Handball im VfL Oldesloe 

1982/83 Frauen 

 

Freitag, 3. September 1982

Probleme vor dem Saisonstart

VfL-Damen bestreiten Oberliga-Debüt mit vielfachem Ersatz

(mth). Am morgigen Sonnabend beginnt für die Damen-Handballmannschaft des VfL Oldesloe um 17.15 Uhr in der Stormarnhalle die neue Saison. Die Mannschaft von Trainer Ulli Meyer, der sich in dieser Serie ganz auf die Damenmannschaft konzentrieren wird, nachdem er in der letzten Saison ja noch zweigleisig fuhr und neben der Damenmannschaft, mit der er Bezirksmeister wurde und den Aufstieg in die schleswig-holsteinische Oberliga schaffte, auch noch die Oberliga-Mannschaft der weiblichen A-Jugend trainierte, steht dabei vor einem ganz schweren Debüt in der höchsten Spielklasse des Landes.

Mit TuS Lübeck kommt nämlich nicht nur der erklärte Meisterschaftsfavorit in die Oldesloer Kreisstadt, dazu drücken den VfL-Trainer noch erhebliche Personalprobleme. Vier seiner Spielerinnen – Jeanette Müller, Andrea Hasenberg, Anja Müller und Petra Payka – weilen nämlich noch auf Urlaub und stehen nicht zur Verfügung.

Diese Ausfälle treffen den VfL um so härter, als der Kader für die Oberliga-Mannschaft, der ursprünglich zwölf Spielerinnen umfassen sollte, inzwischen ohnehin auf nur noch zehn Spielerinnen geschmolzen ist. Meike Schäfer ist nämlich noch kurz vor Saisonbeginn zum Regionalligisten TV Eilbek abgewandert und Heinke Juds hat es ebenso kurzfristig zu ihrem Heimatverein, SV Boostedt (Bezirksklasse), zurückgezogen.

Mit dem verbliebenen Rest von sechs Aktiven – die Feldspielerinnen Andrea Güldenpfennig, Susanne Paetz, Wiebke Rickert und Katja Schoppenhauer und die beiden Torhüterinnen Martina Pusch und Gudrun Fandrey (vormals Noack) – läßt sich das erste Oberligaspiel natürlich nicht allein bestreiten. Da die wieder für den Punktspielbetrieb gemeldete zweite VfL-Damenmannschaft am Wochenende ebenfalls ihr erstes Punktspiel bestreitet und auch nur einen sehr knappen Kader hat, sollen nun die drei A-Jugendlichen Susanne Pommerening, Kirstin Timm und Sonja Plath für die Damenmannschaft freigeholt werden und den Stamm auffüllen.

Der VfL, der mit einem Durchschnittsalter von 19,9 Jahren ohnehin schon die jüngste Truppe in der Oberliga stellt, wird also mit einem blutjungen Team gegen den Meisterschaftsanwärter aus Lübeck antreten. Er wird sicherlich viel Mühe haben, gegen die wesentlich routinierteren Gäste ein ehrenvolles Ergebnis zu erzielen, hat sich aber vorgenommen, den hoffentlich wieder recht zahlreichen Zuschauern kämpferisch alles zu geben.

STORMARNER TAGEBLATT vom 3.9.1982

 

Sonnabend, 4. September 1982

VfL Oldesloe – TuS Lübeck 93 14:13 (9:6)

Ein Auftakt nach Maß

VfL-Damen zwangen den Favoriten in die Knie

(mth). Einen hervorragenden Start erwischte die Damenmannschaft der Handballabteilung in der schleswig-holsteinischen Oberliga. Eigentlich hatte man der Mannschaft von Trainer Ulli Meyer für die Begegnung gegen TuS Lübeck 93 in der Stormarnhalle nicht viele Chancen einräumen können, denn die Lübeckerinnen zählen zu den Meisterschaftsfavoriten in dieser Spielklasse und der VfL mußte noch auf einige Stammspielerinnen, die noch in Urlaub weilen, verzichten.

Immerhin aber war Anja Müller vorzeitig aus den Ferien zurückgekehrt, so daß „nur“ noch Andrea Hasenberg, Jeanette Müller und Petra Payka fehlten. Dennoch war die Personaldecke noch immer so dünn, daß mit Sonja Plath und Kirstin Timm zwei Spielerinnen aus der A-Jugend für diese Begegnung hatten freigeholt werden müssen.

Die VfL-Damen aber ließen sich von diesen Umständen nicht beirren. Durch zwei Tore von Anja Müller und einen Treffer von Susanne Paetz führte der VfL schon nach sechs Minuten mit 3:0 und diesen Drei-Tore-Vorsprung konnte die Mannschaft bis zum Halbzeitstand von 9:6 halten.

Im zweiten Spielabschnitt holten die Lübeckerinnen, in deren Reihen auch die Ex-Oldesloerin Renate Warnke mitwirkte, dann Tor um Tor auf und als sie kurz vor Spielschluß auf 13:13 ausgeglichen hatten, mußte man schon befürchten, der VfL würde noch um die Früchte seines hervorragenden Kampfgeistes gebracht werden. Aber die Oldesloer Damen behielten ihre Nerven im Zaum und mit einem verwandelten Siebenmeter stellte die einmal mehr überragende Andrea Güldenpfennig doch noch den 14:13-Erfolg ihrer Mannschaft sicher.

Mit sechs Treffern war Andrea Güldenpfennig trotz fast ständiger hautnaher Bewachung erfolgreichste Torwerferin des VfL. Susanne Paetz (4), Anja Müller (2), Wiebke Rickert und Katja Schoppenhauer warfen die restlichen Tore. Außerdem kamen noch die beiden A-Jugendspielerinnen Kirstin Timm und Sonja Plath und für je eine Halbzeit die beiden Torhüterinnen Martina Pusch und Gudrun Fandrey zum Einsatz.

STORMARNER TAGEBLATT vom 7.9.1982

 

Freitag, 10. September 1982

VfL-Damen morgen in Kiel

Auch gegen KSV Holstein Kiel II nur Außenseiter

(mth). Die Damenmannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe bestreitet am Sonnabend um 17.30 Uhr bei der zweiten Mannschaft des KSV Holstein Kiel ihr erstes Auswärtsspiel in der gerade begonnenen Punktspielsaison in der schleswig-holsteinischen Oberliga. Wie schon der Gegner des letzten Wochenendes, der TuS Lübeck 93, gehören auch die Kieler Damen zum Favoritenkreis auf den Meistertitel in dieser Spielklasse und auch für diese Begegnung dürfen die Oldesloerinnen nur als Außenseiter gelten.

Dies um so mehr, als man gegen diesen Gegner erst kürzlich auf einem Turnier in Hamburg glatt mit vier Toren Unterschied verlor und Trainer Ulli Meyer weiterhin auf die noch im Urlaub befindlichen Stammspielerinnen Andrea Hasenberg und Jeanette Müller verzichten muß. Wieder mit von der Partie ist dagegen Petra Payka, die die Mannschaft sicherlich verstärken wird. Aber trotz der Außenseiterrolle rechnet sich der VfL natürlich auch in der Landeshauptstadt, gespielt wird in der Halle Elendsredder, eine Chance aus.

STORMARNER TAGEBLATT vom 10.9.1982

 

Sonnabend, 11. September 1982

Holstein Kiel – VfL Oldesloe 18:18 (5:7)

VfL-Damen weiter ungeschlagen

Auch ohne Auswechselungen bei Holstein Kiel II bestanden

(mth). Die Damenmannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe überstand auch ihr zweites Saisonspiel in der schleswig-holsteinischen Oberliga ohne Niederlage. Bei der zweiten Mannschaft des KSV Holstein Kiel erreichten die Oldesloerinnen ein 18:18-Unentschieden, obwohl die Mannschaft weiterhin auf Andrea Hasenberg und Jeanette Müller verzichten mußte und mit Ausnahme der Torhüterposition keine Auswechslungsmöglichkeit hatte.

Beim Favoriten Holstein Kiel erwischten die VfL-Damen einen guten Start. Nach dreißig Sekunden warf Andrea Güldenpfennig den ersten Treffer, Anja Müller erhöhte mit einem Freiwurftrick auf 2:0. Obwohl Susanne Paetz und Andrea Güldenpfennig mit Siebenmeterwürfen scheiterten erhöhte Katja Schoppenhaur mit zwei Toren auf 4:2.

Torhüterin Marina Pusch hielt beim Stand von 4:3 einen Siebenmeter. Petra Payka, Andrea Güldenpfennig mit einem Tempogegenstoß und Wiebke Rickert stellten den Pausenstand von 7:5 für den VfL her.

Durch zwei Zeitstrafen für Katja Schoppenhauer und Wiebke Rickert mußten die VfLerinnen vier Tore zum 7:8 hinnehmen. Holstein Kiel erhöhte sogar auf 10:8. Dann drehten die VfL-Damen auf. Sechs (!) Tore in Folge brachten eine 14:10-Fürung. In der Schlußphase verlor der Schiedsrichter völlig den Überblick. Durch vier (!) Siebenmeter konnte Holstein ausgleichen. Andrea Güldenpfennig erzielte mit drei Toren das 17:15. Holstein Kiel konnte wiederum ausgleichen. Nach Wiebke Rickerts 18:17 führte ein Tempogegenstoß zum 18:18-Endstand.

Für die Mannschaft um Trainer Ulli Meyer spielten: Martina Pusch und Gudrun Fandrey je eine Halbzeit im Tor, Anja Müller (2 Tore), Wiebke Rickert (2), Susanne Paetz, Katja Schoppenhauer (3), Petra Payka (1), Andrea Güldenpfennig (10).

STORMARNER TAGEBLATT vom 14.9.1982

 

Freitag, 17. September 1982

Großes Handballprogramm in der Stormarnhalle

(mth). … Endlich in Bestbesetzung kann auch die VfL-Damenmannschaft antreten, die am Sonnabend um 17.15 Uhr auf den Mitaufsteiger in der schleswig-holsteinischen Oberliga, den TSV Kronshagen, trifft. Gut in Erinnerung ist noch die Aufstiegsrunde der Damen, als der VfL sein Heimspiel gegen die Kronshagenerinnen nach sicherer Führung noch mit 15:16 verlor und damit den vorher schon sicher scheinenden Aufstieg in Gefahr brachte. Diese Scharte will die Truppe von Trainer Ulli Meyer morgen unbedingst auswetzen und da nun auch Andrea Hasenberg und Jeanette Müller wieder zur Verfügung stehen, sollte dieses Vorhaben für die Truppe um Andrea Güldenpfennig auch möglich sein.

Mit 3:1 Punkten aus zwei Spielen gegen Mitfavoriten auf den Meistertitel hat sich der VfL bisher ja trotz der vielen Ausfälle ausgezeichnet aus der Affäre gezogen, aber auch die Kronshagenerinnen haben noch nichts anbrennen lassen und gehören zu den vier Mannschaften, die nach zwei Spieltagen noch ohne Punktverlust sind. Mit einer spannenden Auseinandersetzung kann also fest gerechnet werden. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 17.9.1982

 

Sonnabend, 18. September 1982

VfL Oldesloe – TSV Kronshagen 16:16 (7:7)

Erfolgreiches Handball-Wochenende

(mth). … Die Oldesloer Damen gerieten zunächst mit 0:2 gegen die Kronshagenerinnen in Rückstand, konnten aber bald aufholen und führten kurz vor der Pause mit 7:6, ehe den Gästen zum Seitenwechsel noch der Ausgleich zum 7:7 gelang. Auch nach der Pause hatte der VfL zunächst wieder einen schlechten Start und geriet mit 8:11 in Rückstand. Eine Umstellung in der Deckung und Tempospiel im Angriff sorgten dann aber erneut für eine Wende. Sekunden vor Schluß führte der VfL dann sogar mit 16:15, aber unmittelbar vor dem Abpfiff gelang den Gästen dann doch noch der Ausgleich.

Mit neun Treffern war Andrea Güldenpfennig einmal mehr die erfolgreichste Torwerferin beim VfL. Andrea Hasenberg (3), Anja Müller (2), Susanne Paetz und Jeanette Müller warfen die restlichen Tore. Außerdem spielten noch Martina Pusch, Gudrun Fandrey, Wiebke Rickert, Katja Schoppenhauer und Petra Payka für den VfL.

Die Tabelle in der schleswig-holsteinischen Oberliga hat nun folgendes Aussehen:

MTV Heide             3              35:30       6:0

TSV Kronshagen   3              45:43       5:1

TSV Neustadt        2              34:26       4:0

MTV Itzehoe           3              54:39       4:2

TSV Breiholz          3              43:39       4:2

VfL Oldesloe          3              48:47       4:2

Bramstedter TS      3              30:31       2:2

TSV Kremperh.      3              36:37       2:4

TUS Lübeck 93       3              37:39       2:4

KSV Holstein Kiel  3              44:47       1:5

FT Neumünster      3              32:37       0:6

TSV Ellerau            3              44:67       0:6

STORMARNER TAGEBLATT vom 21.9.1982

 

Freitag, 24. September 1982

Handball am Wochenende

(mth). … Die VfL-Damen haben mit 4:2 Punkten als Aufsteiger in der schleswig-holsteinischen Oberliga die Erwartungen erfüllen können, zumal sie noch ungeschlagen sind. Ob diese Serie auch nach dem Auswärtsspiel beim MTV Itzehoe am Sonntag um 16.30 Uhr noch Gültigkeit hat, muß sehr bezweifelt werden, denn Trainer Ulli Meyer muß voraussichtlich auf Andrea Güldenpfennig und Anja Müller verzichten und dazu sind die Itzehoerinnen derzeit glänzend in Form, wie ihr 27:11-Sieg am letzten Wochenende gegen den TSV Ellerau zeigte. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 24.9.1982

 

Sonntag, 26. September 1982

MTV Itzehoe – VfL Oldesloe 10:18 (8:9)

Die Damen-Oberliga-Mannschaft siegte beim MTV Itzehoe überraschend deutlich mit 18:10

(mth). … Bei den VfL-Damen konnte Trainer Ulli Meyer doch auf die ehemalige Jugendnationalspielerin Andrea Güldenpfennig zurückgreifen, mußte aber auf Rückraumspielerin Anja Müller verzichten und hatte so, einschließlich der beiden Torhüterinnen, nur neun Spielerinnen zur Verfügung. Dennoch ging der VfL schnell mit 4:0 in Führung, ließ den Gastgeber bis zum Seitenwechsel aber auf 8:9 herankommen.

In der zweiten Halbzeit brauchten die Itzehoerinnen dann 20 Minuten, ehe sie mit einem verwandelten Siebenmeter ihren neunten Treffer anbrachten und bis zu diesem Zeitpunkt war die Partie natürlich längst entschieden, denn der VfL hatte seinen Vorsprung auf 14:8 ausgebaut.

In der Schlußphase wurden die Oldesloerinnen dann von den Schiedsrichtern klar benachteiligt, denn ihnen wurde nun eine Zeitstrafe nach der anderen aufgebrummt, aber davon ließ man sich nicht beirren und baute den Vorsprung bis zum Schluß noch auf 18:10 aus.

Mit neun Treffern erzielte Andrea Güldenpfennig einmal mehr den Löwenanteil der Oldesloer Tore und hatte damit neben der glänzend disponierten Torhüterin Martina Pusch entscheidenden Anteil am Erfolg. Die restlichen Treffer teilten sich Susanne Paetz (4), Petra Payka, Andrea Hasenberg (je 2) und Jeanette Müller. Außerdem kamen noch Gudrun Fandrey, Wiebke Rickert und Katja Schoppenhauer zum Einsatz.

Die Tabelle in der Damen-Oberliga hat nun folgendes Aussehen:

MTV Heide             4              44:39       7:1

TSV Neustadt        3              49:36       6:0

VfL Oldesloe          4              66:57       6:2

TSV Breiholz          4              55:48       6:2

TSV Kronshagen   4              54:52       6:2

Bramstedter TS      3              42:42       4:2

TuS Lübeck 93       4              51:42       4:4

MTV Itzehoe           4              64:57       4:4

TSV Kremperheide 4              39:49       2:6

KSV Holstein Kiel  4              53:59       1:7

FT Neumünster      4              42:52       0:8

TSV Ellerau            4              55:79       0:8

STORMARNER TAGEBLATT vom 29.9.1982

 

Freitag, 1. Oktober 1982

(mth). … Hochbetrieb herrscht am Wochenende in der Oldesloer Stormarnhalle in Sachen Handball. Am Sonnabend von 14 bis 21 Uhr und am Sonntag von 9 bis 18 Uhr belegen die Handballer des VfL die Halle mit Beschlag.

… Eine scheinbar leicht Aufgabe hat ab 17.15 Uhr die Damenmannschaft des VfL, die Schlußlicht TSV Ellerau erwartet. Gegen diesen Gegner hat der VfL schon in der letzten Saison im Pokal erfolgreich bestanden und es müßte eigentlich schon mit dem Teufel zugehen, wenn Andrea Güldenpfennig und Co nicht auch diese Partie ungeschlagen überstehen sollten.

Leichtsinnig allerdings darf die Truppe von Trainer Ulli Meyer auch in diese Begegnung nicht gehen, sonst könnte leicht der Kontakt zur Tabellenspitze verloren gehen. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 1.10.1982

 

Sonnabend, 2. Oktober 1982

VfL Oldesloe – TSV Ellerau 20:15 (13:9)

Die VfL-Damen übernahmen erstmalig die Oberliga-Tabellenführung

(mth). Mit Siegen für die Damen-Oberliga und die Herren-Bezirksliga-Mannschaft sowie einer Niederlage für die weibliche A-Jugend endeten am Wochenende die Spiele der drei ranghöchsten Mannschaften der Handballabteilung des VfL Oldesloe.

Die VfL-Damen taten sich gegen Schlußlicht TSV Ellerau zunächst sehr schwer. Das lag sicherlich nicht zuletzt daran, daß Andrea Güldenpfennig kurz gedeckt wurde und die Mannschaft sich erst umstellen mußte. So gingen die Gäste zu Beginn mit 1:0, 2:1 und 3:2 in Führung. Als der VfL dann aber mit einem Zwischenspurt auf 6:3 und 7:4 davonzog, schienen die Fronten schon klar abgesteckt.

Aber noch gaben die Gäste nicht auf und bei 9:9, wenige Minuten vor Halbzeit, war wieder alles offen. Bis zum Seitenwechsel aber hatte der VfL mit vier Treffern hintereinander schon wieder einen klaren 13:9-Vorsprung herausgeworfen.

Dieser Abstand wurde im zweiten Spielabschnitt stets gewahrt und am Ende hatten die Oldesloerinnen schließlich mit 20:15 gewonnen, ohne daß sie sich deswegen ein Bein ausgerissen hätten.

In den Reihen des VfL wirkte erstmalig Martina Scheel mit, die kurzfristig vom Bundesligisten Union Hamburg in den Schoß ihres Stammvereins zurückkehrte. Sie blieb gegen Ellerau zwar noch ohne Torerfolg, verspricht für die Mannschaft aber eine große Verstärkung zu werden.

Mit vier Treffern war Susanne Paetz an diesem Tag erfolgreichste Torwerferin, Jeanette Müller, Petra Payka, Wiebke Rickert (je 3), Andrea Hasenberg. Anja Müller und Katja Schoppenhauer (je 2) waren außerdem noch erfolgreich.

Andrea Güldenpfennig hielt sich wegen der engen Deckung sehr zurück, saß auch ungewohnt lange auf der Bank und kam so nur zu einem Treffer. Außerdem wurden noch die beiden Torhüterinnen Gudrun Fandrey und Martina Pusch eingesetzt. Mit diesem Sieg hat der noch ungeschlagene VfL nun die Tabellenführung übernommen. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 5.10.1982

 

Dienstag, 12. Oktober 1982

Mitaufsteiger Kronshagen überholte die spielfreien Oldesloer Damen

(mth). In der schleswig-holsteinischen Oberliga der Handballdamen büßte der VfL Oldesloe am letzten Wochenende die gerade eine Woche zuvor eroberte Tabellenführung wieder ein. Ursache dafür aber war nicht etwa ein Punktverlust der Oldesloer Damen – die Truppe von Trainer Ulli Meyer war nämlich spielfrei – sondern ein 10:9-Erfolg von Mitaufsteiger TSV Kronshagen gegen den KSV Kremperheide.

Die Kronshagenerinnen weisen nun 10:2 Punkte auf gegenüber 8:2 Zählern der Stormarnerinnen. Auf diesen Punktestand kommt nach einem 21:14-Erfolg bei Holstein Kiel II inzwischen auch der TSV Neustadt. der wegen der minimal schlechteren Tordifferenz aber noch hinter den Oldesloern rangiert.

Nächste Aufgabe für den VfL ist am kommenden Sonnabend um 19 Uhr ein Gastspiel beim Tabellenvierten TSV Breiholz, der seine gute Form mit einem 21:10-Sieg beim MTV Itzehoe unterstrich. Die Oldesloerinnen müssen in diesem Spiel ohne Andrea Güldenpfennig auskommen, die für drei Wochen wegen einer Afrikareise fehlt. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 12.10.1982

 

Freitag, 15. Oktober 1982

(mth). … Nicht in bester Besetzung kann die Oberliga-Damenmannschaft des VfL am Sonnabend um 19 Uhr beim Tabellenvierten TSV Breiholz antreten. Die frühere Jugendnationalspielerin Andrea Güldenpfennig weilt zur Zeit auf einer Afrikareise und steht für diese und die beiden nächsten Begegnungen nicht zur Verfügung. Dennoch rechnet sich die Truppe von Trainer Ulli Meyer bei den Breiholzerinnen eine gute Chance aus, auch weiterhin ungeschlagen zu bleiben. Schon in der letzten Begegnung gegen den TSV Ellerau wurde ja deutlich, daß auch die anderen Spielerinnen der Mannschaft Tore werfen können. Andrea Güldenpfennig wurde in dieser Begegnung bekanntlich kurz gedeckt. hielt sich entsprechend zurück und warf nur einen von 20 Treffern. So gesehen war das Spiel gegen Ellerau sicher eine gute Generalprobe und ganz in diesem Sinne wollen Mannschaftsführerin Andrea Hasenberg und ihre Mitspielerinnen auch in Breiholz auftrumpfen. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 15.10.1982

 

Sonnabend, 16. Oktober 1982

TSV Breiholz – VfL Oldesloe 12:5 (6:1)

Damen kamen unter die Räder

(mth). … Die VfL-Damenmannschaft mußte ohne Andrea Güldenpfenng beim TSV Breiholz eine empfindliche 5:12-Niederlage einstecken und fiel auf den fünften Tabellenplatz zurück. …

Ganz böse unter die Räder kam die Damenmannschaft des VfL in Breiholz. Ohne Andrea Güldenpfennig lief beim VfL überhaupt nichts zusammen und die Mannschaft geriet schnell aussichtslos in Rückstand. Erst kurz vor der Pause gelang Susanne Paetz der erste Treffer für die Mannschaft von Trainer Ulli Meyer, bis dahin aber hatten die Breiholzerinnen schon mit 6:0 geführt, so daß mit 1:6 die Seiten gewechselt wurden. Durch Treffer von Petra Payka, Jeanette Müller und Andrea Hasenberg kam der VfL nach der Pause dann zwar auf 4:6 heran, aber damit hatte die Truppe dann auch schon ihr Pulver verschossen.

Sechs weiteren Treffern der Breiholzerinnen stand nun nur noch ein Tor von Susanne Paetz gegenüber und am Ende war mit 5:12 die erste Saisonniederlage der VfL-Damen perfekt. Außer den schon genannten Spielerinnen kamen beim VfL noch Martina Pusch. Gudrun Fandrey, Wiebke Rickert, Katja Schoppenhauer und Martina Scheel zum Einsatz.

Die Tabelle präsentiert sich nun wie folgt:

TSV Neustadt        6              101: 86    10: 2

TSV Kronshagen   7              95: 84      10: 4

TSV Breiholz          7              95: 85      10: 4

Bramstedter TS      6              78: 76      9: 3

VfL Oldesloe          6              91: 84      8: 4

TuS Lübeck 93       7              101: 86    8: 6

MTV Heide             6              68: 69      7: 5

MTV Itzehoe           7              103:101   6: 8

TSV Kremperheide 7              66: 79      4:10

TSV Ellerau            7              109:127   4:10

KSV Holstein Kiel  7              86: 97      3:11

FT Neumünster      7              86:106     1:13

STORMARNER TAGEBLATT vom 19.10.1982

 

Freitag, 29. Oktober 1982

Wichtige Spiele für die Damen, Herren und die weibliche A-Jugend des VfL

(mth). … Am Sonnabend um 17.15 Uhr hat die VfL-Damenmannschaft in der Oberliga Mitaufsteiger TSV Kremperheide bei sich zu Gast. Die Mannschaft von Trainer Ulli Meyer hat sich für diese Begegnung viel vorgenommen. Die schwere 5:12-Niederlage vor zwei Wochen beim TSV Breiholz soll unter allen Umständen ausgebügelt werden.

Der VfL-Coach kann dabei auch wieder auf Andrea Güldenpfennig zurückgreifen, die in Breiholz so schmerzlich vermißt wurde. Erstmals darf auch Neuzugang Hanne Tresemer für den VfL spielen. Dagegen muß Ulli Meyer auf Katja Schoppenhauer verzichten, die wegen einer Fußverletzung für mehrere Wochen ausfällt. Aber auch ohne sie müßte den Oldesloerinnen, wenn sie nur einigermaßen Normalform erreichen, ein Sieg möglich sein. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 29.10.1982

 

Sonnabend, 30. Oktober 1982

VfL Oldesloe – TSV Kremperheide 23:12 (11:8)

VfL-Damen siegten

(mth). Ohne Niederlage blieben am Wochenende die drei höchstklassigen Handballmannschaften des VfL Oldesloe. Die Oberliga-Mannschaften der Damen und der weiblichen A-Jugend schafften gegen VfL Bad Schwartau beziehungsweise TSV Kremperheide sichere Siege und die Herren-Bezirksliga-Mannschaft trennte sich von Spitzenreiter TSV Schwarzenbek mit einem 18:18-Unentschieden.

… Nur am Anfang hatte auch die VfL-Damenmannschaft im anschließenden Oberligaspiel gegen den Mitaufsteiger TSV Kremperheide Probleme, Mit 2:1 und 3:2 gingen die Gäste aus dem Kreis Steinburg auch zweimal in Führung, dann aber übernahm der VfL eindeutig das Kommando, führte zwischenzeitlich (9:4, 10:5 und 11:6) schon mit fünf Toren Vorsprung, ehe Kremperheide bis zur Halbzeit bei 8:11 wieder etwas näher herankam.

Im zweiten Durchgang baute der VfL seinen Vorsprung dann unaufhörlich bis zum Endstand von 23:12 aus. Imponierend war dabei das Tempospiel in weiten Strecken der zweiten Halbzeit, das die VfL-Damen demonstrierten und hoffnungsfroh für die Zukunft stimmt auch, daß Martina Scheel, die in den letzten beiden Spielen noch nicht ganz die erhoffte Stärkung der Mannschaft war, nun Bindung zur Mannschaft gefunden zu haben scheint. Sie bot eine vorzügliche Leistung – wie überhaupt die ganze Mannschaft – und war zusammen mit Andrea Güldenpfennig (je fünf Treffer) auch erfolgreichste Torschützin.

Andrea Hasenberg (4), Jeanette Müller, Susanne Paetz (je 3), Petra Payka, Anja Müller und Hanne Tresemer erzielten die restlichen Tore. Von den Feldspielerinnen ging damit nur Wiebke Rickert leer aus. Im Tor überzeugten sowohl Martina Pusch, die unter anderem drei Siebenmeter abwehrte, als auch Gudrun Fandrey. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 2.11.1982

 

Freitag, 5. November 1982

Handball am Wochenende

(mth). … Die erste VfL-Damenmannschaft, die durch den klaren Erfolg über TSV Kremperheide auf den dritten Platz in der schleswig-holsteinischen Oberliga vorstieß, muß mit dem TSV Neustadt einen der Meisterschaftsanwärter aufsuchen. Die Neustädterinnen verloren am letzten Sonntag beim MTV Itzehoe mit 12:15 und gaben dadurch die Tabellenführung ab und sind als Tabellenvierter punktgleich mit dem VfL. Kann die Truppe von Trainer Ulli Meyer an die hervorragende Leistung vom letzten Wochenende anknüpfen, trauen wir ihr auch am Sonnabend in Neustadt (Spielbeginn ist um 19 Uhr in der Gogenkroghalle) ein gutes Abschneiden zu. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 5.11.1982

 

Sonnabend, 6. November 1982

TSV Neustadt – VfL Oldesloe 17:17 (8:8)

VfL-Handballer waren erneut außerordentlich erfolgreich

(mth). … Die Damen erkämpften beim Mitbewerber um den Meistertitel, TSV Neustadt, nach hochdramatischem Spiel ein 17:17-Unentschieden. …

Hochdramatisch verlief das Spiel der VfL-Damen beim vorjährigen Vizemeister TSV Neustadt. Die Oldesloerinnen gerieten schnell in Rückstand und schienen bei einem Spielstand von 4:8 in der ersten Halbzeit schon klar auf der Verliererstraße zu sein. Mit einer Energieleistung aber wurde noch bis zur Pause ein 8:8-Gleichstand erreicht.

Im zweiten Spielabschnitt ging der VfL dann sogar mit 10:8 in Führung und dieser Zwei-Tore-Vorsprung wurde bis zum 15:13 gehalten. Etliche technische Fehler verhinderten bis zu diesem Zeitpunkt eine noch klarere VfL-Führung. Nach einem vor Gudrun Fandrey gehaltenen Siebenmeter setzte der TSV Neustadt dann aber zu einem energischen Endspurt an. Bis zwei Minuten vor Spielschluß drehten sie den Spieß um und sahen beim 17:15 schon wie der sichere Sieger aus.

Jeanette Müller erreichte dann aber per Siebenmeter den Anschlußtreffer und ihr war es auch vorbehalten, Sekunden vor dem Abpfiff noch den Ausgleich zu schaffen. Bei ihrem letzten Treffer verletzte sie sich aber so schwer, daß sie ins Krankenhaus eingeliefert werden mußte und ihrer Mannschaft in nächster Zeit vermutlich fehlen wird.

Die Torausbeute für den VfL teilten sich Andrea Güldenpfennig (8), Jeanette Müller (3), Andrea Hasenberg, Anja Müller und Wiebke Rickert (je 2). Außerdem kamen noch Petra Payka, Martina Scheel und die beiden Torhüterinnen Martina Pusch und Gudrun Fandrey zum Einsatz.

Die Tabelle in der Damen-Oberliga hat nun folgendes Aussehen:

TSV Breiholz          9              120:103   14: 4

TSV Kronshagen   9              127:112   14: 4

VfL Oldesloe          8              131:113   11: 5

TSV Neustadt        8              130:118   11: 5

Bramstedter TS      8              104:105   10: 6

MTV Heide             8              81:83       9: 7

TuS Lübeck 93       9              127:118   9: 9

MTV Itzehoe           9              131:126   9: 9

KSV Holstein Kiel  9              118:124   6:12

TSV Ellerau            9              138:154   6:12

TSV Kremperheide 9              82:108     4:14

FT Neumünster      9              117:140   1:17

STORMARNER TAGEBLATT vom 10.11.1982

 

Freitag, 12. November 1982

VfL-Damen wollen auch im Pokal hoch hinaus

(mth). … Während die weibliche A-Jugend in der schleswig-holsteinischen Oberliga am Wochenende gänzlich spielfrei ist, ist die ebenfalls punktspielfreie VfL-Damenmannschaft im Pokaleinsatz. Am Sonnabend um 19.30 Uhr trifft die Truppe von Trainer Ulli Meyer in der Stormarnhalle auf die zweite Mannschaft des KSV Holstein Kiel. Die Kielerinnen spielen wie der VfL in der schleswig-holsteinischen Oberliga.

Zu Saisonbeginn erreichte der VfL in Kiel im Punktspiel ein 17:17-Unentschieden. Dieses möchte man morgen natürlich zu gerne in einen Sieg umwandeln, aber den VfL-Coach bedrängen doch einige Aufstellungsprobleme. Außer auf Katja Schoppenhauer wird Ulli Meyer auch auf Jeanette Müller verzichten müssen, die sich bei der Begegnung in Neustadt eine Gehirnerschütterung und eine Schulterprellung zuzog. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 12.11.1982

 

Sonnabend, 13. November 1982

VfL Oldesloe – Holstein Kiel II 19:11

Damen im Pokal weiter

(mth). Die Oldesloer Damen besiegten in der Stormarnhalle im Pokalwettbewerb die zweite Mannschaft des KSV Holstein Kiel sicher mit 19:11 und zog damit in die dritte Runde auf Landesebene ein.

Die Oldesloer Damen ließen gegen die zweite Mannschaft des KSV Holstein Kiel, gegen die sie zu Beginn der Punktspielserie in der Landeshauptstadt nur zu einem 17:17-Unentschieden gekommen waren, trotz des Fehlens der verletzten Jeanette Müller und Katja Schoppenhauer eigentlich nie einen Zweifel am späteren Sieger aufkommen. Der VfL ging von Anbeginn an in Führung, ließ lediglich zu Beginn beim 1:1, 2:2 und 3:3 Gleichstände für den Gast zu und hatte das Heft stets in der Hand.

Bis zu einem Stand von 8:6 kurz nach der Halbzeit konnten die Kielerinnen zwar noch einigermaßen mithalten, dann aber hatten sie ihr Pulver verschossen und der VfL, angetrieben von der wieder einmal überragenden Andrea Güldenpfennig, baute seinen Vorsprung kontinuierlich auf den 19:11-Endstand aus.

Mit sieben Treffern war Andrea Güldenpfennig erneut auch beste Torwerferin der Oldesloerinnen. Martina Scheel, Susanne Paetz (je 3), Andrea Hasenberg, Anja Müller und Wiebke Rickert (je 2) warfen die weiteren Tore. Im Tor zeigten Gudrun Fandrey und Martina Pusch einmal mehr, daß Trainer Ulli Meyer gleich auf zwei zuverlässige Torhüterinnen zurückgreifen kann. Außerdem kamen noch Petra Payka und Hannelore Tresemer zum Einsatz. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 16.11.1982

 

Freitag, 19. November 1982

(js). … Handball „satt“ steht am Sonntag in der Stormarnhalle auf dem Programm: Alle drei Spitzenteams tragen ihre Punktspiele vor heimischem Publikum aus. … Um 14.45 Uhr treten die Damen im Schlagerspiel der Oberliga gegen die Bramstedter TS an. Wollen die Oldesloer Damen weiter in der Spitzengruppe der Tabelle mitmischen, müssen sie diese Begegnung für sich entscheiden. Eine Voraussetzung, die eine spannende Begegnung verspricht. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 19.11.1982

 

Sonntag, 21. November 1982

VfL Oldesloe – Bramstedter TS 16:17 (8:4)

Schlappe der Damen

(mth). … Die Oldesloer Damen kassierten trotz klarer 8:4-Halbzeitführung gegen TS Bad Bramstedt eine 16:17-Niederlage in eigener Halle und haben nun vorübergehend den Kontakt zur Tabellenspitze verloren. …

Die Oldesloer Damen, bei denen Trainer Ulli Meyer weiterhin auf Jeanette Müller und Katja Schoppenhauer verzichten mußte, schienen gegen TS Bad Bramstedt zunächst einem sicheren Sieg entgegenzusteuern; obwohl ihr Spiel bei weitem nicht optimal lief, wurde bis zur Pause ein sicherer 8:4-Vorsprung herausgeworfen.

Dann aber kam plötzlich Sand ins Getriebe und mit fünf Toren hintereinander führten die Gäste plötzlich mit 9:8. Über 11:9, 13:10 und 15:12 konnten die Oldesloer Damen dann zwar das Heft wieder an sich reißen, aber eine zweite eklatante Schwächeperiode bescherte den Gästen noch einmal vier Tore hintereinander. In einer dramatischen Schlußminute konnte Andrea Güldenpfennig zwar zunächst noch auf 16:16 ausgleichen, aber fünf Sekunden vor Spielschluß war die Niederlage der VfL-Damen mit dem 17. Treffer der Bramstedterinnen dann besiegelt.

Mit sechs Toren war Andrea Güldenpfennig zwar einmal mehr erfolgreichste VfL-Werferin, aber auch ihre Form war am Sonntag, wie die ihrer Mitspielerinnen, nicht optimal. Susanne Paetz (5), Martina Scheel (2), Petra Payka, Anja Müller und Andrea Struppek warfen die restlichen Treffer. Außerdem kamen noch Hannelore Tresemer, Andrea Hasenberg, Wiebke Rickert und die beiden Torhüterinnen Gudrun Fandrey und Martina Pusch zum Einsatz. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 23.11.1982

 

Freitag, 26. November 1982

Hohe Pokalhürden für die Damen- und Herrenteams des VfL Oldesloe

(mth). Pokalspiele stehen am Wochenende im Mittelpunkt des Handballgeschehens der Handballabteilung des VfL Oldesloe. Die erste Damenmannschaft des VfL tritt am Sonnabend um 19.30 Uhr bei der Bezirksliga-Mannschaft des TSV Jörl an.

Trainer Ulli Meyer muß auch für diese Begegnung der dritten DHB-Pokal-Runde auf Landesebene noch auf die beiden verletzten Spielerinnen Jeanette Müller und Katja Schoppenhauer verzichten. Außerdem wird auch Petra Payka nicht mit von der Partie sein. Dennoch wollen die Oldesloerinnen natürlich alles versuchen, um die Runde der letzten Vier zu erreichen.

Auf die leichte Schulter allerdings darf der Gegner aus der Nähe von Flensburg – das Spiel findet in Tarp statt – nicht unterschätzen. Ein wenig konzentrierter und entschlossener als am letzten Wochenende bei der überflüssigen Niederlage gegen TS Bar Bramstedt werden Andrea Güldenpfennig und Co. schon auftrumpfen müssen, wenn die Hürde genommen werden soll. Da die VfL-Damen nach Niederlagen beziehungsweise Punktverlusten immer besonders motiviert auftraten, rechnen wir aber dennoch mit einem Erfolg der Stormarnerinnen. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 26.11.1982

 

Sonnabend, 27. November 1982

TSV Jörl – VfL Oldesloe 15:24

VfL-Damen mußten ihren Pokalsieg beim TSV Jörl teuer bezahlen

(mth). Mit einem Sieg der Damen und einer Niederlage der Herren endeten am letzten Wochenende die Pokalspiele der beiden ranghöchsten Mannschaften der Handballabteilung des VfL Oldesloe. Die VfL-Damen siegten heim TSV Jörl sicher mit 24:15 und die Oldesloer Herren hatten bei ihrer 11:20-Niederlage bei der Turnerschaft Einfeld keine Chance.

Die Oldesloer Damen mußten ihren Sieg beim TSV Jörl, mit dem sie in die letzte Pokalrunde auf Landeschene einzogen, teuer bezahlen Nach zehn Spielminuten, der VfL hatte gerade einen 0:2-Rückstand aufgeholt, zog sich Martina Scheel bei einem Sprungwurf aus dem Rückraum einen Sehnenabriß im Ringfinger zu. Sie mußte sofort in ein Flensburger Krankenhaus eingeliefert werden und wird ihrer Mannschaft mit Sicherheit ein paar Monate nicht zur Verfügung sieben. Da auch Jeanette Müller und Katja Schoppenhauer mindestens noch bis zum Jahresende mit Verletzungen ausfallen, kommen auf Trainer Ulli Meyer für die kommenden Aufgaben große Aufstellungssorgen zu.

Das Spiel in Tarp hatte der VfL rotz dieses Mißgeschicks sicher im Griff. Die Mannschaft, die nach der Verletzung von Martina Scheel nur noch sechs Feldspielerinnen zur Verfügung hatte, nahm das Tempo völlig aus dem Spiel und ließ so die Gastgeberinnen, die in der Runde zuvor immerhin den Oberliga-Spitzenreiter TSV Breiholz ausgeschaltet hatten, nie zur Entfaltung kommen.

Mit neun Treffern war Susanne Paetz diesmal erfolgreichste VfL-Werferin. Ihr folgte Andrea Güldenpfennig mit acht Treffern. Andrea Hasenberg (4), Anja Müller (2) und Wiebke Rickert waren außerdem noch erfolgreich. Außerdem kamen nach die beiden Torhüterinnen Gudrun Fandrey und Martina Pusch (sie hielt wieder einmal einen Siebenmeter) und Hannelore Tresemer zum Einsatz. In der nächsten Pokalrunde trifft der VfL nun auf den Sieger der Begegnung SV Oldenburg gegen FT Neumünster. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 1.12.1982

 

Freitag, 10. Dezember 1982

Die VfL-Damen müssen auch beim Schlußlicht aufpassen

(mth). Auswärtsspiele haben am Wochenende die erste Damen- und die erste Herrenmannschaft des VfL Oldesloe zu bestreiten. Die Oberligadamen müssen am Sonntag um 17.45 Uhr bei Schlußlicht FT Neumünster antreten. Ein Blick auf die Tabelle weist diese Aufgabe als sehr leicht für die Oldesloerinnen aus.

Die Neumünsteranerinnen haben nach zehn Spielen zwar schon neun Niederlagen und erst einen Punkt errungen. Aber der VfL darf seinen Gegner dennoch nicht unterschätzen. Fünf Spiele nämlich verlor FT Neumünster lediglich mit einem Tor Unterschied und zum anderen ist die Personalnot bei der Truppe von Trainer Ulli Meyer riesengroß. Martina Scheel, Jeanette Müller und Katja Schoppenhauer fallen beim VfL mit Sicherheit aus, so daß die verbleibenden Feldspielerinnen alle ohne Auswechslung werden durchspielen müssen. Die Oldesloerinnen werden also mit voller Konzentration in das Spiel gehen müssen, um mit einem Sieg weiter den Kontakt zur Tabellenspitze zu halten. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 10.12.1982

 

Sonntag, 12. Dezember 1982

FT Neumünster – VfL Oldesloe 18:16 (9:9)

Bittere Niederlagen für die Damen des VfL Oldesloe

(mth). Mit derben Enttäuschungen endeten am letzten Wochenende die Auswärtsspiele der Damen- und Herrenmannschaften der Handballabteilung des VfL Oldesloe. Die Oldesloer Damen kassierten in der schleswig-holsteinischen Oberliga bei Schlußlicht FT Neumünster eine 16:18-Niederlage, mit der man trotz der personell prekären Situation nicht gerechnet hatte, und die VfL-Herren verloren mit 15:24 beim SV Oldenburg ihr drittes Auswärtsspiel hintereinander überaus deutlich.

Im letzten Punktspiel des Jahres 1982 bekamen die Oldesloer Damen ihr Verletzungspech sehr bitter zu spüren. Beim Tabellenletzten FT Neumünster, der seinen ersten Saisonsieg landete, spielten die VfLerinnen mit ihrer wohl letztmöglichen Besetzung. Sollten die immer noch verletzten Spielerinnen Katja Schoppenhauer, Jeanette Müller und Martina Scheel nicht bald wieder einsatzfähig sein, wird es wohl schwer werden, die Talfahrt zu stoppen.

In Neumünster konnten zwar die Außenspielerinnen Petra Payka und Wiebke Rickert das 2:0 vorlegen, mußten aber anschließend drei Tore in Folge hinnehmen (2:3). Es entwickelte sich in der ersten Spielhälfte ein sehr wechselvolles Spiel. Torhüterin Martina Pusch konnte einen Siebenmeter halten. Mannschaftsführerin Andrea Hasenberg erzielte das 6:6, Andrea Güldenpfennig verwandelte einen Siebenmeter mit einem sehenswerten Heber.

Nach dem Pausenstand von 9:9 gerieten die VfLerinnen in Rückstand. Lediglich Petra Payka erreichte Normalform, ansonsten wurden viele große Torgelegenheiten kläglich vergeben. Andrea Güldenpfennig, Anja Müller und Susanne Paetz verwarfen je einen Siebenmeter. Die Deckung reagierte bei Rückraumwürfen selten. 18:15 führte Neumünster in der Schlußphase deutlich. Wiebke Rickert konnte für den VfL noch auf 16:18 verkürzen.

Trainer Ulli Meyer setzte folgende Spielerinnen ein: Martina Pusch und Gudrun Fandrey (im Tor), Petra Payka (3 Tore), Susanne Paetz (3), Andrea Güldenpfennig (4), Anja Müller, Andrea Hasenberg (3), Hannelore Tresemer, Wiebke Rickert (3). …

STORMARNER TAGEBLATT vom 15.12.1982

 

Freitag, 17. Dezember 1982

Im Pokal wollen die VfL-Damen Revanche nehmen

(mth). Die Handball-Damen des VfL Oldesloe haben am Wochenende Gelegenheit zu einer schnellen Revanche. In der vierten – und damit letzten – Pokalrunde auf Landesebene muß die Truppe von Trainer Ulli Meyer am Sonntag beim Tabellenletzten der schleswig-holsteinischen Oberliga, FT Neumünster, antreten, bei dem sie am letzten Wochenende mit 16:18 unterlagen.

Die personelle Situation hat sich beim VfL gegenüber dem letzten Wochenende noch nicht gebessert. Jeanette Müller, Katja Schoppenhauer und Martina Scheel stehen wegen ihrer Verletzungen noch immer nicht zur Verfügung. Anders als beim letzten Spiel aber wird Trainer Ulli Meyer am Sonntag zusätzlich zum verbliebenen Stamm auch auf Spielerinnen der zweiten Mannschaft zurückgreifen, um seine Schützlinge konditionell nicht zu überfordern.

Eine erfolgreiche Revanche und damit der Einzug in die erste Pokalrunde auf Regionalebene wird den Oldesloerinnen um Andrea Güldenpfennig nur dann gelingen, wenn sie ihre vor allem im Rückraumspiel gezeigten Schwachen ablegen können. Das Spiel in der KSV-Sporthalle in Neumünster beginnt am Sonntag um 11 Uhr. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 17.12.1982

 

Sonntag, 19. Dezember 1982

FT Neumünster – VfL Oldesloe 14:17 (8:8)

Die VfL-Damen nahmen in Neumünster Revanche für Punktspielniederlage

(mth). Der Handball-Damenmannschaft des VfL Oldesloe glückte eine erfolgreiche Revanche, Eine Woche nachdem die Truppe von Trainer Ulli Meyer im Punktspiel der schleswig-holsteinischen Oberliga beim Schlußlicht dieser Klasse, FT Neumünster, eine empfindliche Niederlage bezogen hatte, gelang es nun in der letzten Pokalrunde auf Landesebene den Spieß umzudrehen. Der VfL gewann mit 17:14 und zog damit in die erste Pokalrunde auf Regionalebene ein. Diese wird am 22. Januar ausgetragen. Wer dann Gegner der Oldesloerinnen ist, steht noch nicht fest. …

Das Damen-Pokalspiel in Neumünster verlief in der ersten Halbzeit außerordentlich spannend. Stets wechselte die Führung zwischen beiden Mannschaften hin und her und nur ein einziges Mal (beim Stande von 7:5 für den VfL) ging ein Team mit mehr als einem Treffer Vorsprung in Führung. Der 8:8-Halbzeitstand drückte dann auch die Ausgeglichenheit beider Mannschaften aus. Nach dem Seitenwechsel ging dieses muntere Wechselspiel dann aber nur noch ein paar Minuten bis zum 11:10 für den VfL weiter. Anschließend warfen die Oldesloerinnen fünf Tore hintereinander und beim Stande von 16:10 war die Partie dann entschieden. Der Gastgeber konnte diesen Rückstand im Endspurt zwar noch ein wenig verkürzen, aber zu einer Wende reichte es nicht mehr.

Für den VfL, der weiterhin auf Jeanette Müller, Martina Scheel und Katja Schoppenhauer (alle verletzt) verzichten mußte, anders als im Punktspiel aber auf Spielerinnen der zweiten Mannschaft zurückgriff, war Andrea Güldenpfennig mit neun Toren herausragende Werferin. Susanne Paetz (3), Wiebke Rickert (2), Andrea Hasenberg, Anja Müller und Petra Payka erzielten die restlichen Treffer. Außerdem kamen noch die Torhüterinnen Martina Pusch und Gudrun Fandrey, die beide ausgezeichnet hielten, Andrea Stuppek, Hannelore Tresemer, Iris Stäcker und Kerstin Henning zum Einsatz. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 21.12.1982

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