrea Güldenpfennig hat den Optimismus, den wir vor dem Rückspiel am Ostersonnabend verbreiteten, voll gerechtfertigt. Mit 13:11 (7:5) entschieden die Oldesloerinnen auch das Rückspiel für sich, und der Sieg war dabei ungefährdeter, als es der Erfolg mit zwei Toren Differenz besagt, und insbesondere geriet die Truppe von Trainer Ulli Meyer nie in Gefahr, in der Addition beider Treffen jemals den Einzug in die beiden Finalspiele um die Norddeutsche Meisterschaft zu verpassen.
In diesem Finale kommt es zu einer Neuauflage des vorjährigen Endspieles gegen den Hamburger Meister TuS Alstertal. Die AlstertaIerinnen, die schon das Hinspiel gegen TG Oyten (Bremen) mit 15:9 für sich entschieden hatten, gewannen am Donnerstag letzter Woche auch das Rückspiel mit 7:4. Das erste Finale wird bereits am Sonnabend um 17.15 Uhr in der Stormarnhalle steigen. Die endgültige Entscheidung über die Vergabe des Nordtitels wird dann ein Wochenende später – ein genauer Spieltermin steht noch nicht fest – in der Hansestadt Hamburg fallen.
Doch zurück zum Halbfinale in Wolfenbüttel: Die Entscheidung über den Einzug des VfL in das Nordfinale fiel eigentlich schon in den ersten Minuten. Meike Schäfer schloß den ersten Angriff des Spiels mit einem Tor zur 1:0-Führung der Oldesloerinnen ab und Mannschaftsführerin Andrea Güldenpfennig, die sich nach ihren vielen Treffern im Hinspiel in Wolfenbüttel einer harten „Manndeckung“ durch Sabine Fricke erfreute, schaffte wenig später das 2:0. Zusammen mit dem 16:13-Sieg aus dem Hinspiel hatte der amtierende Deutsche Meister damit fünf Tore Vorsprung und Kenner der Mannschaft wußten nun, daß es schon mit dem Teufel zugehen müßte, wenn der VfL sich eine solche Ausgangsbasis noch hätte entreißen lassen. Gefahr. so hatten selbst die Optimisten kalkuliert, hätte den Stormarnerinnen nur noch dann drohen können, wenn dem MTV frühzeitig ein „Anknabbern“ des Hinspielvorsprungs gelungen wäre, was unter Umständen bei ihnen zu einem Spielrausch geführt hätte.
Aber auch so muß man den Wolfenbüttelerinnen bescheinigen, daß sie außerordentlich tapfer und engagiert gegen das drohende Ausscheiden angingen. Durch zwei Treffer in kurzer Folge kamen sie dann auch auf 2:2 heran, aber Andrea Güldenpfennig, die sich auch durch die kurze Deckung keine Fesseln anlegen ließ, stellte bald mit zwei bildschönen Toren – darunter ein Siebenmeter – den alten Abstand wieder her. Andrea war es auch, die nach dem erneuten Anschlußtreffer das 5:3 erzielte.
Der Gastgeber konnte dann anschließend zwar noch einmal auf 5:5 ausgleichen, dieses Zwischenergebnis war aber auch gleichzeitig ihr einziger Gleichstand – abgesehen vom 0:0 zu Beginn und vom zwischenzeitlichen 2:2 – bis zum Spielschluß. Heinke Juds, die mit einer erheblich stärkeren Leistung als im Hinspiel aufwartete, und Meike Schäfer machten bis zur Pause wieder einen Zwei-Tore-Vorsprung perfekt.
Ein Zwei-Tore-Vorsprung im übrigen, der in erster Linie auf eine hervorragende Abwehrleistung zurückzuführen war. Die VfL-Deckung nämlich vollbrachte Schwerstarbeit, zumal die beiden Schiedsrichter Stürmerfouls der kraftvollen Niedersachsen konsequent übersahen. Martina Pusch hatte an dieser guten Abwehrleistung im Tor auch schon ihren gehörigen Anteil, auch wenn sie, wie eigentlich stets, eine gewisse Anlaufphase benötigte.
Ihre ganz große Zeit allerdings sollte noch im zweiten Spielabschnitt folgen, als sie, zu einem Zeitpunkt, als ihre Mannschaftskameradin für einen längeren Zeitraum das gegnerische Tor beim Stande von 8:7 – ein Tor von Andrea Güldenpfennig und zwei Gegentore des MTV –nicht fanden. Da wehrte sie die tollsten Schüsse der aufopferungsvoll kämpfenden Wolfenbüttlerinnen gleich serienweise ab und brachte den Gegner schier zur Verzweiflung. So stark wie in Wolfenbüttel hat sie in dieser Saison sicher noch nicht gehalten, aber die nervenstarke Martina ist ja eigentlich stets dann besonders auf der Höhe, wenn viel auf dem Spiel steht.
Noch dem Tor von Andrea Güldenpfennig zum 9:7 war beim VfL, dem zuvor unverständlicherweise einige Treffer wegen angeblichen Übertritts der Werferinnen nicht anerkannt worden waren, der Bann endgültig gebrochen. Susanne Paetz, die nun immer mehr auftaute und zuvor schon mit zwei Pfostenwürfen Pech hatte, mit drei Toren und Heinke Juds mit einem Tor schraubten bei nur zwei Gegentreffern den Vorsprung auf 13:9, und erst In den beiden Schlußminuten, als beim VfL die Konzentration ein wenig nachließ, konnten die Niedersachsen das Endergebnis noch auf 11:13 mildern.
Der VfL, und das war vielleicht die wichtigste Erkenntnis aus dem Spiel in Wolfenbüttel, verfügt auch in diesem Jahr wieder über eine Truppe mit außerordentlich hoher Moral und unglaublichen kämpferischen Fähigkeiten. Beide Eigenschaften waren von der Mannschaft im bisherigen Verlauf der Saison eigentlich noch nicht so hundertprozentig in Erscheinung getreten, was damit zusammenhängen mag, daß die Truppe den Landesmeistertitel wesentlich leichter als in den Vorjahren erobert hatte und nie so ganz bis zum Letzten gefordert worden war.
Jetzt, wo es darauf ankommt, zeigt die Mannschaft, daß sie auch in dieser Beziehung gegenüber ihren hervorragenden Vorgängerinnen kein Manko aufzuweisen hat. Spielerisch, das ist schon seit längerer Zeit klar, braucht sie ohnehin keine Vergleiche zu scheuen.
Wir jedenfalls halten die derzeitige Mannschaft von Trainer Ulli Meyer, zu der in Wolfenbüttel außer den schon genannten Spielerinnen noch Wiebke Rickert, Anja Bünger, Andrea Struppek, Deike Eumann, Heike Büttner und Anke Petersen gehörten, wobei die beiden letztgenannten ebenso wie die gerade von einer Gehirnerschütterung genesene Katja Schoppenhauer nicht zum Einsatz kamen, für fähig, auch noch weitere Großtaten zu vollbringen, ohne deshalb von ihr nun Wunderdinge zu erwarten und sie unter zu großen Erwartungsdruck setzen zu wollen.
STORMARNER TAGEBLATT vom 21.4.1981
Freitag, 24. April 1981
Ein ganz heißes Handball-Wochenende
Für den VfL stehen zwei Nordtitel und ein Aufstieg auf dem Spiel
(mth). Für die Handballabteilung des VfL Oldesloe, in der Saison 1980/81 wahrlich nicht um Erfolge verlegen, steht ein ganz besonders heißes Wochenende bevor. Die drei Renommiermannschaften des Vereins, die weibliche A-Jugend, die weibliche B-Jugend und die Herrenmannschaft, stehen durchweg vor ganz wichtigen Aufgaben. Aufgaben, die, wenn sie gelöst werden, die großartige Arbeit in der Sparte krönen können, oder doch zumindestens die Wege zu neuen Höhepunkten im Stormarner Handballgeschehen ebnen können. …
Am Sonnabend um 17.15 Uhr steigt in der Stormarnhalle das erste Finale um die Norddeutsche Meisterschaft der weiblichen A-Jugend zwischen Titelverteidiger VfL Oldesloe und dem Hamburger Meister TuS Alstertal. Spiele dieser beiden Mannschaften sind Stormarns Handballfreunden ja nicht mehr ganz unbekannt, standen sich beide Teams doch schon im letzten Jahr im Nordfinale gegenüber.
Vor zwölf Monaten behielten dabei die Schützlinge von Trainer Ulli Meyer das bessere Ende für sich. Im Hinspiel in der Stormarnhalle siegten die Oldesloerinnen dabei knapp mit einem Tor Differenz, so daß man für das Rückspiel schon ein Scheitern des VfL ins Kalkül zog, aber in Hamburg boten die Stormarnerinnen dann ihre wohl beste Saisonleistung überhaupt und sicherten sich mit einem begeisternden 19:16-Erfolg den Nordtitel und hatten damit, wie sich später herausstellte auf dem Weg zur Deutschen Meisterschaft die wohl höchste Hürde übersprungen.
Für das Spiel morgen aber zählt die Vergangenheit natürlich nicht mehr. Die Karten werden neu gemischt, und es wird sich herausstellen, wer dabei in diesem Jahr die meisten Trümpfe in der Hand hat. Nach den guten Leistungen der Schützlinge von Trainer Ulli Meyer in den Halbfinalspielen gegen Niedersachsen-Meister MTV Wolfenbüttel ist uns aber um den VfL eigentlich nicht bange. Die Mannschaft hat gewiß keinen Grund sich zu verstecken und für die nötige Unterstützung der Mannschaft wird sicher wieder eine randvolle Stormarnhalle sorgen. …
STORMARNER TAGEBLATT vom 24.4.1981
Sonnabend, 25. April 1981
Finale Norddeutsche Meisterschaft
VfL Oldesloe wJA – TuS Alstertal 9:12 (4:7)
Der Deutsche Meister fand nie zu seinem Spiel
9:12 gegen TuS Alstertal, aber noch ist nichts verloren
In der Stormarnhalle drohten dem VfL alle Felle davonzuschwimmen, ehe in der Schlußphase noch ein Hoffnungsschimmer aufflackerte
(mth). In ihrem Bemühen, die Norddeutsche Meisterschaft, die in den beiden letzten Jahren an die Trave ging, auch in diesem Jahr erfolgreich zu verteidigen. erlitt die weibliche Handball-A-Jugend des VfL Oldesloe im Hinspiel des Finales in der Stormarnhalle gegen den Hamburger Meister TuS Alstertal einen Rückschlag. Die Truppe von Erfolgstrainer Ulli Meyer fand vor mehr als 400 Zuschauern zu kaum einer Zeit zu ihrer Normalform und mußte sich eine 9:12-Niederlage gefallen lassen.
Diese Niederlage – die erste in dieser Saison in einem Pflichtspiel überhaupt – aber wird die tüchtigen Oldesloer Mädchen gewiß nicht umwerfen. Sicher, es wäre töricht, nun etwa nicht ein Scheitern dir Oldesloer Erfolgsmannschaft für möglich oder wahrscheinlich zu halten. Dazu haben die Hamburgerinnen, die sich im wesentlichen auf die selben Spielerinnen stützen wie im vergangenen Jahr, als der VfL in zwei Spielen, ebenfalls im Endspiel um die Norddeutsche Meisterschaft, die Oberhand behielt, in der Stormarnhalle einen zu starken und geschlossenen Eindruck hinterlassen
Aber noch ist nicht aller Tage Abend, und noch besteht für den amtierenden Deutschen Meister durchaus die Möglichkeit, den Spieß noch einmal herumzudrehen. Drei Tore Rückstand aufzuholen sind zwar kein Pappenstiel, aber, wer die Mädchen um Mannschaftsführerin Andrea Güldenpfennig schon länger beobachtet, weiß, daß die Mannschaft, wenn sie erst einmal zu ihrem Spiel gefunden hat, noch ganz andere Dinge möglich macht.
Und noch eines: Niemand hätte Grund, der Mannschaft Vorwürfe zu machen, wenn in diesem Jahr nicht der Nordtitel in die Stormarner Kreisstadt ginge. Die Mannschaft hat auch in diesem Jahr toll gespielt und Erfolge errungen, an die viele andere Mannschaften kaum zu denken wagen und wir sind uns sicher, daß Andrea Güldenpfennig und Co., wenn es denn sein müßte, mit fliegenden Fahnen und erhobenen Hauptes die Segel streichen würde.
Aber soweit ist es, wie schon gesagt, noch lange nicht. Erst am nächsten Sonntag (Spielbeginn 17 Uhr in der Hansestadt) wird die endgültige Entscheidung fallen und bis dahin fließt noch eine Menge Wasser die Trave und Elbe hinunter. Bleiben wir also beim Hinspiel in der Stormarnhalle.
Der Auftakt verlief aus Oldesloer Sicht eigentlich normal. Die Alstertalerinnen gingen zwar durch Martina Klaßen, neben Nationalspielerin Nicola Plage eine der herausragenden Spielerinnen des Hamburger Meisters, mit 1:0 in Führung, aber Anja Bünger konnte diesen Rückstand postwendend ausgleichen.
Was dann allerdings in den nächsten Minuten folgte, war schon eher ein Grund zur Beunruhigung für die Oldesloer Fans. Da wurde nämlich deutlich, daß die eigene Mannschaft außerordentlich nervös wirkte, wobei vielleicht die Favoritenbürde, die dem VfL als Titelverteidiger zwangsläufig zugemessen wurde, ein wenig drückte. Der Gast aus der Hansestadt dagegen trumpfte selbstbewußt auf, legte eine aggressive Spielweise an den Tag und wußte auch hart und entschlossen zuzupacken.
Tore von Susanne Meier und Nicola Plage hatten den Gast schon mit 3:1 in Führung gebracht, ehe Andrea Güldenpfennig mit einem verwandelten Siebenmeter den zweiten Oldesloer Treffer anbrachte. Bis dahin waren aber immerhin schon mehr als zwölf Minuten vergangen, und die Oldesloer Mädchen hatten noch immer nicht zu ihrem Spiel gefunden. Statt dessen sah man bei ihnen immer wieder unkonzentrierte Abspielfehler und auch überhastete und schlecht getimte Würfe.
Das 4:2 durch Kerstin Majewski konnte Andrea Güldenpfennig mit einem Gewaltwurf zwar noch einmal auf 3:4 verkürzen, aber anschließend kam der Deutsche Meister nie wieder so dicht an den Gegner heran. Klaßen und Plage erhöhten auf 6:3 und dem 6:4 durch einen verwandelten Siebenmeter von Andrea Struppek – Andrea Güldenpfennig war zuvor mit einem solchen Strafwurf am Pfosten gescheitert – erhöhte Sonja Lange noch vor dem Seitenwechsel auf 7:4.
Nun hatte man es in der Vergangenheit schon häufiger erlebt, daß die VfL-Mädchen eine lange Anlaufzeit benötigten, ehe sie so recht in Schwung kamen und so sahen viele in diesem Rückstand noch keinen Grund zur Beunruhigung, baute man doch auf die Kampfkraft und Kondition des VfL. An beidem hat es die Mannschaft im zweiten Spielabschnitt dann auch nicht fehlen lassen, aber der Gegner ließ nicht locker und kämpfte bis zum Schlußpfiff entschlossen mit.
Streckenweise sah es dabei sogar danach aus, als würden dem VfL alle Felle davonschwimmen. Zunächst hatte der Gast durch Plage auf 8:4 erhöht, ehe Meike Schäfer und Heinke Juds auf 6:8 verkürzen konnte. Bis dahin war allerlei passiert, denn Andrea Güldenpfennig und Andrea Struppek scheiterten jeweils knapp mit Siebenmetern und auf der Gegenseite hielt Martina Pusch einen solchen Strafwurf von Nicola Plage. Dann aber drehte der Hamburger Meister noch einmal voll auf und zog durch Tore von Klaßen, Plage und Meiser (2) auf 12:6 davon.
Ein solcher Vorsprung, soviel war allen Betrachtern klar, würde schon nach dem Hinspiel die endgültige Entscheidung bringen, aber der VfL kämpfte unverdrossen weiter und Susanne Paetz, die nun mehr aus sich herausging. schaffte mit drei Treffern in Folge (darunter zwei eiskalt verwandelte Siebenmeter) noch eine deutliche Resultatsverbesserung, die für das Rückspiel noch viele Möglichkeiten offen läßt.
In der Schlußminute allerdings scheiterte auch Susanne Paetz mit einem Siebenmeter an der ausgezeichneten Gästetorhüterin Erika Stüven, so daß der VfL insgesamt vier vergebene Siebenmeter zu beklagen hatte. Eine Quote, die es bei der Truppe von Trainer Ulli Meyer sonst selten gegeben hat, aber auch hier besteht ja im Rückspiel noch die Chance zu einer Besserung. …
STORMARNER TAGEBLATT vom 27.4.1981
Donnerstag, 30. April 1981
Noch haben die VfL-Mädchen nicht aufgegeben
Drei Tore Rückstand sind „viel Holz“, aber noch hat der VfL eine gute Chance
Die Truppe von Trainer Ulli Meyer steht in Alstertal vor ihrer schwersten Aufgabe
(mth). Mit einer ganz neuen Situation hat in dieser Woche die weibliche Handball-A-Jugend des VfL Oldesloe fertig werden müssen. Die 9:12-Niederlage am letzten Sonnabend im ersten Endspiel um die Norddeutsche Meisterschaft gegen den Hamburger Meister TuS Alstertal mußte von der Mannschaft um Nationalspielerin Andrea Güldenpfennig erst einmal verdaut werden.
Es galt, in dieser Woche neue Kräfte zu sammeln, um mit der bestmöglichen Vorbereitung in das Rückspiel am Sonntag um 17 Uhr in der Alstertaler Halle in Hamburg-Fuhlsbüttel, ganz in der Nähe des Flughafens, zu gehen.
Die Ausgangsposition ist für die Schützlinge von Trainer Ulli Meyer, daran kann kein Zweifel bestehen, so schlecht wie noch nie in den letzten Jahren. Aber die Mannschaft, die mit der souveränen Verteidigung des Landesmeistertitels und dem Vordringen in das Nordfinale schon wieder unglaublich viel erreicht hat, und, komme, was da kommen mag, stolz auf das schon Erreichte zurückblicken kann, hat die Flinte deshalb noch lange nicht ins Korn geworfen.
Drei Tore gegen eine so starke und homogene Mannschaft, wie sie der TuS Alstertal besitzt, aufholen zu müssen, sind zwar eine Menge Holz, aber im Sport und insbesondere im Handball ist sicher nichts unmöglich, zumal es für die Oldesloer Mädchen diese Vokabel in der Vergangenheit ohnehin nicht gegeben hat.
Trainer Ulli Meyer hat in dieser Woche mit seiner Mannschaft noch einmal hart und intensiv trainiert und wir sind uns sicher, daß er sich in taktischer Hinsicht einiges einfallen lassen wird, um die Niederlage vom letzten Sonnabend in der Stormarnhalle auszubügeln. Die grobe Marschrichtung ist dabei keinerlei Geheimnis. Der amtierende Deutsche Meister wird in Hamburg volles Risiko eingehen müssen, wenn er seine Chance auf eine erfolgreiche Verteidigung des Nordtitels behalten will.
Ulli Meyer wird sich in Alstertal auf die gleiche Mannschaft stützen, die das Hinspiel bestritt. Deike Eumann, die schon in der Stormarnhalle wegen einer Verletzung fehlte, wird auch in Hamburg nicht zur Verfügung stehen. Ansonsten aber hat der Oldesloer Erfolgstrainer „alles an Bord“ und er baut darauf, daß seine Truppe diesmal besser zu ihrem Spiel findet, als am letzten Sonnabend.
Wir sind uns sicher, daß die Mannschaft es an kämpferischem Einsatz nicht fehlen lassen wird, und zuzutrauen ist der prächtigen Truppe, wenn sie erst einmal richtig in Schwung gekommen ist, einfach alles. Erinnert sei in diesem Zusammenhang an das letztjährige Nordfinale, ebenfalls gegen den TuS Alstertal, als der VfL das Hinspiel „nur“ mit einem Tor gewonnen hatte und von vielen auch schon damals abgeschrieben war und als die Oldesloer Mädchen dann im Rückspiel in Hamburg ihre wohl beste Saisonleistung vollbrachten und mit einem 19:16 wieder Nordmeister wurden.
Ein Sieg in dieser Höhe, den wir weiß Gott nicht berufen und vor allem nicht von den Mädchen verlangen wollen, würde am Sonntag dem Deutschen Meister schon reichen, weil in diesem Fall die auswärts mehr erzielten Tore den Ausschlag geben würden.
Die VfL-Mädchen treten die Reise zu dem entscheidenden Spiel in Hamburg am Sonntag um 15 Uhr an der Stormarnhalle mit einem großen Reisebus an. Einige Plätze sind dabei für Schlachtenbummler noch frei. Interessenten sollten sich möglichst umgehend mit Ulli Meyer in Verbindung setzen. Schlachtenbummler, die mit dem eigenen Wagen oder öffentlichen Verkehrsmitteln die Halle erreichen wollen, sei eine rechtzeitige Anreise empfohlen, denn Zuschauerplatze sind in der Alstertaler Halle sehr rar, so daß Spätankommende das Pech haben könnten, draußen vor der Tür bleiben zu müssen. …
STORMARNER TAGEBLATT vom 30.4.1981
Sonntag, 3. Mai 1981
Finale Norddeutsche Meisterschaft
TuS Alstertal – VfL Oldesloe wJA 9:7 (3:3)
Die VfL-Mädchen verkauften sich teuer, aber: TuS Alstertal siegte auch im Rückspiel und schnappte Nordtitel weg
Die Truppe von Trainer Ulli Meyer war in der zweiten Halbzeit einer Wende nahe, mußte sich aber mit der Vizemeisterschaft begnügen
(mth). Es hat nicht sollen sein! Die weibliche Handball-A-Jugendmannschaft des VfL Oldesloe verlor in Hamburg in der Sporthalle Alstertal auch ihr zweites Finalspiel um die norddeutsche Meisterschaft gegen den Hamburger Meister TuS Alstertal mit 7:9 (3:3), und konnte damit den Nordtitel, den sie in den beiden letzten Jahren errungen hatte, nicht erfolgreich verteidigen.
Zusammen mit dem 12:9-Hinspielerfolg haben die Alstertaler Mädchen bei zusammen 21:16 Toren einen klaren Erfolg erzielt, und niemand, der die zusammen 100 Minuten beobachtet hat, wird ernsthaft behaupten können, der Hamburger Meister hätte unverdient den Nordtitel geholt. Aber auch die Oldesloer Mädchen haben sich keine Vorwürfe zu machen. Die Mannschaft von Trainer Ulli Meyer hat sich insbesondere in Alstertal teuer verkauft, einen tollen Kampf geboten, und sie war streckenweise in der zweiten Halbzeit drauf und dran, dem Spiel noch eine Wende zu ihren Gunsten zu geben.
Gelegentlich fehlte nur ein wenig Glück, um den Gastgeber bei einem Vorsprung von zwei Toren das Fürchten zu lehren. Wenn es am Ende dann doch nicht gereicht hat, so lag das sicher nicht zuletzt an der glänzenden Alstertaler Torhüterin Erika Stüven, die mit einer ganzen Serie von Glanzparaden die VfL-Mädchen, und hier besonders Mannschaftsführerin Andrea Güldenpfennig, schier zur Verzweiflung brachte.
Aber der Vizemeistertitel ist ja schließlich auch etwas wert. Vier Landesmeisterschaften, zwei Nordtitel, zwei Deutsche Meisterschaften und nun zwei Vizemeisterschaften im Norden sind die hervorragende Ausbeute der Truppe von Trainer Ulli Meyer in den letzten vier Jahren. So erfolgreich hat sich unseres Wissens noch nie eine Oldesloer oder auch Stormarner Mannschaft geschlagen, und wer wollte es angesichts dieser imponierenden Bilanz wagen, nach den Niederlagen in den beiden Nordfinalspielen in diesem Jahr etwa „Steine“ auf die Mädchen zu werfen.
Die Mannschaft hat allen Grund, auch weiterhin erhobenen Hauptes durch die Weltgeschichte zu gehen, ja, sie hat auch in der Niederlage Größe bewiesen. Auch im Rückspiel in Alstertal hat sie sich nicht hinreißen lassen, den Erfolg etwa mit unfairen Mitteln zu suchen und nach der Niederlage flossen vereinzelt bei einigen Mädchen zwar ein paar Tränen um den entgangenen Erfolg, aber schon auf der Rückfahrt im Mannschaftsbus waren wieder fröhliche Lieder angesagt und es stellte sich heraus, was Kenner der Mannschaft schon immer gewußt hatten, daß die tolle Truppe nicht nur herausragende Siege großartig zu feiern weiß, sondern auch in Niederlagen den Anstand nicht verliert und sportliche Mißerfolge nicht mit Katastrophen oder ähnlich schrecklichen Dingen verwechselt.
Zum Spiel in Alstertal selbst: Für den VfL war die Ausgangslage klar. Nach der Niederlage im Heimspiel mit drei Toren Differenz mußte die Truppe in der Hansestadt alles auf eine Karte setzen, um weiter eine Chance auf die erfolgreiche Verteidigung der Nordmeisterschaft zu behalten. Insbesondere hatte man sich vorgenommen, dem aggressiven Spiel der Hamburgerinnen, das diese schon in der Stormarnhalle demonstriert hatten, und das sie auch im Heimspiel konsequent fortsetzten, mehr Forschheit entgegenzusetzen.
In der Deckung des VfL klappte dieses Vorhaben dann auch ausgezeichnet, denn es dauerte immerhin sechs Minuten, ehe sich die Alstertalerinnen durch die überragende Nicola Plage zum erstenmal erfolgreich durchsetzen konnten. Plages Treffer bedeutete auch das 1:0, denn der VfL-Angriff, in dem Andrea Güldenpfennig wie schon im Hinspiel resolut an spielerischer Entfaltung und aussichtsreichen Torwürfen gehindert wurde, hatte doch erhebliche Mühe, um sich in Szene setzen zu können.
Kam dennoch einmal ein Wurf durch die dichtgestaffelte Abwehr des Hamburger Meisters, so war deren Torhüterin Erika Stüven von Anbeginn an auf der Hut. Aber Martina Pusch auf der Gegenseite stand ihr in nichts nach. Sie parierte in der achten Minute einen Siebenmeter von Susanne Meier und gab ihrer Mannschaft damit Auftrieb.
Katja Schoppenhauer, in diesem Spiel von Anfang an eingesetzt, nutzte diesen Auftrieb in der zehnten Minute mit einem herrlichen Tor vom Kreis zum 1:1. Tore aber blieben in der ersten Halbzeit auch weiterhin Mangelware auf beiden Seiten. Die Alstertalerinnen erzielten überhaupt keinen einzigen Feldtreffer mehr bis zum Seitenwechsel, aber Nicola Plage verwandelte in der 11. und 13. Minute zwei Siebenmeter zum 2:1 und 3:1, während der VfL bei derartigen Exekutionen, wie schon im Hinspiel, eine für sie verheerende Ausbeute hatte.
Zunächst konnte Andrea Güldenpfennig Erika Stüven mit einem Strafwurf nicht überwinden und, nachdem inzwischen Heinke Juds (15 Minuten) und Katja Schoppenhauer (20. Minute) auf 3:3 ausgeglichen hatten, scheiterte unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff auch Katja Schoppenhauer mit einem Siebenmeter.
Bei dem 3:3-Halbzeitstand war eigentlich schon klar, daß der VfL das Spiel schon mit vier Toren Differenz gewinnen müßte, um noch Nordmeister zu werden, denn die geringe Torausbeute auf beiden Seiten ließ erwarten, daß bei einem eventuellen Drei-Tore-Sieg des amtierenden Deutschen Meisters die zwölf in Oldesloe erzielten Tore den Ausschlag für die Alstertalerinnen geben würden.
Der zweite Spielabschnitt begann für den VfL dann günstiger als die erste Hälfte. Heinke Juds brachte in der 27. Minute mit einem verwandelten Siebenmeter den VfL erstmalig in Führung und anschließend hatte der VfL sogar zwei Minuten Gelegenheit, mit Überzahl zu spielen, denn Kathrin Jetter mußte nach wiederholtem Foulspiel für zwei Minuten auf die Strafbank.
Die VfL-Mädchen wußten diesen Vorteil aber nicht zu nutzen, doch als der Gegner wieder komplett war, erhöhte Andrea Güldenpfennig auf 5:3. Nur noch ein Tor fehlte dem VfL jetzt zum völligen Ausgleich und der Gastgeber, man spürte es deutlich, begann nervös zu werden. Aber die Alstertalerinnen hatten ja noch ihre neben Torhüterin Erika Stüven herausragende Spielerin Nicola Plage, die ihrem Namen alle Ehre machte und für den VfL wirklich zur „Plage“ wurde. Als Meike Schäfer eine Zwei-Minuten-Strafe absitzen mußte, verkürzte sie auf 4:5.
Aber noch hatte der VfL lange nicht aufgesteckt. Andrea Struppek verwandelte in der 37. Minute einen Siebenmeter zum 6:4 und nachdem Susanne Meier im Gegenzug auf 5:6 verkürzt hatte, stellte Wiebke Rickert in der 38. Minute den Zwei-Tore-Vorsprung für den VfL wieder her.
Die folgenden vier Minuten waren dann außerordentlich hektisch, temperamentvoll und, im Nachhinein betrachtet, wohl ausschlaggebend für den Ausgang der Nordmeisterschaft. Der VfL haderte dabei ein wenig mit seinem Schicksal, denn zum einen konnte Andrea Struppek einen Siebenmeter in dieser Phase nicht unterbringen, und ein Treffer von Heinke Juds, die einen Abpraller im Netz unterbrachte, fand bei den beiden Schiedsrichtern aus Hamburg unverständlicherweise keine Anerkennung. Sie hatten sich offensichtlich dadurch irritieren lassen, daß Erika Stüven bei diesem Treffer benommen am Boden lag – sie war von dem vorangegangenen Wurf getroffen worden –, aber dafür konnte der VfL ja schließlich nichts.
Ein Drei-Tore-Vorsprung zu diesem Zeitpunkt hätte den Oldesloer Mädchen noch einmal alle Chancen eröffnet, zumal die Alstertalerinnen merklich nervös geworden waren. So aber nahm das Verhängnis auf der anderen Seite seinen Lauf. Sonja Lange und noch einmal Nicola Plage (mit Siebenmeter) glichen innerhalb von 60 Sekunden aus und damit war das Nordfinale in der Zusammenrechnung endgültig entschieden.
Die Oldesloerinnen kämpften zwar noch unverdrossen weiter und gingen wirklich mit fliegenden Fahnen unter, aber der letzte Druck war nun doch aus ihren Aktionen genommen. Wiederum Sonja Lange und noch einmal Nicola Plage mit einem Siebenmeter warfen dann sogar noch einen 9:7-Erfolg für die Hamburgerinnen auch im Rückspiel heraus, aber diese beiden Treffer machten den „Kohl“ dann auch nicht mehr „fett“, denn der Verlust der Nordmeisterschaft für die Truppe von Trainer Ulli Meyer war schon vorher perfekt.
Der VfL braucht sich wegen der Niederlage in Alstertal weiß Gott nicht zu schämen. Die Mannschaft, in der außer den schon genannten Spielerinnen noch Susanne Paetz und Anja Bünger zum Einsatz kamen – Heike Büttner und Anke Petersen wurden nicht eingesetzt und Deike Eumann war wegen ihrer Verletzung noch nichteinsatzfähig – hat großartig gespielt und gekämpft und ist letztlich an einem zu starken Gegner gescheitert.
STORMARNER TAGEBLATT vom 4.5.1981
Freitag, 29. Mai 1981
Eine Luftsportshow mit Knüllern und Überraschungen
Erlös fließt Kanada-Reise der VfL-Mädchen zu
(st). Am kommenden Sonntag findet ab 15 Uhr auf dem Sportplatz am Masurenweg eine große Luftsportshow statt, deren Erlös der weiblichen Handball-Jugend A des VfL Oldesloe zur Finanzierung ihrer Kanada-Reise zufließen soll.
Dem Veranstalter ist es gelungen, ein außergewöhnliches Programm zusammenzustellen, in dessen Mittelpunkt ein Fallschirm-Schauspringen steht. Aus unterschiedlichen Höhen steigen die Springer des Fallschirm-Sport-Clubs Lübeck aus ihrem Flugzeug vom Typ Do 27 über der Stadt aus, um dann mit ihren Spezialschirmen den Sportplatz am Masurenweg anzusteuern.
Eine weitere Attraktion dürfte der Auftritt der „Cartoon-Staffel-Lübeck“ sein, die neben ihren Segelflug- und Großmodellen einen spektakulären Hochgeschwindigkeits-Synchronflug zeigt, bei dem die Modelle vom Typ „Cartoon“ mit 160 km/h und mehr in geringem Abstand aneinander vorbeifliegen, Sturzflüge und Verfolgungsjagden vorführen. Im Rahmen dieses Programmes tritt der Deutsche Vizemeister im Hubschrauber-Kunstflug mit seinem Modellhubschrauber Marke Eigenbau auf, um eine Kostprobe seines erstaunlichen Könnens zu präsentieren.
Unter den erwachsenen Teilnehmern werden Rundflüge über den Kreis Stormarn verlost. Für die musikalische Umrahmung sorgt der Oldesloer Spielmannszug, der eine bunte Musikparade vorführt.
Für Kinder, die an der Veranstaltung teilnehmen, findet ein Luftballon-Weitflug-Wettbewerb statt, bei dem es viele Preise zu gewinnen gibt. Wer daran teilnehmen möchte, sollte einen Zettel mitbringen, auf dem Name, Anschrift und Alter deutlich lesbar geschrieben stehen.
Weil das Programm stark witterungsabhängig ist, behält sich der Veranstalter Programmänderungen vor. Da bei guter Witterung mehrere Tausend Gäste erwartet werden, bittet der Veranstaltungsleiter Oldesloer Besucher, auf die Benutzung ihrer Kraftfahrzeuge zu verzichten. Zu dem Veranstaltungsort, der in der Nähe der Ortseinfahrt Bad Oldesloe von der Autobahnanschlußstelle Bad Oldesloe kommend liegt, werden auswärtige Gäste durch Hinweisschilder geführt.
STORMARNER TAGEBLATT vom 29.5.1981
Sonntag, 31. Mai 1981
Die vier Springer vom Fallschirm-Sport-Club Lübeck waren eine der Attraktionen bei der Luftsportshow auf dem Sportplatz am Masurenweg. Sie sprangen mit Spezialfallschirmen ab und landeten zielgenau auf dem Platz. Mit der Veranstaltung wollte der VfL Geld für die Reise der Handballmädchen nach Kanada einnehmen. Beachtet wurde auch der deutsche Vizemeister Im Hubschrauber-Kunstflug, der mit einem von ihm selbst entwickelten Modell eine Kostprobe seines Könnens gab. Weitere Vorführungen mit Modellflugzeugen, die Musik des Oldesloer Spielmannzuges und vieles mehr gehörten zu dem abwechslungsreichen Programm.
STORMARNER TAGEBLATT vom 1.6.1981
Freitag, 19. Juni 1981
TV Oberlahnstein – VfL Oldesloe wJA 7:7
Alte Kontakte wurden neu belebt
VfL-Handball-A-Jugend weilte In Oberlahnstein
(st). Die weibliche Handball-A-Jugend des VfL Oldesloe, Deutscher Meister in den beiden letzten Jahren und 1981 wiederum Landesmeister und norddeutscher Vizemeister, weilte kürzlich mit einer allerdings ersatzgeschwächten Truppe bei Westmeister TG Oberlahnstein, um die Kontakte, die im letzten Jahr im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft geknüpft wurden, neu zu beleben. Im Mittelpunkt der Begegnung stand natürlich ein Handballspiel, das mit einem leistungsgerechten 7:7-Unentschieden endete. Der Ausgleich für die Truppe von Trainer Ulli Meyer fiel dabei erst Sekunden vor Schluß durch Wiebke Rickert. …
STORMARNER TAGEBLATT vom 19.6.1981
Dienstag, 23. Juni 1981
Abschluß der Handballsaison
Noch einmal Turniererfolge
Noch eine Sponsorveranstaltung für Kanada-Reise
(mth). Die beiden in der kommenden Saison von Ulli Meyer trainierten Mannschaften – die Damen und die weibliche A-Jugend – der Handballabteilung des VfL Oldesloe beteiligte sich am letzten Wochenende noch einmal an Kleinfeldturnieren.
Dabei kam die weibliche A-Jugend, die bis auf die verhinderte Meike Schäfer in der Besetzung spielte, die auch im nächsten Jahr das Rennen in der schleswig-holsteinischen Oberliga aufnehmen wird, in Kremperheide zu einem Turniersieg. Im Finale schlugen die Oldesloerinnen, für die Martina Pusch, Heinke Juds (9 Tore während des Turniers), Katja Schoppenhauer (6), Anja Bünger (2), Bettina Witten (2), Kirstin Timm, Kerstin Steffek, Sonja Plath, Heike Büttner (alle 1) und Anke Petersen zum Einsatz kamen, Gastgeber Kremperheide glücklich mit 2:1.
… Für die erfolgreiche weibliche A-Jugendmannschaft der letzten Jahre rückt die Kanada-Traumreise nun langsam immer näher. Abflug ist am 2. Juli. Da die letzte Sponsor-Veranstaltung (Luftsportshow) nicht den erhofften finanziellen Erfolg brachte, klafft in der Reisekasse noch immer ein beträchtliches Loch. Dieses wenigstens zum Teil stopfen zu können, hofft die Truppe am Mittwoch dieser Woche, wenn um 20 Uhr im Schützenhof eine Star-Disco mit „Vossi-Bär“ und Meyers Rollender Diskothek veranstaltet wird, deren Reinerlös der Reise der Mädchen zufließt.
Hoffen wir mit den Mädchen, daß sich möglichst viele Discofreunde auf den Weg zu dieser Veranstaltung machen, damit die große Reise nicht zu einem finanziellen Abenteuer wird.
STORMARNER TAGEBLATT vom 23.6.1981
Mittwoch, 24. Juni 1981
